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Der Begriff App steht für Applikation oder Anwendung. Das bedeutet, es handelt sich um Software mit einer ganz speziellen Aufgabe: das Lösen einer Rechenaufgabe, die Steuerung der Heizung zu Hause oder das Bereitstellen einer Kommunikationsschnittstelle für Social-Media. Im eigentlichen Sinne sind Apps also immer Software-Anwendungen, die für ein bestimmtes Endgerät – wie Smartphone oder Tablet – geschrieben wurden. Der wesentliche Unterschied zu Webseiten ist, dass Apps die vorhandene Geräte-Hardware nutzen können und somit Funktionen wie Schrittmesser, GPS-Ortung, Kamera oder Terminerinnerungen für die Anwendung zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Vorteil von Apps gegenüber Webseiten ist, dass heutzutage der Großteil der Gesellschaft das Smartphone überallhin mitnimmt und somit fast jeder immer via App erreichbar ist. Am Einfachsten geht das per Push-Benachrichtigung (ähnlich SMS). Voraussetzung dafür ist natürlich die Zustimmung des Nutzers.



Web-Apps vs. Native Apps

Dass Apps speziell für ein bestimmtes Endgerät und dessen Betriebssystem (OS) geschrieben sind, bedeutet theoretisch, dass man eine App, die sowohl auf einem Android-Smartphone als auch auf dem iPhone und dem Windows Phone laufen soll, für jedes Betriebssystem separat programmieren und updaten muss.

Unterschiedliche Bildschirmgrößen und Gerätetypen bringen zusätzlich Komplexität ins Spiel. So muss die Benutzeroberfläche pro OS im schlechtesten Fall dreimal komplett neu geschrieben werden: für Apple iPhone, iPad und AppleTV. Und das, obwohl man am Ende im Grunde nur eine App mit einer Funktion hat. Eine Möglichkeit, hier bereits den Aufwand zu reduzieren, besteht darin, das Layout responsive zu konzipieren und zu gestalten, um eine One-fits-all-Lösung zu erreichen, also ein Layout, das sich auf allen Geräteformaten automatisch anpasst. Diese Vorgehensweise wird auch bei modernen Webseiten angewendet.  Doch es ist immer noch eine neue Version pro OS nötig.

Die Problematik rief bereits kurz nach der Veröffentlichung des iPhones die sogenannten Web-Apps auf den Plan. Die Idee dabei ist, dass man Apps als Webseiten umsetzt, da alle Smart-Geräte einen leistungsstarken Browser besitzen. Also müsste man lediglich eine Benutzeroberfläche als Webseite bauen, die responsive ist, und schon könnte man mit einem Schlag Smartphones, Tablets, Spielekonsolen, Smartwatches oder Smart-TVs mit einer sich selbst anpassenden Nutzeroberfläche bedienen. Lediglich die Logikebene, die auf Geräte-Hardware zugreift, müsste noch in dem entsprechenden Betriebssystem des jeweiligen Smart-Devices programmiert werden.



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Cover des BIEG-Leitfadens Apps für kleine Unternehmen

Gastautor

Sebastian Fritzsche

Sebastian Fritzsche gründete 2008 die Digital-Agentur Pixelstein in Hanau und ist bei verschiedenen Weltkonzernen sowie mittelständischen Unternehmen als Berater tätig. Er realisierte mit seinen Team in den letzten 9 Jahren hunderte digitale Projekte von Apps, über Webportale bis hin zu interaktiven Messeständen. Seine Kernkompetenz liegt im Bereich von Apps.

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