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12 Ideen für die Conversion Optimierung

24 Aug

(24.08.17) „Verlassen Sie sich nie auf Ihr Bauchgefühl. Ihre Websitebesucher verhalten sich anders, als Sie glauben.“ Das war einer der ersten Tipps, die unser Speaker Tim Kaufmann (Taquiri GmbH) den rund dreißig Teilnehmern unseres Business-Frühstücks "12 Ideen für die Conversion Optimierung" letzten Donnerstag mit auf den Weg gab. Aus diesem Grund waren sie ja auch gekommen: um zu lernen, wie sie die Konversionen auf ihrer Website systematisch verbessern und den Erfolg ihrer Maßnahmen dann überprüfen können.

Die zentrale Frage zuerst: Was ist eine Konversion (oder Conversion)? Kaufmanns Antwort ist einfach: „Immer, wenn der Kunde macht, was wir wollen, erzielen wir eine Konversion.“ Somit ergibt sich aus der Anzahl der Websitebesucher und dem Anteil von ihnen, der tatsächlich Kontakt aufnimmt, kauft, sich weiterklickt usw. die Konversionsrate. Die gilt es zu erhöhen.

Kaufmann empfiehlt, die Conversion Optimierung des Webauftritts in Angriff zu nehmen, bevor in Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -marketing investiert wird. SEO zieht neue Besucher auf die Website. Conversion Optimierung erhöht den Nutzen, der aus den eintreffenden Besuchern gezogen wird. Sie erhöhen also auch den Return on Investment Ihrer SEO-Maßnahme.


Grundlagen der Conversion Optimierung

Wichtig ist, dass Sie vor den eigentlichen Optimierungsmaßnahmen die richtigen Voraussetzungen schaffen. Zwei wurden schon erwähnt: Setzen Sie Analysetools ein, um Ihren Erfolg messbar zu machen. Und gehen Sie nie davon aus, dass Sie schon wissen, wie sich die Besucher auf Ihrer Website verhalten – wohin sie sehen, was sie lesen, wo sie klicken. Die dritte ist genauso wichtig: Führen Sie Tests durch. Notieren Sie den Ist-Zustand (z.B. die Anzahl der Klicks auf den Bestellbutton) und messen Sie die Veränderung, nachdem Sie eine Änderung vorgenommen haben (z.B. Textkürzung, Überschrift in Signalfarbe, Größe der Produktfotos). Ideal ist natürlich, wenn beide (oder alle drei oder vier) Versionen zur selben Zeit parallel getestet werden, denn so können Verzerrungen durch schwankende Besucherzahlen ausgeschlossen werden. Für diese sogenannten multivariaten Tests gibt es fertige Tools. Sie sorgen dafür, dass die verschiedenen Versionen im Turnus angezeigt werden.

Es gibt aber auch andere Wege als A-/B-Tests, um Aufschluss über das Nutzerverhalten auf der Seite zu erlangen. Viele Websiteprobleme können schon aufgespürt werden, wenn bekannt ist, wo der Besucher zögert oder scheitert. Die Königsklasse sind Usability-Tests, doch auch User Session Replays (die Aufzeichnung von Nutzern beim Surfen) oder einfach Interviews mit unbeteiligten Dritten, nachdem sie die Website nutzen, können sehr nützlich sein. Der Vorteil dieser Methoden besteht darin, dass sie auch vor dem Website-Launch eingesetzt werden können.


Heuristische Analyse

Erfahrungswerte und Expertenwissen können helfen, typische Fehlerquellen auf der Website zu eliminieren. Werden externe Berater an Bord geholt, greifen sie in der Regel auf heuristische Erkenntnisse zurück, die ihnen ermöglichen, die möglichen Stolpersteine systematisch abzuarbeiten. Getestet werden dann beispielsweise die Klarheit der Angebote und die Frage, ob der Besucher nach Klick auf die Unterseite wirklich erhält, was ihm versprochen wurde.


Ablenkungen entfernen

Kaufmanns Erfahrungen zufolge gibt es meistens nicht einen großen Störfaktor, der die Konversionen senkt, sondern eine Vielzahl kleiner Reibungsverluste:

  • Sounds oder Animationen, die die Aufmerksamkeit des Besuchers ablenken
  • unklare Signale, die dem Besucher sagen, was er als nächstes machen sollte
  • Reizüberflutung durch zu viele Farben, Bilder und Handlungsaufforderungen
  • mangelnde Kennzeichnung der wichtigsten Informationen
  • Unklarheit über den Nutzen des Angebots für den Kunden
  • Texte mit zu generischem Inhalt
  • unnötig komplizierte Kontaktformulare
  • zu wenig vertrauensbildende Elemente oder ihre Platzierung an der falschen Stelle


Der Experte im Interview


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Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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