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E-Mail-Marketing – so halten Sie Ihre Bestandskunden

01 Apr

In der aktuellen Corona-Krise geht der persönliche Kontakt zum Kunden oft verloren. Natürlich sehen wir uns in Zeiten des Social Distancings nicht von Angesicht zu Angesicht. Muss die Kommunikation mit dem Kunden aber deshalb schlechter werden?

Seit dem Ausbruch von Covid-19 ist die Reaktionszeit auf eingehende E-Mails von Versand bis Öffnung interessanterweise um 25% gestiegen und das sowohl bei B2C- als auch bei B2B-Newslettern. Besonders hohe Öffnungsraten haben E-Mails mit E-Commerce-Angeboten, digitalen Medienangeboten oder Lieferservices. Aber auch „normale“ Newsletter profitieren von der Entwicklung hin zur Heimarbeit. Mitarbeiter im Home Office checken und lesen ihre Mails in kürzeren Abständen und das zunehmend auch nach Feierabend und am Wochenende.

Strategisch gut ausgerichtetes E-Mail-Marketing hat also gerade jetzt das Potential bestehende Kunden kostengünstig zu erreichen und zu binden. Wir haben 6 Möglichkeiten zusammengestellt, wie Sie Ihr E-Mail-Marketing „krisenfest“ machen:

Nutzen Sie Ihren Vertrauensvorsprung

Mit der Ausbreitung des Virus nimmt leider auch das Thema „Fake News“ vermehrt Fahrt auf. User und Kunden sind verunsichert darüber, was Sie noch glauben sollen. Hier hat Ihr E-Mail-Marketing einen extremen Vorteil! Im Dschungel gefälschter Nachrichten und Falschinformationen auf Social Media vertrauen wir Informationen, deren Absender wir kennen. Und Ihre Abonnenten kennen Sie! Nutzen Sie diesen Vorteil und verändern Sie Ihre Kommunikation von „werblich“ zu „informativ und relevant“.

1. Spezielle Maßnahmen kommunizieren

Kunden sind stark verunsichert und haben Angst um die eigene Gesundheit. Wirken Sie dieser Angst entgegen und informieren Sie Ihre Abonnenten über ergriffene Maßnahmen. Sei es transparent dargelegte Hygieneprozesse bei der Speisezubereitung, die Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeiter im Verpackungslager oder die Öffnung Ihres Ladengeschäftes für Risikogruppen zu bestimmten Uhrzeiten (Beispiel: Getränkemarkt Rallo). Vergessen Sie nicht Ihre anderen Stakeholder wie Lieferanten und Partner ebenfalls ins Boot zu holen.

Rufen Sie Ihre Kunden zum Support auf!  Durch den Kauf von Gutscheinen, die später bei Ihnen eingelöst werden können, unterstützen Kunden ihre lokalen Händler. Beispiel für solche Initiativen sind Pay Now Eat Later, Support Your Local oder Heimatliebe Wiesbaden.

2. Über Änderungen Informieren

Sind Ihre Mitarbeiter im Home Office und nur noch mobil zu erreichen? Haben sich Ihre Öffnungszeiten geändert? Liefern Sie Ihre Produkte jetzt aus, da Ihr Ladengeschäft  geschlossen ist? Müssen Bestellungen aufgrund von Lieferschwierigkeiten storniert werden?

Das alles sind Informationen, die Sie Ihrem Kunden direkt ins Postfach schicken können. Denn das größte Problem ist oft nicht die „Nichtverfügbarkeit“, sondern mangelnde Kommunikation seitens der Unternehmen. Das kostet Sie nicht nur Vertrauen, sondern auch Kunden.

Denken Sie auch über Ihren Newsletter hinaus und aktualisieren Sie Ihre Website, Ihre Social-Media-Kanäle und auch Ihren Google-My-Business-Account um diese Informationen.

3. Dienstleistungen aus der Ferne anbieten

Die meisten Dienstleistungen lassen sich auf die eine oder andere Weise digital anbieten. Hier ist oft Kreativität gefragt! Weisen Sie auf neue oder veränderte Dienstleistungen oder Angebote  in Ihrem Newsletter hin. Beispiele:

 

  • Statt persönlicher Beratung eine Beratung via Videokonferenz oder Videocall offerieren (die meisten Smartphones haben diese Funktion integriert). Telefonisch geht natürlich auch ;)
  • Sportangebote als Kurs, live oder als Video via YouTube, Facebook oder Twitch
  • Als Restaurant Kochkurse als gemeinschaftliches Ereignis anbieten und live via Konferenztool zusammen kochen (die Einkaufsliste vorab per E-Mail verschicken)
  • Fashion und Accessoires können in einer „Live-Modenschau“ gezeigt werden. Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Ware per Mail, telefonisch etc. zu bestellen (das gilt natürlich auch für alle anderen Produkte).

Zu solchen digitalen „Events“ können Sie die Möglichkeiten von sozialen Plattformen wie Facebook, Instagram etc. nutzen. Wichtig: Laden Sie Ihre Abonnenten per E-Mail rechtzeitig  zum Event ein, kommunizieren Sie den Nutzen des Events und treten Sie in Dialog mit Ihren Zuschauern.

4. E-Commerce-Möglichkeiten anbieten

Wir als Kunde sind es gewohnt, das zu kaufen, worauf wir Lust haben und zwar wenn wir darauf Lust haben. Das hat sich auch in Zeiten von Corona nicht geändert, nur unsere Möglichkeiten stationär zu shoppen eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, Alternativen zu kommunizieren. Wichtig: Relevanz erzeugen und überlegen, welche Bedürfnisse Ihr Kunde hat.

Weisen Sie im Newsletter auf Ihre Produkte hin z.B. die passende Schreibtischlampe für optimale Ausleuchtung im Home Office, Bücher gegen Langeweile, Fashion: Auch im Home Office eine gute Figur machen…

Auch ohne eigenen Shop können Unternehmen ihre Produkte online verkaufen. Auf was Sie dabei achten müssen und welche Möglichkeiten Sie haben, verrät unser Artikel Corona-Krise: „Chance Internet“ für Händler.

5. Leads generieren

Die Ausgaben für Ads-Kampagnen auf Google, Facebook & Co. werden aktuell stark zurück gefahren. Das Ergebnis: fallende Preise für den CPC (Cost per Click). Eine gute Basis für Unternehmen Kampagnen zur Leadgenerierung zu starten. (Was ein Lead ist, lesen Sie in unserem Leitfaden). Ein weiter Vorteil: die Onlinenutzung nimmt immens zu und Sie erreichen aktuell so viele Menschen, wie kaum jemals zuvor.

Nutzen Sie (wenn es wirtschaftlich möglich ist) die aktuell günstigen Werbepreise und generieren Sie jetzt  E-Mail-Adressen, die Sie später für Ihre Werbemaßnahmen nutzen können. Gerade auf sozialen Kanälen steigt die Nutzungsdauer gerade enorm an und somit auch die Chance potentielle Kunden zu erreichen.

Nicht vergessen: Interne Kommunikation

Leere Büros und Mitarbeiter im Home Office: Das ist Neuland für viele Unternehmen! Aber gerade jetzt ist Kommunikation das A und O – denn nur regelmäßiger Austausch sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen weiter wie gewohnt läuft. Für den Austausch von einzelnen Mitarbeitern und Teams bieten sich Videokonferenz-Tools an. Vergessen Sie aber nicht, dass manche Informationen für alle Mitarbeiter wichtig sind, z.B. das Corona-Update des Geschäftsführers. Senden Sie solche Informationen per E-Mail an das gesamte Unternehmen.

Welche Tools und Strategien für ein erfolgreiches Home Office wichtig sind, lesen Sie in unserem Beitrag Neu im Homeoffice – Tipps & Tools.

Autor

Corina Heinz
Referentin

Ich befasse mich seit 2011 mit Online-Marketing, E-Commerce und E-Mail-Marketing. Während meiner Tätigkeit als Social-Media-Account-Managerin betreute ich über 100 Projekte mit dem Schwerpunkt Facebook-Marketing und Content-Erstellung. Als Beraterin im BIEG bündele ich das Praxiswissen aus Social Media, Webdesign und zahlreichen anderen Online-Marketing-Themen.

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