Sie sind hier:

5 Tipps für besseres Content Marketing

03 Dez

(03.12.2014) Wer Websitebesucher und Social Media-Follower gewinnen will, setzt heute Content Marketing ein. Das ist mittlerweile kein Trend mehr, sondern ganz einfach der anerkannte Weg zum Ziel. Denn Internetnutzer lassen reine Werbebotschaften heute links liegen. Sie lesen und liken nur noch hochwertige Inhalte mit persönlichem Nutzwert. Deshalb geht für viele Unternehmen kein Weg mehr am Content Marketing vorbei.

Das Problem: Richtig eingesetztes Content Marketing ist ein aufwendiger und langfristiger Prozess. Sie müssen dafür Ihre Online-Marketing-Strategie auf die Bereitstellung von interessanten Inhalten ausrichten, Ihre Website und Ihre Social Media-Auftritte entsprechend optimieren. Sie produzieren immer wieder neue Inhalte und korrigieren die alten. Und dabei geht es immer darum, mehr Leser zu gewinnen, die diesen Inhalt so interessant finden, dass sie dann mit Ihnen interagieren wollen - beispielsweise Blogbeiträge kommentieren, über Twitter oder Facebook oder direkt per Anruf Fragen stellen, die Inhalte vielleicht in ihren eigenen Blogs aufbereiten oder kritisieren. Auch dafür muss Zeit eingeplant werden.

Die meisten Tipps fürs Content Marketing richten sich an größere Unternehmen: Da wird dann beispielsweise vorgeschlagen, dass man Marken aufbauen oder Inhalte in andere Sprachen übersetzen soll. An der Realität kleinerer Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern geht das leider oft vorbei. Deshalb habe ich für Sie fünf Content-Marketing-Tipps zusammengestellt, mit denen kleine und mittlere Unternehmen besser arbeiten können.

1. Nutzen Sie Google Suggest, um Content-Ideen zu generieren

Google Suggest

"Aber was soll ich denn jetzt schreiben?" ist vermutlich die häufigste Frage, die sich Unternehmer auf dem Weg zum Content-Marketing-Konzept stellen. Ein nützliches Tool für die Generierung von gutem Content ist Google Suggest, die automatische Vervollständigung von Suchanfragen in der Googlesuche. Dass Google sich langsam von einer Such- in eine Antwortmaschine wandelt, kann man daran sehen, dass Nutzer ihre Suchanfragen immer häufiger als Fragen formulieren. Sie brauchen Inspiration? Geben Sie mal Ihre Keywords in Google ein und kombinieren Sie sie mit Fragewörtern (was, wann, wie, warum, wo...). So erhalten Sie einen direkten Einblick in die Fragen, die Ihre Zielgruppe beschäftigen. Diese Fragen sind für Sie als Branchenexperte oft verblüffend einfach zu beantworten. Bereiten Sie Ihre Antwort auf Ihrer Website oder in Ihrem Blog, per Video oder Graphik auf. Und kehren Sie hin und wieder zu Google Suggest zurück, denn die Suchanfragen, die in Google eingegeben werden, verändern sich regelmäßig.

2. Machen Sie sich Trends zunutze

Behalten Sie die Trends im Auge, die sich innerhalb Ihrer Zielgruppe im Internet entwickeln. Welche Schlagwörter dominieren zurzeit den Markt? Was sind die großen Neuerungen, über die derzeit diskutiert wird? Das funktioniert besonders gut im Einzelhandel: In der Modebranche bestimmen Fashion-Trends den Kurs, in der Verlagsbranche kann ein neuer Film oder Bestseller, der überraschend zum Gesprächsthema wurde, mit radikaler Geschwindigkeit neue Büchertrends ins Leben rufen. Aber auch im B2B hört der Chef von der neusten Entwicklung in der Industrie und verlangt, dass der verantwortliche Mitarbeiter sich das jetzt näher ansieht. Diese Themen werden gegoogelt und in den sozialen Medien diskutiert. Zu jedem Branchentrend, der Sie betrifft, kann sich deshalb eine Äußerung von Ihrem Unternehmen lohnen: Besprechen Sie die Entwicklungen auf Ihrem Blog oder Ihrer Website, oder weisen Sie auf die Produkte und Dienstleistungen hin, mit denen Ihre potentiellen Kunden bei diesem Trend ganz oben dabei bleiben. Vergessen Sie nicht, dass durch neue Trends auch neue Google Keywords entstehen, mit deren Hilfe Sie Ihre Suchmaschinenoptimierung verbessern können.

3. Nutzen Sie fremdsprachigen Content aus

Für kleinere Unternehmen lohnt es sich zwar häufig nicht, den eigenen Content in mehreren Sprachen anzubieten. Doch jedes Thema wird im Internet auch auf Englisch, Spanisch oder Türkisch diskutiert. Nutzen Sie diesen Content für sich: Übersetzungen mehrwertiger Informationen sind eine einfache Art und Weise, qualitativ hochwertigen und interessanten Content zu generieren, der schon an der internationalen Version Ihrer Zielgruppe erprobt wurde. Natürlich müssen Sie sich dafür die Erlaubnis des Urhebers einholen und in geeigneter Form auf ihn verweisen.

4. Etablieren Sie sich als Experte und networken Sie

Wenn Sie eine Reinigung betreiben, sind Sie wahrscheinlich Experte, wenn es um die Entfernung von Rotweinflecken aus teuren Hemden geht, wenn ein krankes Haustier einen Teppich ruiniert hat oder weiße Gardinen über die Jahre einen bedenklichen Gelbstich angenommen haben. Sie helfen bei Problemen und erzeugen dadurch Autorität und Vertrauen. Es reicht jedoch oft nicht, diese Informationen auf der Website zu präsentieren und darauf zu warten, von Google indiziert zu werden. Gehen Sie einen Schritt weiter. Nutzen Sie Ihre Expertise, um mit Ihrem Kundenkreis zu interagieren. Bieten Sie Ihre Hilfe an, wenn der Herr mit dem Rotweinfleck panisch auf Twitter nach einem Reinigungstrick sucht. Stellen Sie sich auf Foren und Plattformen in Ihrem Themenbereich als Experte zur Verfügung. Der Besitzer des ruinierten Teppichs mag als Kunde nicht für Sie in Frage kommen, weil er in Wien lebt und Ihr Onlineservice nicht nach Österreich reicht. Aber andere Personen werden Ihren Austausch verfolgen und Ihre Freundlichkeit und Professionalität in Erinnerung behalten. Sie werden die Inhalte auf Ihren Social Media-Profilen und Ihrer Website entdecken und an andere Personen weiterempfehlen, so dass Links erzeugt werden, die Ihre Sichtbarkeit steigern und Ihre Inhalte bei Google auf die erste Seite heben.

5. Inhalte richtig aufbereiten: Wie wär's mit einem Branchenlexikon?

Wie binden Sie die zusätzlichen Inhalte sinnvoll auf Ihrer Website ein? Vielleicht passt ja ein Branchenlexikon zu Ihrer Strategie. Gerade wenn es technisch wird oder eine Fachsprache gesprochen wird, können viele potentielle Kunden von einfachen Begriffserklärungen profitieren, zumal ein Lexikon Ihnen erlaubt, beliebig in die Tiefe zu gehen. Das Schöne daran: Diese Inhalte werden nicht nur von Ihren Lesern als mehrwertig empfunden, sondern erlauben Ihnen auch, eine Vielzahl von relevanten Keywords auf Ihrer Website zu verbauen - so werden Sie von Google besser indiziert. Sie können ein Lexikon als Nur-Text-Projekt aufbauen, jedoch auch nach Belieben Graphiken und Diagramme oder Videos einbinden. Ein YouTube-Video würde dann nicht nur auf Ihrer Website erscheinen, sondern automatisch auch über die YouTube-Suche direkt auf der Plattform von Interessenten gefunden werden.

Quellen

textbroker.de: Content Marketing aus Agentursicht

Björn Tantau: 6 Tipps für Content-Marketing

Markus Hövener: 5 kostenlose Recherche-Tools für Content-Marketing

Susanna Gebauer: Content-Marketing - Die Dos und Don'ts

Weitere Infos über Content Marketing in unseren Leitfäden:

Aufbereitung von Inhalten auf der Website:

Suchmaschinenoptimierung: Keywords finden und platzieren
Gewusst wie: Texten für die Website

Vom richtigen Keyword zum gelungenen Text:

Suchmaschinenoptimierung: Pressemeldungen schreiben

Die richtigen Inhalte an der richtigen Stelle streuen:

Linkaufbau für Google: Tipps für die Suchmaschinenoptimierung
Social Media Marketing: Diese Plattformen brauchen Sie
Online Reputation Management

Und wie funktioniert es bei Ihnen?

Was funktioniert bei Ihrem Content Marketing am Besten? Schicken Sie uns doch auf Google Plus, Twitter oder Facebook Ihre Tipps!

Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

Archiv

Der BIEG Newsletter

Immer auf dem Laufenden bleiben Sie mit unserem monatlichen Newsletter. Wir informieren Sie über aktuelle Veranstaltungen und unsere neuesten Leitfäden!