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Erst die Marke, dann der Content

12 Apr

(12. April 2017) April ist bei uns Storytelling-Monat! Deshalb dreht sich auch auf unserem Blog gerade alles um den großen Marketingtrend. Da Storytelling nun einmal Teil der Contentstrategie ist, haben wir als Auftakt Sonja Neidhardt, Geschäftsführerin der Fuldaer Marketingagentur COM.POSiTUM gebeten, uns das Thema mal am praktischen Beispiel nahezubringen. (an)


Wissen Sie schon, was Rhönschaf „Hilde“, Konrad Zuse und gutes Content Marketing gemeinsam haben?

Mann betrachtet unschlüssig verschiedene Social- und Internet-Icons
Bild: pixabay

„Nichts?“, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Wir beweisen Ihnen gerne das Gegenteil.

Content Marketing ist in aller Munde. Online und in renommierten Fachzeitschriften finden sich zahllose Beiträge zum Thema. Immer mit unterschiedlichen Schwerpunkten und durchaus kontroversen Ansichten. Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon ist mit dem Begriff die informierende, beratende und/oder unterhaltende Bereitstellung von Informationen in der Kundenkommunikation gemeint - mit dem Ziel, dass sich die Nutzer mit den Informationen überhaupt beschäftigen und im Idealfall virale Prozesse bewirkt werden. So weit, so abstrakt.

Für uns als Werbeagentur gehört Content Marketing für unterschiedlichste Kunden zum Tagesgeschäft. Dabei gibt es auch in diesem Bereich kein Erfolgsrezept, das auf alle Kundenbedürfnisse übertragbar wäre. Das wäre ja auch irgendwie langweilig, oder? Gutes Content Marketing ist vielmehr so unterschiedlich wie seine Zielgruppen.

Hilde, Konrad Zuse und Co.

Vor einigen Jahren haben wir für das Standortmarketing der Region Fulda eine Botschafter-Kampagne entwickelt, mit der seitdem für die Vorzüge der Region Fulda geworben wird. Ziel der langfristig angelegten Imagekampagne ist es, „Lebensqualität und Leistungsfähigkeit“ als entscheidende Merkmale der Region Fulda zu kommunizieren – an Touristen, potenzielle Arbeitnehmer, Investoren, aber auch die Menschen vor Ort. Gleichzeitig sind diese Zielgruppen aber selbst Botschafter (oder auch Influencer), die ihr Wissen und ihre Begeisterung weitertragen.

Aus der Region für die Region

Aufhänger für die Ansprache ist, wie sollte es anders sein, natürlich maßgeschneiderter Content.

Wussten Sie zum Beispiel schon, dass Konrad Zuse, der Erfinder des Computers, in der Region Fulda wirkte?

Oder wussten Sie, dass man nördlich der Alpen nur in der Rhön Snowkiten kann?

In Form solcher Frage-Antwort-Geschichten wird zu neun Themen (Markentreibern) fleißig Content verbreitet. Von Wirtschaft über Natur bis Kultur ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Die Fakten werden natürlich nicht wahllos gestreut. Verbindendes Element ist immer die Region Fulda und das Ziel, diese mit ihren Besonderheiten attraktiv zu machen. Deshalb ist auch „Hilde“ Teil der Content Marketing-Strategie. Denn: Hilde ist ein Rhönschaf, liebt duftige Kräuter und Sonne und ist außerdem international als königlich bekannt. Aber Achtung: Sie ist nur echt mit dem schwarzen Kopf.

Hinter der lockeren, aktivierenden Ansprache mit interessanten oder unterhaltsamen Stories über die Region steht eine Strategie, die auf einer Brandmeyer-Studie zu den Stärken der Marke „Region Fulda“ basiert. Voraussetzung für erfolgreiches Content Marketing ist also eine Marke, auf der der Content aufbauen und die er stärken kann. Und die wird im Fall der „Region Fulda“-Kampagne mit deren kleinsten gemeinsamen Nenner – dem KFZ-Kennzeichen „FD“ – visualisiert.

 

Print oder digital? – Hauptsache Fulda, äh Content!

Content Marketing ist, insbesondere durch verhältnismäßig preisgünstige Möglichkeiten der Veröffentlichung, vor allem im Online-Bereich angesiedelt. Websites, Blogs und Social Media werden ergänzt durch Videoplattformen oder Newsletter. Grundsätzlich ist Content Marketing aber in allen verfügbaren Medienkanälen umsetzbar. So eignen sich beispielsweise auch Broschüren, Radiospots oder Plakatwerbung als Content-Vermittler. Im Hinblick auf die Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe muss jeweils abgewogen werden, welcher Kanal mit welcher Strategie am besten geeignet ist. Stärker redaktionell ausgerichtete Kanäle stehen hier Dialog-Medien gegenüber. Ertrag und Kosten müssen sich in jedem Fall langfristig die Waage halten. Als Kontrollinstrumente können verschiedene Analyse-Tools eingesetzt werden.

Von der Website mit diversen Info- und Servicefunktionen über den „Fuldaer Rucksack“, der übrigens nicht nur ein Schimpfwort ist, bis hin zur viralen Verbreitung von Autoaufklebern mit dem einprägsamen „FD“ – in unserem Beispiel dienen alle Kanäle der Bekanntmachung der Region Fulda und langfristig zu deren Imagebildung.

Ausdauer ist bei der Umsetzung einer Content Marketing-Strategie übrigens eine Grundvoraussetzung – denn das Erreichen der gesetzten Ziele braucht oft Zeit. Der Weg führt vom ersten Like von Rhönschaf „Hilde“ auf Facebook über das Anbringen des Fuldaer Autoaufklebers, das regionale Geschenk an einen Bekannten bis hin zur Bereitschaft, selbst zum Botschafter der Region zu werden. Im Bereich des Content Marketing ist aber die kleinste Interaktion bereits ein Erfolg.

In diesem Sinne:

Wussten Sie schon, dass der zweitbeste Treppenläufer der Welt aus der Region Fulda kommt? Wussten Sie nicht??

Dann schauen Sie am besten gleich mal vorbei.

Apropos Content…

Sie wollen noch mehr wissen? Auf dem BIEG-Blog gibt’s über 150 Beiträge mit Tipps und Tricks zu allen Themen des Online-Marketings – und manchmal auch darüber hinaus. Stöbern Sie doch mal in unseren Blogtags für Content Marketing und Storytelling! (an)


Gastautor

Sonja Neidhardt
COM.POSiTUM Multimedia-Agentur GmbH

Sonja Neidhardt leitet seit über 10 Jahren die Fuldaer COM.POSiTUM Multimedia-Agentur GmbH, die ihren Schwerpunkt auf die Konzeption, Gestaltung und Programmierung von Internetpräsenzen legt. Neben der Erstellung und Betreuung von Websites gehören auch Webcontrolling, Suchmaschinenoptimierung und Mobile-Apps zu ihrem Kompetenzbereich.

http://www.compositum.de

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