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Internet-Trends 2016: Digitalisierung beginnt in den Köpfen

22 Feb
Foto vom Neujahrsgespräch des BIEG Hessen
Foto: BIEG Hessen

(22.02.2016) Der digitale Wandel verändert die Welt, alles wird schneller und komplexer, erklärte Professor Wolfgang Henseler, Gründer des digitalen Designstudios SENSORY MINDS aus Offenbach auf unserer Veranstaltung „Internet-Trends 2016“. Dort fanden sich am 28. Januar über fünfzig interessierte Unternehmer ein. Sie tauschten sich aus über den Megatrend Digitalisierung, im gemütlichen Ambiente der „Alten Wagnerei“ in Mühlheim am Main.

Henseler nahm die Teilnehmer zunächst mit auf eine spannende Zeitreise der Digitalisierung, die mit den ersten gelb-grauen Desktop-PCs incl. großen Floppys ca. 1980 begann. Es folgten Laptops (1990), Tablets (2010) – und schließlich das Internet der Dinge & Dienste, in dem alle Gegenstände des Alltags „PC“ sind. So richtig soll das aber erst 2030 der Fall sein, auch wenn der Experte bereits bis zum Jahr 2020 mit ca. 20 Milliarden konnektierten (via Internet vernetzten) Produkten rechnet. Wir sind gespannt!

4.0 ist die Versionierung, mit der diese ökonomische Etappe bezeichnet wird (Internet der Dinge & Dienste). Zur Erinnerung: 1.0 steht für das Zeitalter der Dampfmaschine, welches von der Massenproduktion 2.0 abgelöst wurde. Danach kamen PC und Internet mit 3.0. „Aber jetzt wird alles 4.0!“, erklärt Henseler und zeigt eine Folie mit mindestens dreißig Begriffen, darunter: Müll 4.0, Energie 4.0, Arbeit 4.0 und Journalismus 4.0. Gemeinsam haben diese Dinge, dass sie den Benutzer in den Mittelpunkt stellen, sich selbst kontrollieren – also weitgehend autonom agieren können – und natürlich vernetzt sind. Für den Erfolg entsprechender Produkte und Services sei es wichtig, dass sie den Menschen befähigen und entlasten, ihn dabei aber nicht entmündigen.

Insgesamt gehe es weniger um Produkte, vielmehr um Services als Systemkomponenten in digitalen Ökosystemen. Dies erfordere vor allem ein Umdenken bei Unternehmen. Digitalisierung sei eine mentale Transformation und beginne in den Köpfen. Im Kern drehe es sich um das Erfassen von Daten, dem anschließenden Auswerten und Nutzen dieser Daten für Smarte Dienste.

Professor Dr. Gerald Lembke, Studiengangsleiter für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Mannheim und zweiter Redner des Abends beleuchtete einige Schattenseiten der digitalen Entwicklung. Zum Beispiel mache Facebook neidisch, depressiv und unzufrieden. Und der ständige Blick aufs Handy führe zumindest für den Fahrer im Auto zu einer ähnlichen Verkehrsuntüchtigkeit wie bei 0,8 Promille. Für Lembke sei es vor allem die Ambivalenz, die den digitalen Wandel kennzeichne: „Der Mensch ist online, und zugleich nervt es ihn.“

Online-Marketing-Tag 2016

Unser nächstes Neujahrsgespräch findet zwar erst wieder im Januar statt, aber das heißt nicht, dass Sie lange auf die nächsten News zum Thema Internettrends warten müssen: Beim Online-Marketing-Tag 2016 am 5. Juli in der IHK Frankfurt am Main wird sich alles um die wichtigsten Entwicklungen im Online-Marketing speziell für kleine und mittlere Unternehmen drehen. Nicht verpassen!

 

 

Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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