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Online-Marketing: Alles bleibt anders!

20 Jun
Bild: Tumisu / Pixabay

(20. Juni 2017) Einen Blick in die Kristallkugel wünscht sich jeder Unternehmer. Wüssten wir, wie die Welt von morgen aussieht, könnten wir unser Unternehmen perfekt vorbereiten: mit passenden Services, sinnvollen Budgets und entsprechenden Mitarbeitern. Leider, leider sieht die Realität anders aus. Ein Teil der Unternehmen kümmert sich zwar um seine Strategie, hat aber Probleme, die zukünftige Entwicklung zu antizipieren. Der andere Teil sitzt im Tagesgeschäft fest und denkt nicht einmal über das Thema nach.

Auf das Online-Marketing übertragen, ist das keine leichte Aufgabe. Im Wust der Online-Marketing-Möglichkeiten muss der richtige Mix gefunden werden. Welche Instrumente setzen wir ein? Welche lassen wir weg? Hier die Prioritäten entsprechend zu ordnen, ist die Herausforderung an Entscheider: eine klare Strategie, passende taktischen Maßnahmen und ein System der Erfolgskontrolle für mögliche Kurskorrekturen zu etablieren. „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung“, wusste schon von Moltke. Ich weiß, der Vergleich hingt, aber in der Marketingplanung ist es ähnlich: Halten Sie nicht stur an Ihrem Plan fest, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Bleiben Sie agil!

Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Überlegungen ist der Kundennutzen. Den digitalen Kunden zu verstehen, ist die Voraussetzung, um überhaupt neue und bessere (Marketing-)Services entwickeln zu können. Vielen Unternehmen fehlt die Denkweise, die den Kunden und seinen Nutzen in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen. Im Marketingsprech heißt das „customer centricity“. Der Kunde steht im Mittelpunkt. Je besser wir seine Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen kennen, desto besser können wir unsere Produkte, Dienstleistungen und unser Marketing maßschneidern. Der technische Fortschritt bietet uns hier mehr Möglichkeiten, verändert aber nicht den Kern des Menschen.

Blick durch die Kundenbrille

Verstehen Sie Ihren digitalen Kunden? Analysieren Sie sein Nutzungsverhalten? Wissen Sie, wie er sein Smartphone nutzt und mit welchen Diensten er sich informiert und kommuniziert? So lassen sich leichter Wünsche und Bedürfnisse ableiten. Denken und entwickeln Sie für maximale Nutzen- und Lösungsorientierung mit der Kundenbrille: Was ist das elementare Bedürfnis meines Kunden? Braucht es dazu ein Produkt? Oder vielleicht einen Service?

Kunden mögen es einfach. Es geht um „convenience“, zu Deutsch Bequemlichkeit. Insofern bleibt auch hier alles beim Alten, denn Menschen waren schon immer so: Wir möchten Energie sparen. Mit dem digitalen Wandel können wir dies besonders gut, weil nicht Produkte im Vordergrund stehen, sondern die schnelle Lösung eines Problems.

Denken Sie digital

Digitalisierung im Marketing beginnt in den Köpfen! Sorgen Sie für entsprechend (junge) Mitarbeiter, auch um konkretes Fachwissen aus der Onlinewelt aufzubauen und die Anforderungen der Digital-Branche besser zu kennen. Sie brauchen mindestens eine „digitale Rampensau“! D.h. einen besonders internetaffinen Menschen ab Generation Y (geboren zwischen 1980 bis 1999). Damit einhergehen muss auch ein Kulturwandel: abteilungsübergreifende Teams, individuelle Freiräume, agile Arbeitsweisen etc.

Was die Zukunft an neuen Marketingmöglichkeiten, Services und technischen Entwicklungen bieten wird, lässt sich nicht genau vorhersagen. Aber eins ist sicher: Der Mensch wird derselbe bleiben: Ein bequemer, nutzenmaximierender Energiesparer!

Leitfäden des BIEG Hessen

Aber wo anfangen? Als erstes brauchen Sie eine gangbare Online-Marketing-Strategie bzw. Digitalisierungsstrategie. Wenn Sie die noch nicht haben oder verbesserungswürdig finden, fangen Sie am besten mit unserem Leitfaden an: In fünf Schritten zur digitalen Marketingstrategie.

Viel Erfolg!



Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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