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So finden Sie die passende Internetagentur: Nachbericht des Online-Marketing-Tags 2016

19 Jul

(19.07.2016) Die Auswahl der richtigen Internetagentur war eines der großen Themen auf dem 12. Online-Marketing-Tag. Wie in den Jahren zuvor trafen sich in der IHK Frankfurt über 400 Teilnehmer, um sich über die neuesten Entwicklungen im Online-Marketing auszutauschen.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Foto: Jochen Müller

„Ich bin gut im Bett!“ bekommen Sie zwar nicht von Ihrem Dienstleister zu hören, aber „Wir sind sehr kompetent!“ ist im Grunde das Gleiche, erklärt Nils-Peter Hey, Fischfell Strategieberatung (München). Wenn Sie so etwas hören, sollten Sie die Beine in die Hände nehmen und rennen! Nein, die Dienstleisterauswahl ist keine leichte Aufgabe. Die Chemie muss stimmen, Vertrauen und Know-how sollten vorhanden sein, in räumlicher Nähe gelegen und in günstig. Ok, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Aber Auftraggeber können einiges tun, um das Risiko einer Fehlentscheidung zu senken.

 

Zunächst kommen Sie nicht drum herum, eigenes Know-how aufzubauen. Schon alleine deswegen, um in den vielen Begriffen des Online-Marketings sattelfest zu werden: Schließlich darf es zu keinen Missverständnissen in der Zusammenarbeit mit der Agentur kommen.

Testen Sie Ihren Dienstleister und fragen Sie ihn nach dem Unterschied zwischen Marketing und Werbung. Wenn er hier ins Stocken gerät, ist das kein gutes Zeichen, warnt Hey. Die Fragen sollten aber nicht nur von Ihnen kommen. Ein Berater, der viele Fragen stellt, sei ein guter.

Von Referenzlisten hält der Markenexperte wenig: „Da steht aufgrund des Geflechts an Subunternehmern bei Frankfurter Agenturen eh immer Deutsche Bank und bei Münchener Agenturen BMW drin“. Besser sei es, direkt bei den Referenzen anzurufen und zum Beispiel nach der Qualität der Zusammenarbeit zu fragen: Was ist nicht so gut gelaufen? Wo gab es Probleme? Wenn es dann soweit ist und Sie ein Angebot erhalten, sollten darin sämtliche Details enthalten sein.

Ein Pauschalpreis sei wenig hilfreich. Sie brauchen Transparenz: Welche Tätigkeit verschlingt bei welchem Stundensatz wie viel Geld? Im Projekt sollten Sie sich viel Zeit für die Abstimmung nehmen. Vermeiden Sie Hektik - die führt nur zu Problemen. Und betrachten Sie das Projekt als Findungsprozess. Sie können vorher nicht genau wissen, was Sie wie brauchen.

Zu guter Letzt rät Hey, Entwürfe nicht per E-Mail entgegenzunehmen. Die sollten immer persönlich besprochen werden. Und bloß nicht die Gestaltungsleistung aus dem Kontext gerissen Dritten zeigen à la „Ich stimme das mit meiner Frau ab.“ Das nimmt nie ein gutes Ende!

 

YouTube, Facebook, Instagram

Foto: Jochen Müller

Der Online-Marketing-Tag berichtet regelmäßig über Trends und Entwicklungen, die auch für kleine und mittlere Unternehmen große Bedeutung haben. Einer dieser Trends ist YouTube. Die Videoplattform ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine neben Google. Über eine Milliarde Besucher tummeln sich dort Monat für Monat, und pro Minute werden 400 Stunden Videos hochgeladen. Und wo sich Kunden tummeln, dürfen Unternehmen nicht fern sein. YouTube bietet im Gegensatz zu Facebook Lösungen für Probleme an: Wie wird eine Krawatte gebunden? Welche Zutaten benötige ich für ein bestimmtes Gericht? Oder: Was sind die Stolpersteine im E-Mail-Marketing? Daher sind Unternehmen gut beraten, bei der Wahl Ihres Content-Angebots auf YouTube die Kundenbrille aufzusetzen und sich zu fragen, welche Probleme die eigenen Kunden haben.

Im Gegensatz zu YouTube bietet Facebook mit seinem linearen Stream an Mitteilungen eher Inspiration. Auf dieser Plattform erwartet der Besucher mehr Entertainment. Die Nutzer wollen sich ausdrücken.

Das Facebook 2017 ist Instagram, meint Jan Firsching, Brandpunkt (Berlin). Täglich werden dort 95 Millionen Fotos veröffentlicht. Das sind sogar mehr als bei Facebook. Und 300 Millionen Nutzer vergeben dort täglich 4,2 Milliarden Likes. Interessant ist dabei das Thema Influencer Marketing. Die Influencer dieser Plattform - sog. Instagrammer - dokumentieren dort Ihren Alltag. Im Zuge dessen werden auch Produkte gezeigt. Das ist keine Schleichwerbung, denn die ist auch im Internet verboten.

Instagramer kennzeichnen entsprechende Posts mit Hashtags wie: #Ad #Werbung #Promoted #Sponsored. Die bekannteste deutsche Instagrammerin ist Pamela Reif. Ihr Account dreht sich ausschließlich um Fitness und Mode. Fünf bis sieben Mal die Woche postet die Neunzehnjährige Fotos von sich selbst. Mit jedem Foto bekommt sie von ihren über zwei Millionen Followern im Schnitt 80.000 Likes. Möchten Unternehmen mit Instagrammern zusammenarbeiten, empfiehlt Firsching eine lange Partnerschaft. Dies sei vor allem für kleine und mittlere Unternehmen interessant, so könne der Instagrammer mit dem Unternehmen wachsen. Bereits erfolgreiche Instagrammer zu engagieren sei mitunter kostspielig. Vier- oder gar fünfstellige Geldbeträge pro Post seien keine Seltenheit.

#OMT16 kurz und knapp

Sehen Sie sich an, wie es war:



Online-Marketing-Tag – auch nächstes Jahr wieder!

Weitere Themen auf dem Online-Marketing-Tag waren Suchmaschinenoptimierung, Websiterelaunch und die Trends im Online-Marketing. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr statt und wird über unseren Newsletter angekündigt.


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