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YouTube für Unternehmen im Überblick

06 Jul

Starten wir mal mit einem beeindruckenden Zahlengewitter zur weltweit größten Videoplattform YouTube:

  • YouTube wurde 2005 für 1,65 Milliarden US-Dollar von Google gekauft
  • Nach Google ist die Videoplattform die zweitgrößte Suchmaschine
  • Mit knapp zwei Milliarden aktiven monatlichen Nutzern ist YouTube die zweitbeliebteste Social Media-Plattform
  • Bei den 18 bis 49 Jährigen sehen sich 8 von 10 Personen monatlich Videos auf YouTube an
  • In der selben Altersgruppe werden mit YouTube mehr Personen erreicht, als mit Nachrichtensendern und Kabelfernsehen
  • 85 Prozent aller Unternehmen nutzen Videomarketing
  • Für 92 Prozent der Unternehmen ist es ein wichtiger Teil im Marketing-Mix
  • 95 Prozent der Unternehmen planen, ihre Ausgaben für Video zu erhöhen
  • Jede Minute werden auf YouTube weltweit 4,5 Millionen Videos angeschaut
  • YouTube ist für 37 Prozent des kompletten mobilen Internettraffics verantwortlich

Video-Marketing hat massiv an Popularität gewonnen und ist seit den 90ern (oh, waren die schön ;-) vom Fernsehen immer mehr in das Internet gewandert. Doch viele Unternehmen wissen nicht, wie sie Video für ihr Wachstum nutzen, erklärt Jens Neumann, Geschäftsführer der Videomarketing Agentur playbook360 aus Bremen und ausgewiesener Kenner der Szene mit über 20 Jahren bestehender Kompetenz im Bewegtbild- und Video-Marketing.

Weshalb YouTube?

Laut Neumann gebe es gute Gründe für Unternehmen, sich auf YouTube mit einem eigenen Kanal zu engagieren. Wer auf YouTube erfolgreich sei, sei auch im Internet erfolgreich. Allein für den mobilen Traffic im Internet sei die Videoplattform zu 37 Prozent verantwortlich. Aber es gibt noch weitere Vorteile:

  • Videomarketing verbessert die Sichtbarkeit von Marken. Google und YouTube können ganze Videos auslesen, also nicht nur Headline und Beschreibung.
  • Videos bleiben bei ihren Betrachtern besser im Gedächtnis.
  • Videos bauen eine stärkere emotionale Bindung auf und transportieren Emotionen besser als Texte oder Bilder.
  • Wer auf YouTube aktiv ist, zeigt damit eine hohe soziale Kompetenz, denn es kann geliked, geshared und kommentiert werden.
  • Die Konversionsrate ist überdurchschnittlich hoch.
  • Kundenbindung durch Informations- und How-To-Content

Für Betrachter auf der anderen Seite, gibt es verschiedene Anreize, um einen YouTube-Kanal zu besuchen bzw. zu abonnieren. Die Top Five sind:

  • Informationsangebot
  • Marken-/Produktsympathie
  • Unterhaltung und Spaß (schwieriges Feld)
  • Zugang zu Discounts
  • Identifikation mit der Marke

Was ist denn eigentlich Videomarketing?

Streng nach Definition: „Videomarketing ist die systematische Verteilung von Videoinhalten über verschiedene Kanäle zur Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen von Unternehmen oder Einzelpersonen.“

Fragen Sie sich als erstes:

  • Was ist mein Ziel?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Welche Kanäle brauche ich, um zu „verteilen“?
  • Welche Zeitplanung brauche ich in der „systematischen Verteilung“?
  • Welche Formate funktionieren?
  • Welches Budget habe ich?

Es gebe tolle Produzenten, die wunderschöne Imagevideos produzieren, die Unternehmen sich dann aber fragen: „Wieso habe ich denn da nur 50 Views drauf?“. Imagefilme funktionieren auf YouTube nicht. „Niemand sucht auf YouTube nach Deinem Imagefilm.“, erklärt Neumann. „Wichtig ist, dass Sie aufhören werblich zu denken. Marken müssen wie YouTuber denken: Welcher Content wird im Umfeld der Unternehmensmarke gesucht? Teach, don’t sell!“ Gut geeignet sind:

  • How-To-Content: Wie funktioniert das? Wie muss ich das machen?
  • Comedy: Anspruchsvoll, aber stark nachgefragt
  • Produktinfos: Nicht die Werbung, sondern die Inspiration mit den Produkten

Wie oft sollten Unternehmen Videos veröffentlichen?

Am besten so oft wie möglich. YouTube empfiehlt den täglichen Upload. Einige Unternehmen schaffen es aber nur wöchentlich, oder gar monatlich. Das hängt natürlich ganz maßgeblich von den vorhandenen Ressourcen ab.

Tipp

Zur Streuung eines Videos sei es laut Neumann besser, dieses auf den unterschiedlichen Kanälen wie Facebook, Instagram etc. nicht zu verlinken – schließlich wollen die User auf ihrer Plattform bleiben. Zudem seien die Plattformen sehr unterschiedlich. Auf YouTube werde gesucht (lean foreward), auf Facebook oder Instagram werde eher gestöbert (lean back). Besser sei, es nativ hochzuladen, noch besser: für jeden Kanal unterschiedliche Videos anzubieten. Zum Beispiel auf YouTube ein How-To-Video, auf Facebook ein Behind-the-Scenes-Video und auf Instagram ein Wie-sind-wir-eigentlich-auf-die-Idee-gekommen-Video.

YouTube ist ein Marathon. Kein Sprint! Mal eben Erfolg auf YouTube zu haben, funktioniert nicht. Unternehmen müssen in Zeiträumen von drei, sechs oder 12 Monaten denken, empfiehlt Neumann weiter.

Sie haben noch Fragen?

Weitere Antworten und Ideenanregungen zum Thema finden Sie in den Aufzeichnungen der Online-Seminarreihe YouTube. Schnell downloaden:

    Daniel Weichert
    Fachlicher Leiter

    Seit 15 Jahren berate ich Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. Meine thematischen Schwerpunkte sind Online-Marketing, E-Commerce und Social Media. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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