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Erfolgreicher mit Facebook-Werbung: Nachbericht unseres Seminars

14 Mär
Foto: BIEG Hessen

(14.03.2016) Facebook als reichweitenstärkstes soziales Netzwerk in Deutschland hat sich von der Austauschplattform von Selfies zu einem professionellen Werbemedium entwickelt und zählt heute weltweit zu den effizientesten Plattformen für Online-Marketing. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben hier die Möglichkeit für kleines Geld mit großer Reichweite entweder in Eigenregie oder mit Hilfe einer Agentur effektiv zu werben.

Ulrike Katz, Online-Marketing Profi von der Agentur „justZarges“  in Frankfurt, führte am 17.02.2016 beim BIEG-Seminar in der IHK Hanau rund 100 Teilnehmer durch die Vorteile der Werbewelt von Facebook. „Während die Facebook-Nutzer ihre Nachrichten von Familie und Freunden lesen, sehen sie gleichzeitig die Facebook-Werbeanzeigen und je nach Grad der „Facebookisierung“ eines Nutzers sind die jeweiligen Werbeanzeigen dann auch speziell auf ihn zugeschnitten“, startet Ulrike Katz ihren Vortrag. Mit den Informationen, die jemand in seinem Facebook-Profil über sich, seine Interessen und Vorlieben präsentiert, kann Facebook ihn bestimmten Zielgruppen für Werbeanzeigen zuordnen. Die soziale Komponente ist im Vergleich zu anderer Online-Werbung dabei ein besonderer Verstärker: Je mehr von seinen Freunden das beworbene Produkt gefällt, desto eher wird es auch dem speziellen Nutzer vorgestellt.

Angezeigt werden die Werbeanzeigen auf mobilen Geräten im Newsfeed sowie in der Desktopansicht auch in der rechten Spalte. Die Werbung kann ein spezielles Angebot, ein externer Link, ein Video oder ein Veranstaltungshinweis sein, wichtig ist hier auch die Bildersprache gut zu beherrschen. Mit einer “Carousel Ad“ können Produktvarianten sogar in mehreren Bildern gleichzeitig gezeigt werden. „Regional lassen sich Gutscheinaktionen sehr gut ausspielen, vorausgesetzt, dass auch Ihre Mitarbeiter über den gerade beworbenen Gutschein im Bilde sind,“ verrät Ulrike Katz mit einem Augenzwinkern und erklärt: „Wenn Sie Ihre Seite auf Facebook neu anlegen, beachten Sie, dass Sie auch eine spezielle Unternehmensseite erstellen, denn die normalen Personenseiten können das Werbefeature von Facebook nicht nutzen.“

Eine Facebook-Kampagne erstellen

Der kostenlose Unternehmensauftritt ist auf Facebook in wenigen einfachen Schritten einzurichten. Dann kann nach Erstellung des Werbekontos mit der ersten Kampagne gestartet werden. Sinnvoll ist es, den „Werbeanzeigenmanager“ zu nutzen, ein Umsteigen auf den nur unter dem Browser „Chrome“ aufzurufenden Powereditor kann bei Bedarf und mit mehr Erfahrung erfolgen, um eine größerer Anzahl unterschiedlicher Werbekonten zu verwalten. 

Wichtig für jede Kampagne auf Facebook ist immer, ein klares Ziel zu bestimmen: Sollen zum Beispiel mehr Nutzer die Website des Unternehmens besuchen? Soll die Installationsrate der neuen App des Unternehmens erhöht werden, oder sollen mehr Kunden in den stationären Laden gelockt werden? Vielleicht möchten Sie auch Ihren Umsatz im Onlineshop um eine gewünschte Prozentzahl steigern?

Wenn das Ziel klar ist, geht es im Werbeanzeigenmanager auf der Ebene der Werbeanzeigengruppen weiter.  Zunächst werden die geeigneten Anzeigentypen ausgewählt und gestaltet, indem Texte und Bilder auf die geplante Zielgruppe abgestimmt werden. Insgesamt sollte der Textbaustein maximal 20 Prozent der Anzeige umfassen und die Bilder sollten optimal auf die Kernaussage zugeschnitten sein. Unabhängig ob ein Video oder ein anderer Anzeigetyp gewählt wird, ist es wichtig mit dem „Call to Action“  deutlich zu sagen, was der Kunde machen soll.

Nachdem die Platzierung ausgewählt ist, wird die Zielgruppe festgelegt. Kriterien wie Wohnort auf dem Land oder in der Stadt, Alter, Geschlecht und Beziehungsstatus beeinflussen die Gruppenauswahl genauso wie Interessen und Kategorien oder Verbindungen und Freunde von Fans. Auch die Wahl der Sprache ist ein wichtiger Parameter zur Zielgruppendefinition, gerade wenn bestimmte ethnische Gruppen erreicht werden sollen.

Budget festlegen

Für eine entsprechende finanzielle Planungssicherheit sorgen zwei unterschiedliche Budgetformen, entweder das Tagesbudget, das einen festen Betrag pro Tag einsetzt oder das Laufzeitbudget, bei dem eine Summe für eine vorher definierte Laufzeit, zum Beispiel 7 Tage, ausgegeben wird. Hierbei kann der Betrag pro Tag, je nach Abrechnungsmodus von Facebook variieren. Ist das verfügbare Budget aufgebraucht, wird die Werbeanzeige von Facebook automatisch gestoppt. Als Tipp für den Anfang verrät Ulrike Katz: „Wenn Sie das flexiblere Laufzeitbudget verwenden, erreichen Sie eine gleichmäßigere Streuung Ihrer Werbung.“ Abgerechnet wird je nach Wahl entweder nach Kosten pro Klick (CPC) unabhängig von der Einblendungsrate oder nach Kosten pro 1000 Einblendungen der Werbung, bei der die Anzahl der Klicks dann irrelevant ist.

Bei beiden Abrechnungsarten kann der Werbetreibende auch Gebote abgeben, wieviel er pro Klick oder eben pro 1000 Einblenden zu bezahlen bereit ist. Je nach Gebot schaltet Facebook die Anzeigen häufiger oder weniger häufig, ähnlich wie bei einer Auktion.

Erfolgsmessung

„Steigen Sie nicht mehr mit einem Blumenstrauß ins Online-Marketing ein, sondern wenden Sie die einzelne Blüte gezielt an, illustriert Ulrike Katz. Für Sie als Online-Profi wird es jetzt erst interessant, denn mit entsprechender Erfolgsmessung in Echtzeit können die Kampagnen optimiert und die gesetzten Ziele besser erreicht werden. Laufende Kontrolle und Optimierung ist bei Facebook wichtig, weil eine Kampagne erst dann erfolgreich ist, wenn Kennzahlen stimmen und damit die Kosten niedrig sind, die Reichweite hoch, die Anzahl der Einblendungen hoch und das Verhältnis zwischen Klicks und Einblendungen ebenfalls hoch ist. „Erzielen Sie bei Facebook-Werbung eine Conversionrate von vier bis fünf Prozent, dann ist das sehr gut“, erstaunt Katz das Publikum und macht damit direkt Lust, mit einem kleinen, überschaubaren Budget, die ersten Schritte mit Facebook Ads zu wagen.

Social Media Day 2016 am 30. November in der IHK Frankfurt am Main

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Gastautor

Maren Brühl

Maren Brühl-Standfest ist seit 2010 Referentin für Informations-und Kommunikationstechnologie bei der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Dort befasst sie sich mit den Themen Online-Marketing, IT-Sicherheit und Digitalisierung und berät kleine und mittlere Unternehmen.

http://www.hanau.ihk.de

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