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In der Krise auf Sparkurs: Social Media für kleine Budgets

06 Apr
Social Media Budget

Die Krise hat die meisten Unternehmen voll erwischt. In der aktuellen Situation geraten viele Unternehmen in finanzielle Engpässe. Meist werden dann Einsparungen in Bereichen wie Marketing gemacht – auch wenn das oft nicht ganz zielführend ist. In unserem Blogbeitrag vom 26. März hat Corina Heinz bereits hilfreich beschrieben, wie Facebook, Instagram und Co. in der Krise sinnvoll genutzt werden können. Diese Aktionen funktionieren unkompliziert und schnell. Für aufwendige Social Media-Kampagnen mit großer Reichweite haben Unternehmen aber aktuell kaum freies Budget. Somit stellt sich die Frage, wie Kampagnen auch mit limitieren Mitteln erfolgreich funktionieren können.

Ohne Illusionen: Wie es mit wenig Budget NICHT funktioniert

Um zu verstehen, welche Strategien bei geringen Kosten erfolgversprechend sind, hilft es, sich vor Augen zu führen, wie es mit sehr wenig Budget nicht funktionieren wird. Machen wir uns nichts vor: Es ist absolut unrealistisch ein Video zu erstellen, das viral durchs Netz geht und auf diese Weise eine sehr hohe Reichweite erzielt. Solche Videos müssen inhaltlich so gut gemacht sein, dass die Produktion einfach sehr, sehr viel Geld kosten wird. Ziel sollte es also nicht sein, eine virale Kampagne zu verfolgen. Falls ein Post sich trotzdem ganz von alleine verbreitet, ist das ein toller Effekt, der zufällig erreicht wird. Entscheidend ist aber eine Social-Media-Strategie die realistische Ziele verfolgt, ohne Geld aus dem Fenster zu werfen.

 

Das ist auch der Grund, warum Experten raten, für erfolgreiches Social Media Marketing Geld in die Hand zu nehmen, in Social-Media-Anzeigen zu investieren und sich damit Reichweite zu kaufen. Covid-19 verbreitet sich ganz von alleine – nicht aber Ihr Social-Media-Post.

 

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Was also tun, wenn fast alle Maßnahmen, die von Experten empfohlen werden, mit kleinem Budget nicht funktionieren können? Stecken Sie auf keinen Fall den Kopf in den Sand – halten Sie sich an diese Punkte:

1.       Nicht irgendetwas posten

Bevor Sie jetzt den Rückschluss ziehen, dass sich der ganze Aufwand für Social Media unter diesen Annahmen ohnehin nicht lohnt, und deshalb irgendetwas oder gar nichts mehr posten – bitte nicht. Soziale Medien spielen – besonders in der aktuellen Krise – eine große Rolle. Die Kommunikation verlagert sich immer weiter in die sozialen Netzwerke.

 

2.       In die Strategie investieren

Wenn für Social Media ein sehr limitiertes Budget vorhanden ist, sollten Sie sich umso genauer überlegen, wie die verfügbaren Ressourcen ganz gezielt eingesetzt werden können. Hierbei gilt: nicht an der Strategie sparen. Sie können es sich schließlich auf keinen Fall leisten, Aufwand und Geld in eine Kampagne zu stecken, die nirgendwo hinführt. Es geht darum, in sehr zielgerichtete Maßnahmen zu investieren.

 

3.       So viel wie möglich selbst machen

Sehr viele Einsparungen können zum Beispiel bei Fotograf oder Videobearbeitung gemacht werden. Die Posts werden dann zwar nicht besonders professionell wirken, dafür aber umso authentischer. Welche Aufgaben man selbst bewältigen kann und welche Tätigkeiten lieber vom Dienstleister erledigt werden sollen, muss jeder letztendlich selbst entscheiden. Haben Sie zum Beispiel ein gutes Händchen für Fotos und Videos, kennen sich aber mit den Tools zur Bearbeitung der Inhalte und dem Erstellen von Grafiken nicht aus, vergeben Sie letztere Aufgabe lieber an die Profis. Experten können das schließlich viel schneller und sind viel effizienter. Was häufig sehr gut intern selbst erledigt werden kann, ist das Kommentieren der Posts und das Beantworten der Fragen, also das Community-Management.

 

4. Gezielte Kostenplanung

Bei einem begrenzten Budget sollten Sie generell eine gute Budgetplanung machen, um unerwartete Kosten so gut es geht zu berücksichtigen und die verfügbaren Mittel bestmöglich einzusetzen. Bei der Kostenplanung für Social-Media-Kampagnen sollte generell zwischen den tatsächlichen finanziellen Mitteln und den internen Personalkosten, also den Kosten beim zeitlichen Einsatz von Mitarbeitern unterschieden werden.

In einer Social Media-Budgetplanung sollten folgende Posten enthalten sein:

  • Content Creation (der Inhalt selbst)
  • Kosten für Ads (Anzeigekosten)
  • Interne Personalkosten
  • Dienstleistungskosten (für Agentur/Marketing Dienstleister)
  • Kosten für Tools (z.B. Photoshop, Analysetools)
  • Sonstiges (z. B. Rechtberatung, Influencer)

 

Machen Sie also trotz kleinem Budget das Beste daraus. Mit ausreichend Budget kann das schließlich jeder. Es ist eine Chance sich in schwierigen Zeiten zu beweisen.  

Hilfreiche Informationen gibt es außerdem in unseren Leitfäden.

 

Direkt zu Social Media Leitfäden

 

 

 

Autor

Lisa Bier

Die Welt der kleinen und mittleren Unternehmen lernte ich bereits im Studium der Betriebswirtschaft kennen, bevor ich praktische Erfahrung im Marketing von KMU gesammelt habe. Im Masterstudium der Sozial- und Kommunikationswissenschaften habe ich mich im Anschluss intensiv mit Unternehmenskommunikation beschäftigt.

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