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Neulich beim Social-Media-Check: Erst die Hausaufgaben, dann Social Media!

10 Mär
© imaginando - Fotolia.com

(10.03.2015) Leider ist es die bittere Wahrheit: Social Media kann nur funktionieren, wenn das Geschäftsmodell sitzt! Fragen zur Positionierung oder zu den Produkten müssen vom Unternehmen blitzschnell beantwortet werden können. Der Idealfall wäre der erfolgreiche "Elevator-Pitch": In 60 Sekunden überzeugen, begeistern und verkaufen. Natürlich ist es auch okay, wenn es ein bisschen länger dauert. Zum Beispiel, um erklärungsbedürftige Produkte an den Mann oder an die Frau zu bringen.

Aber auf Nachfrage sollte schon klar werden, was das Unternehmen verkauft, anbietet oder womit es sein Geld verdient. Ist das nicht der Fall, hat Houston ein Problem. Und nicht nur Houston! ;-)

So geschehen bei unserem letzten Social Media-Check. Geladen war eine Angestellte eines international tätigen Unternehmens. Sie war die Kommunikations-Verantwortliche. Bevor es in unseren Social Media-Checks um das eigentliche Thema geht - also die Analyse der Social Media-Strategie und Bewertung der operativen Umsetzung - möchten wir das Geschäftsmodell verstehen: Was bieten Sie an? Wer sind Ihre Kunden? Welche Stärken haben Sie? Und was soll ich sagen - da hat es leider schon gehakt! Die Dame konnte uns - bei aller Mühe - nicht erklären, wie sich das Unternehmen positioniert hat und in welchem Bereich das Geld verdient wird und verdient werden soll. „Das weiß die Geschäftsführung auch nicht so richtig“ machte es nicht besser.

Schnell war klar, der Schuh drückt woanders, Social Media ist nicht das Problem. Vielmehr müssen zunächst die Hausaufgaben in Sachen Geschäftsmodell und Positionierung gemacht werden. Erst wenn die Unternehmensziele klar sind, können Social Media-Ziele abgeleitet und daraus eine Strategie samt Schlachtplan für die operativen Maßnahmen entwickelt werden. Vorher ist Social Media Stochern im Nebel.

Und so wurde in den 45 Minuten für den Social Media-Check weniger über Facebook & Co. gesprochen, sondern mehr über die Themen Kernprodukte, Personas und Positionierung. Zugegeben, das war eher ein Härtefall! Aber die Message lautet: Ein schlechtes Produkt (in diesem Fall das Geschäftsmodell) wird mit Social Media nicht besser. Erst die Hausaufgaben, dann Social Media!

Wie funktioniert Social Media Marketing?

Für weitere Infos zum Thema soziale Netzwerke, werfen Sie einen Blick auf den Beitrag von voriger Woche: Wie funktioniert Social Media Marketing? Browsen Sie das Social-Media-Tag auf unserem Blog oder lesen Sie unsere Social-Media-Leitfäden. Und nicht zuletzt: Besuchen Sie unseren kostenfreien Social-Media-Check und holen Sie sich Feedback zu Ihrer Strategie!

Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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