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Rettungsweste Social Web – wie Facebook, Instagram & Co. in der Krise helfen

26 Mär

COVID-19 verändert unser tägliches Leben enorm und viele kleine Unternehmer sind kurz vor dem „ertrinken“.  Geschlossene Läden, keine Kunden, kein Umsatz. Während das reale Leben stillsteht, verlagern unsere Kunden ihr Leben und ihre Kommunikation in die sozialen Medien.  

3 Tipps, wie Sie Facebook, Instagram und Co. in der Krise nutzen können:

1) Transparenz und Sympathie

Viele Kunden wissen nicht, ob und wie Unternehmen erreichbar sind oder ob Dienstleistungen und Produkte noch angeboten werden. Kommunizieren Sie dies auf all Ihren sozialen Kanälen. Seien es geänderte Geschäftszeiten, veränderte Kontaktdaten durch Home Office-Mitarbeiter oder ein verändertes Portfolio durch die Krise. Das BIEG Hessen beispielsweise berät aktuell nicht Face2Face, aber Ear2Ear am Telefon. Denken Sie immer daran: Ihre Kunden sind genauso verunsichert wie Sie und dankbar für jede Information.

2) Dialog und Support

Treten Sie mit Ihren Kunden in den Dialog. Ob Facebook Messenger, Instagram Storys oder beispielsweise durch den Einsatz von WhatsApp als Servicekanal (klären Sie zur Sicherheit ab, inwieweit Sie das aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen). Fragen Sie nach den Problemen Ihrer Kunden und bieten Sie dafür Lösungen an.  Vielleicht können Kunden via WhatsApp bestellen (Beispiel Weinraumwohnung Mainz),  vielleicht bieten Sie einen Abholort für Ihre Waren an (Beispiel Buchhandlung in Fulda), Sie beraten via Screensharing oder bieten wie die Frankfurter Äppelwoi-Kneipe „Der Lahme Esel“ ihre Speisen im Drive-In an. Nettes kreatives Beispiel: Sogar die Beichte können Gläubige in den USA schon im „Drive-In“ ablegen. Was auch immer Sie außerhalb des Erwartbaren anbieten –  Ihre Kunden sollten es wissen, also posten Sie es!

(Auch in Zeiten der Krise gilt leider: Mit Budget erhöhen Sie enorm Ihre Reichweite. Lesen Sie hier, wie Sie Facebook Werbeanzeigen nutzen können)

In Krisenzeiten ist es erlaubt nicht nur über die Nöte der Kunden, sondern auch über Ihre eigenen Existenzängste zu sprechen. Zeigen Sie Ihren Kunden welche Unterstützung Sie brauchen! Die Initiative „Heimatliebe Wiesbaden“  macht es möglich, regionale Bars und Restaurant aktuell finanziell zu unterstützen, indem Kunden jetzt einen Gutschein bei ihrer Lieblingsbar  kaufen, den sie zu einem späteren Zeitpunkt einlösen können. Rufen Sie Ihre Fans und Follower zur Solidarität auf und nennen Sie ihnen mögliche Beispiele, wie Ihnen geholfen werden kann.

3) Abverkauf

Gerade kleine Unternehmen stehen vor existentiellen Bedrohungen. Das Lager voll, aber wohin mit den Produkten? Der Schritt zum Onlinehandel ist da nicht weit. Auf die Schnelle benötigen Sie dafür keinen eigenen Webshop. Fotografieren Sie doch einfach Stück für Stück Ihre Ware und zeigen Sie sie Ihren Fans auf Facebook, Instagram oder Pinterest mit der Info, dass diese telefonisch oder per Mail bestellbar sind, wie z.B. das Oheim in Frankurt.

(Vorsicht: Sie bewegen sich rechtlich gesehen im E-Commerce und es gelten die dortigen Rahmenbedingungen)

Hilfreiche Initiativen

Kennen Sie die Pro-Bono-Initiative "Händler helfen Händlern“? Deren Mitglieder arbeiten gerade mit Hochdruck an einem IT-Netzwerk, über das stationäre Händler ihre Filialbestände hochladen können. Ausgeliefert werden sollen sie durch Taxen, Lieferdienste, Getränkelieferanten und regionale Logistikdienstleister.

Auch die Initiative „Mainz gebracht“ versucht auf diesem Weg stationären Händlern zu helfen. Die Werbegemeinschaft Mainz e.V., das Mainzer Citymanagement und die Partner Hier & jetzt events und Happy Connect haben einen „Local Delivery Service“ aufgebaut. Wenn Ihre Kunden etwas bei Ihnen bestellen möchten, tun sie das telefonisch oder per Mail und Ehrenamtliche liefern die Ware direkt an den Kunden.

Auch Dienstleistungen wie Beratungen oder Support können zum gewissen Teil über Social Media abgewickelt werde. Sei es über hilfreiche Blogbeiträge, Facebook-Live Videos oder YouTube-Videos. Gerade der Konzertbereich überträgt aktuell viele Konzerte in Ihr Wohnzimmer, aber auch Online-Marketing Konferenzen kommen mit Hilfe von digitalen Tools direkt zum Kunden. Überlegen Sie, welche Dienstleistungen Sie über YouTube-Videos oder kurze Postings vermitteln können und machen Sie deutlich, dass über Tools wie Go2Meeting oder Skype Beratungen und Gespräche mit Bildschirmteilen möglich sind und die Beratungsqualität somit gewährleitet ist.

Hilfreiche Leitfäden

Autor

Corina Heinz
Referentin

Ich befasse mich seit 2011 mit Online-Marketing, E-Commerce und E-Mail-Marketing. Während meiner Tätigkeit als Social-Media-Account-Managerin betreute ich über 100 Projekte mit dem Schwerpunkt Facebook-Marketing und Content-Erstellung. Als Beraterin im BIEG bündele ich das Praxiswissen aus Social Media, Webdesign und zahlreichen anderen Online-Marketing-Themen.

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