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Diese 5 SEO-Fehler müssen Sie 2019 vermeiden!

14 Mär

SEO kann so kompliziert sein - und ständig ändern sich die Bedingungen. Was gestern noch galt, ist heute schon veraltet. Fehler, die ihre Rankings kosten können, lauern an jeder Ecke. Besonders Unternehmer, die sich auf ihr Kerngeschäft und nicht auf ihre Webseite konzentrieren möchten, fühlen sich im SEO-Dschungel manchmal ziemlich verloren. Wir möchten auf einige Fehler aufmerksam machen und hartnäckige Mythen aus dem Wegräumen... - Diese SEO-Fehler sollten Sie im Jahr 2019 dringend vermeiden!


Fehler 1: kein HTTPS

Google hat es sich nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt, das Netz so sicher wie nur möglich zu machen. Aus diesem Grund ist HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure oder auch sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll) seit 2014 ein seitens Google bestätigter Rankingfaktor.

Doch was ist eigentlich dieses HTTPS, von dem so viele sprechen?

Im Wesentlichen ist HTTPS eine Transportverschlüsselung, die Vertraulichkeit und Integrität zwischen Webserver und Webbrowser herstellt. Ist kein HTTPS vorhanden, können Dritte die Übertragungspakete einfach im Klartext lesen und manipulieren - damit wären Ihre sensiblen Nutzerdaten in Gefahr und für Dritte leicht einsehbar.

Google bewertet Webseiten besser, die vertrauenswürdig sowie sicher erscheinen. HTTPS ist der erste und wichtigste Schritt.

Auch seitens der meisten Webbrowser ist eine HTTPS Verschlüsselung mittels TLS/SSL-Zertifikat inzwischen absoluter Standard. Nichts schreckt Ihre Besucher und Google so sehr ab wie eine mutmaßlich unsichere Webseite, auf der Benutzerdaten unter Umständen nicht sicher aufgehoben sind.

Wichtige HTTPS-Fakten im Überblick:

  • Definition: HTTPS ist ein sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll, mit dem Daten “abhörsicher” übertragen werden können

  • Wichtig für Ihre SEO: HTTPS ist ein Google-Rankingfaktor: Webseiten ohne sichere Verschlüsselung werden nach und nach in den Rankings absteigen

  • Vorsicht bei der Umstellung: Vorsicht bei der Umstellung von HTTP zu HTTPS: unter Umständen müssen entsprechende 301-Weiterleitungen eingepflegt werden, damit aktuelle Rankings nicht verloren gehen

Fehler 2: Backlinks kaufen

Backlinks sind wichtig, um gute Google-Rankings zu erzielen - das wissen vermutlich die meisten, die sich schon einmal mit SEO beschäftigt haben. Auf der Suche nach Möglichkeiten, um die Quantität ihrer Backlinks zu erhöhen, stoßen Webseitenbetreiber häufig auf unseriöse Angebote in Form von sogenannten “Link Paketen”. Eine Fülle von angeblich hochwertigen Backlinks kann für einen verlockend günstigen Preis erworben werden.

Finger weg, dieser Versuchung sollten Sie dringend widerstehen! Diese Angebote sind in

den allermeisten Fällen unseriös und führen nicht selten zu schwer reparablen Schäden in Ihrer SEO, da hier “Spam-Links” gesetzt werden, die Google mit einer Leichtigkeit erkennt und bestraft.

Deshalb: Lassen Sie sich Zeit mit dem Linkaufbau und setzen Sie auf Qualität statt auf

Quantität. Eine alte SEO-Faustregel: Je schwieriger ein Backlink zu erstehen ist, desto wertvoller ist er oft.

Einige wichtige Backlink-Regeln für 2019:

  • Das war gestern: Massenhaft Links aus Webverzeichnissen oder “Spamforen” sind heute out und nutzlos.

  • So geht es heute: Ein gutes Linkprofil zeichnet sich durch Natürlichkeit aus.

  • Finger weg: absolutes No-Go und gefährlich - unseriöse Links kaufen.

Fehler 3: fehlerhafte interne Verlinkung

Wer sich mit SEO beschäftigt, kommt nicht um das Thema Links herum. Doch während meist sehr viel Zeit mit den richtigen und wirksamsten Backlinks verbracht wird, finden interne Links oftmals (und das vollkommen zu Unrecht) kaum Erwähnung.

Interne Verlinkungen sind jedoch ein sehr mächtiges Werkzeug im “SEO-Baukasten”, welches unter richtiger Verwendung Ihre Rankings in die Höhe treiben kann.

Stellen Sie sich es so vor: Suchmaschinen wie Google nutzen die interne Verlinkung Ihrer Webseite, um diese besser zu verstehen. Sie geben der Suchmaschine Hinweise, welche Seite zu welchem Keyword ranken soll. Doch nicht nur das. Interne Links animieren den Nutzer zum längeren Verweilen - auch bekannt als Kennzahl Session Duration.

Positive Nutzersignale (dazu gehört auch die Verweildauer auf der Webseite) gehören zu den wichtigsten Rankingfaktoren 2019. Klickt sich der User also über die Artikel und die darin enthaltenen Links durch ihre Webseite, ist dies ein positives Qualitätsmerkmal für Google und Co.

Doch Achtung, beim Thema interne Links tummeln sich so einige Gefahren, die Sie dringlichst vermeiden sollten. Wie bereits erwähnt sind interne Verlinkungen nur dann effektiv, wenn sie richtig und vor allem logisch verwendet werden.

Häufige Fehler der internen Verlinkung:

  • Ankertexte ohne Aussagekraft: Hier gibt es eine klare Regel: der Linktext sollte zum Linkziel passen - andernfalls ist sowohl der Nutzer als auch die Suchmaschine verwirrt.

  • Gleiche Ankertexte, aber unterschiedliche Linkziele: Sorgen Sie für eine klare Linie. Sie sollten nicht zweimal den gleichen Linktext haben, welcher zu unterschiedlichen Artikeln Ihrer Webseite führt - Verwirrungsgefahr!

  • Überflüssige Links: auf Krampf interne Links setzen, nur um eine Unterseite zu stärken? Diesen Fehler sollten Sie vermeiden - setzen Sie nur interne Links, wenn es thematisch Sinn ergibt.

Fehler 4: unzureichende Keyword-Recherche

Machen Sie nicht den Fehler und denken erst an SEO, wenn die Webseite bereits fertiggestellt ist. Denn hier lauert eines der größten Probleme: oftmals wird keine Keyword-Recherche betrieben. Die Keyword-Recherche ist das A und O einer jeden Content-Produktion und steht in jedem Fall ganz am Anfang. Mit einer sauberen Keyword-Recherche klären Sie die folgenden Fragen:

  • Welcher Suchbegriff wird von meinen potentiellen Kunden oder Besuchern eigentlich gesucht?

  • Wie oft wird dieser Suchbegriff bei Google eingegeben - lohnt sich die Content-Produktion?

  • Welche Nebenkeywords, also verwandte Suchbegriffe, werden ebenfalls in die Suchmaschine eingegeben und sollten im Text vorkommen?

  • Wie groß ist die Konkurrenz, kann ich mich durchsetzen?

Die Keyword-Recherche ist also das Herzstück eines jeden SEOs und bestimmt, welcher Content auf der Webseite veröffentlicht wird. Eine “Basic-Keyword-Recherche” kann mit einigen Tricks ohne kostenpflichtige Tools durchgeführt werden. Wer es jedoch richtig machen will, der sollte diesen Part seiner Webseite in die Hände einer erfahrenen Agentur geben, die tagtäglich Keyword-Recherchen betreibt und Zugang zu den  (oftmals teuren) Tools haben, welche die Recherche-Arbeit präzisieren.

Diese Content-Basics 2019 unbedingt beachten:

  • Reihenfolge beachten: Erst steht die Themen- und Keyword-Recherche an und dann wird die Webseite samt Content erstellt, nicht umgekehrt.

  • Diesen Part nicht vernachlässigen: Die Keyword-Recherche ist das SEO-Herzstück, hier sollten Sie ruhig etwas mehr Zeit investieren.

  • Unbedingt eine Keyword-Map erstellen: Die Erstellung einer Keyword-Map strukturiert die Arbeit, erleichtert das spätere Schreiben und gibt Ihnen einen Überblick.

Fehler 5: unzureichende Usability

Sie haben eine Homepage, die informativer ist als jedes Lexikon oder Sie führen einen Online-Shop, der Amazon das Wasser reichen könnte, aber Sie ranken nicht. Was machen Sie falsch?

Der letzte und vermutlich wichtigste Punkt im Bereich SEO 2019: positive Nutzersignale sowie eine gute User-Experience.

Was bedeutet das?

Während man vor einigen Jahren noch für die Suchmaschine optimierte, optimiert man heute für den Benutzer. Denn wenn der Benutzer sich auf Ihrer Webseite wohl fühlt, dann ist auch Google zufrieden und stuft Ihre Inhalte besser ein.

Wenn der Nutzer auf Ihre Webseite gelangt und nicht direkt erkennt, was das Konzept Ihrer Seite oder Ihres Shops ist, wird er die Webseite mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit direkt wieder verlassen.

Im Großen und Ganzen sollten Sie es also schaffen, dass Benutzer Ihre Seite lieben, mit ihr interagieren und sich so lang auf der Seite aufhalten wie nur möglich. Relevante Stichworte sind hier:

  • geringere Absprungraten

  • hohe Verweildauern

  • gut lesbarer Content

  • eine sinnvolle Menüstruktur

  • ein ansprechendes Webdesign

Mit einer hohen User-Experience können Sie auch große Konkurrenten problemlos überholen. Sofern Ihre Besucher lange auf der Seite verweilen, diese nicht nach dem ersten Eindruck wieder verlassen, möglichst viel interagieren und sich zusammenfassend auf Ihrer Webseite so richtig wohlfühlen, so wird Google dies registrieren und die Sichtbarkeit der Webseite steigt.

 

Vermeiden Sie diese Usability-Fehler unbedingt:

  • Schlechte Lesbarkeit: Kilometerlange Absätze, zu kleine Schrift oder grelle Farben werden Ihre Benutzer schnell vergraulen.

  • Fehlende Interaktion: Durch Call-to-Action oder gute interne Verlinkungen werden Benutzer auf Ihrer Webseite interagieren → positive Nutzersignale.

  • Hohe Absprungraten: Der Benutzer hat Ihren Artikel gelesen, und jetzt? Animieren Sie Benutzer dazu, weiter auf Ihrer Seite zu verweilen und beispielsweise ähnliche Beiträge zu lesen, damit dieser nicht sofort wieder abspringt, sondern auf der Seite bleibt.

 

 

Das war noch nicht genug Suchmaschinenoptimierung für Ihren Geschmack? Dann besuchen Sie am 21. März unser SEO-Seminar in der IHK Frankfurt

 

Gastautor

Sebastian Weidner

Nachdem er verschiedene Webprojekte entwickelte, fand der gebürtige Kieler Sebastian Weidner seine Leidenschaft im Bereich Suchmaschinen. Nachdem er zunächst als Einzelunternehmen im Bereich SEO arbeitete, gründete er schließlich gemeinsam mit seinem Geschäftspartner die Frankfurter SEO-Agentur Rankingdocs.

https://rankingdocs.de

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