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8 Tipps für mehr Erfolg mit Landingpages

07 Okt
eine Illustration zum Thema Webdesign
Bild: ronstik - Fotolia.com

(07.10.2015) In diesem Artikel hat Angelika Niere beschrieben, was eine Landingpage ist - jetzt zeigen wir Ihnen, was eine gute Landingpage ausmacht.

Was ist gut?

Gut ist erfolgreich. Und erfolgreich bedeutet in diesem Zusammenhang:
eine hohe Conversionrate - und damit mehr Verkäufe, E-Mail-Adressen oder Leads.

Je nachdem, was Ihr Ziel ist.

Tipp #1: Versetzen Sie sich in Ihren Nutzer

Kein Nutzer ist gleich - und für Ihre Landingpage müssen Sie wissen, welche “Temperatur” Ihr Nutzer hat. Wie nah ist er einem Abschluss? An welcher Position ist er in seiner Customer Journey?

Illustration zeigt die einzelnen Schritte der Customer Journey
Bild: Tomas Herzberger

Beispiel: ein Nutzer, der über Google auf Ihre Seite gekommen ist, hat vermutlich einen aktuellen Bedarf an Ihrem Produkt, denn er hat aktiv nach einer Problemlösung gesucht. Ein solcher Nutzer ist “warm” und einem Abschluss wesentlich näher als ein Nutzer, der auf einen Banner oder eine Anzeige auf Facebook geklickt hat. Der Inhalt Ihrer Landingpage muss dem jeweiligen Bedarf des Nutzers angepasst sein.

Tipp #2: Starten Sie mit einem weißen Blatt

Der Grundsatz bei der Gestaltung jeder Landingpage: Entferne alles, was ablenkt! Denn jede Ablenkung kann zu einer Reduzierung der Conversionrate führen. Das klingt einfach, ist in der Praxis aber hart: Entfernen Sie jegliches Navigationselement, das nicht zwingend nötig ist (zwingend nötig ist beispielsweise der Link zum Impressum).

Best Practice Beispiel: die minimalistische Landing Page von Quicksprout.com
Bild: www.quicksprout.com

Tipp #3 : Inspiration

Sie haben Mühe, eine Landingpage selbst zu gestalten? Nutzen Sie Vorlagen, die bereits für andere Unternehmen funktioniert haben! Zwei Anbieter von Landingpage-Templates, die eine Produkt-Galerie anbieten, sind Unbounce und Leadpages.

Tipp #4: Ja oder nein?

Wenn Sie Ihr Produktversprechen formulieren, achten Sie darauf, sofort auf den Punkt zu kommen. Auch beim Text gilt die Regel: keine Ablenkungen! Stellen Sie Ihren Nutzer vor eine einfache “Ja oder Nein”-Entscheidung. Entweder kommt es zu einer Conversion, oder er verlässt die Seite.

Tipp #5: Keep it simple!

Generell gilt die Regel: Je kürzer ein Formular ist, also je weniger Informationen Sie abfragen, desto besser die Conversion-Rate. Warum? Weil Sie es Ihrem Nutzer extrem einfach machen. Sie machen ihm deutlich, dass Sie seine Zeit zu schätzen wissen, indem Sie möglichst wenig vergeuden.

Das kürzeste Formular besteht aus einem Eingabefeld für die Email-Adresse, gegebenenfalls ergänzt um je ein Feld für Vor- und Nachname.

Aber wenn Sie ein komplexes Produkt verkaufen, möchten Sie u.U. mehr von Ihren Nutzern erfahren, um ihnen ein individuelles Angebot machen zu können. Um das zu erreichen, können Sie ein langes Formular in mehrere kurze unterteilen - und pro Seite jeweils 1-2 Informationen abfragen.

Warum das funktioniert?

Mit jeder erfolgten Antwort stärken Sie die Verbindung zu Ihrem potentiellen Kunden. Und wenn der Nutzer einmal die erste “Hürde” übersprungen und die erste Frage beantwortet hat, steigt auch sein Commitment zu Ihrem Angebot.

Tipp #6: It’s the final Countdown

Sie wollen Anmeldungen für ein Webinar generieren? Oder Sie starten einen Produktlaunch an einem ganz bestimmten Zeitpunkt? Dann nutzen Sie einen Countdown auf Ihrer Landingpage! Der Countdown vermittelt die Exklusivität Ihres Angebots und erhöht den psychologischen Druck auf die Nutzer.

Tipp #7: Never stop learning!

Messen Sie unbedingt den Erfolg Ihrer Landingpage - und bestimmen Sie die Conversionrate nach Quelle Ihrer Nutzer (z. B. organischer Traffic, AdWords, Facebook), nach regionaler Herkunft oder Tageszeit. Nutzen Sie dieses Wissen, um Ihre Werbemittel effektiver einzusetzen und Budget zu sparen. Kostenlose Tools für die Messung des Webtraffics sind Google Analytics oder Piwik.

Außerdem ist die Messung die Grundlage für die Verbesserung Ihres Erfolgs. Führen Sie Splittests durch, indem Sie einen Teil Ihres Traffics auf Ihre normale Landingapge führen und einen kleineren Teil auf eine leicht abgewandelte Seite. Auf diese Weise können Sie herausfinden, ob ein anderer Text, ein anderes Hintergrundbild oder die Farbe des Buttons sich auf Ihren Erfolg auswirkt.



Aber Achtung: Gehen Sie dabei akademisch vor - und verändern Sie bei jedem Test nur eine einzige Sache, damit Sie die Ursache der Änderung eindeutig identifizieren können!

Tipp #8: Sagen Sie danke - aber richtig

Nutzen Sie eine sog. "Thank You"-Page, nachdem Ihr Nutzer Ihr Formular ausgefüllt hat. Bedanken Sie sich für ihre Zeit und ihr Vertrauen. Das ist nicht nur höflich, sondern bietet Ihnen auch drei Chancen:

  1. Sie liefern entweder einen Mehrwert als Dankeschön - beispielsweise ein kostenloses eBook oder einen Rabattgutschein.
  2. Sie machen einen Upsell, indem Sie ein weiteres Produkt anbieten. Sie haben den Nutzer bereits für sich gewonnen - also haben Sie nichts zu verlieren.
  3. Sie bitten den Kunden, Ihr Produkt bzw. Ihren Service per Social Media weiterzuempfehlen und gewinnen u.U. weitere Interessenten.

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Gastautor

Tomas Herzberger

Tomas Herzberger ist selbstständiger Berater und Generalist im Digital Marketing mit über acht Jahren praktischer Erfahrung. Er hat nationale und internationale Unternehmen bei der Bewerbung ihrer Produkte im Netz beraten – von kleinen Start-ups bis hin zu börsennotierten Großkonzernen, B2C und B2B.

http://www.tomasherzberger.net

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