Sie sind hier:

Contentbrocken der Woche: Tipps für die Websiteoptimierung

21 Mai

(21.05.2014) Webseiten sind heute echte Vertriebshelfer, die so wichtig sind wie nie zuvor: Sie sind immer Aushängeschild, prägen maßgeblich den Ersteindruck von Unternehmen und sind damit ein erfolgskritischer Faktor.

Sie sollen Spaß machen, vertrauensvoll wirken und mit dem Nutzer interagieren. Leider liegt der Fokus bei Webseiten häufig auf technisch-funktionalen oder die Suchmaschinen-Optimierung betreffenden Aspekten. Klar, diese Dinge sind auch wichtig. Oberstes Ziel bleibt jedoch, den Besucher zu einer Aktion zu bewegen, dem berühmten Mausklick. Überzeugungsarbeit muss dabei auf verschiedenen Ebenen geleistet werden.

Ersteindruck

Oft ist es der erste Eindruck, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Und für den gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Bei Webseiten verhält es sich wie in der realen Welt: In wenigen Sekunden machen wir uns ein Bild vom Gegenüber. Optik und Outfit müssen überzeugen, damit so etwas wie Sympathie entsteht. Maßgeblich sind Bildwelten, Farben, Formen und die Art und Weise, wie sie zusammengegossen werden. Also all das, was wir Menschen schnell erfassen können. Text spielt hier erst mal keine Rolle. Und dass Textwüsten oder überladene Webseiten kontraproduktiv sind, versteht sich von selbst.

Die Ansprüche an Designs verändern sich. Webseiten unterliegen einer Mode und sehen alle zwei, drei Jahre grundsätzlich anders aus. Momentan wird die Entwicklung getrieben von mobilen Endgeräten, insbesondere Tablets und Smartphones. Wir sehen immer mehr Webseiten mit reduzierter Komplexität und Kacheloptik wie wir sie auch von Windows 8 (sogenannter Metro-Style) kennen. Zudem sind die Designs geprägt von großen Bildwelten, teilweise Fullscreen-Backgrounds, die den ganzen Monitor füllen.

Relevanz

Viele Webseiten versäumen es, dem Besucher schnell klar zu machen, warum es sich lohnt, zu bleiben. Auftrag und Nutzen werden nicht sichtbar. Denken Sie an ein leeres Schaufenster in einer Einkaufsstraße. Würden Sie ins Ladengeschäft eintreten? Wohl eher nicht. Also zeigen Sie, was Sie zu bieten haben. Kurz und knackig auf den Punkt. Gut umsetzen lässt sich das mit einer Kombination aus Bild- und Textbotschaft. Im Idealfall ergänzen sich beide in der Aussagekraft, da sie unterschiedliche Bereiche des Gehirns ansprechen.

Die Bildwelt kommuniziert den Nutzen auf emotionaler Ebene. Der Besucher soll in seiner Stimmung aufgefangen und psychologisch aktiviert werden. Im Gehirn ist dafür das limbische System zuständig. Aktiviert werden wir unter anderem bei ungewöhnlichen Dingen, zum Beispiel einer besonderen Perspektive oder einem provokativem Bild. Auch Gesichter erzeugen Aufmerksamkeit. Bei der Textbotschaft geht es um rationales Nachdenken und Abwägen von Vor- und Nachteilen. Liefern Sie mit dem Text sachliche Argumente, schließlich will der Verstand nicht übers Ohr gehauen werden.

Vertrauen

Internetnutzer haben ein ziemlich gutes Gespür dafür, ob Webseiten vertrauenswürdig sind oder nicht. Verantwortlich dafür sind einige implizite, subtile Signale. Dazu zählt zum Beispiel Ästhetik und subjektiv wahrgenommene Schönheit der Website, die sich an allerlei Gestaltungselementen festmacht. Etwas offensichtlicher sind die Signale von Gütesiegeln, Markensymbolen und unabhängigen Tests. Auch die Inszenierung von glaubwürdigen Ansprechpartnern oder Geschäftsführern schafft Nähe und stiftet damit etwas Vertrauen. Mit Kundenstimmen nutzen Sie das natürliche Verhalten des Menschen für Ihre Überzeugungsarbeit. Menschen orientieren sich gerne an anderen, ihnen ähnlichen Menschen (Peer-Groups), was Geschmack aber auch Einkaufsverhalten angeht. Nutzen können Sie diesen Mechanismus, indem Sie zum Beispiel mit authentischen Testimonials, Likes und Bewertungen arbeiten.

Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

Archiv

Der BIEG Newsletter

Immer auf dem Laufenden bleiben Sie mit unserem monatlichen Newsletter. Wir informieren Sie über aktuelle Veranstaltungen und unsere neuesten Leitfäden!