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Methoden und Werkzeuge zur Conversion-Optimierung

09 Mai

Vom Call-to-action-Button bis zur Optimierung der Landing Page – die Teilnehmer unseres Seminars Google Ads wissen jetzt, was es bei der Conversation Optimization zu beachten gibt.


Im Marketing versteht man unter dem Begriff Conversion Rate Optimisation (CRO) die Steigerung der Konversionsrate. Die zugehörige Kennzahl berechnet sich aus dem Verhältnis von Konversionen zu Besuchern der Website und wird in Prozent angegeben. Eine Konversion ergibt sich, wenn ein Ziel erreicht wird, wie beispielsweise die Betätigung eines Call-to-action-Buttons oder für den Fall, dass Seitenbesucher etwas in den Warenkorb legt. Lesen Sie für eine genauere Beschreibung dazu unseren Leitfaden „Mehr Kunden durch Conversion-Optimierung".


Die Konversationsrate sollten Sie unbedingt im Blick haben und genau messen. Dies geht beispielsweise mit Google Analytics. Besonders für kleine und mittelgroße Websites besteht häufig ein großes Optimierungspotential. Wenn es gelungen ist, einen potentiellen Käufer auf die eigene Seite zu locken, sollte er auch vom Kauf überzeugt werden. Was nutzt sonst die gesamte Suchmaschinenoptimierung und Ad Words-Werbung?


Unser Referent Tim Kaufmann, Geschäftsführer der Internet-Agentur Taquiri hat im zweiten Seminar unserer Reihe Digitale Sichtbarkeit an konkreten Beiträgen gezeigt, wie es gelingen kann, die Konversionsrate zu steigern und aus Interessenten Käufern zu machen. Dafür wurden den Teilnehmern des Seminars sechs Methoden zur Ermittlung von Fehlern und sechs Werkzeuge für die Conversion Optimierung vorgestellt.

Die Maßnahmen

Methode 1: Testen von Websites

Das Testen von Websites ist ein einfaches Mittel, um mit vergleichsweise wenig Aufwand verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Für die Durchführung wird eine These, die zu mehr Konversionen führen könnte, aufgestellt und entsprechend in einer weiteren Version umgesetzt. Die ursprüngliche Version bleibt zeitgleich erhalten und fungiert wie eine Kontrollgruppe. Automatisch wird der Hälfte der Besucher Version A, der anderen Hälfte Version B angezeigt (A/B-Tests). Damit lassen sich – wie in einem Experiment – verlässliche Ergebnisse erzielen. Diese Tests sollten regelmäßig wiederholt und entsprechend angepasst werden. Mit der Methode lässt sich herausfinden, welche Version beispielsweise zu mehr Klicks führt, um die Website schrittweise zuverlässig zu optimieren.

Für die Durchführung der Tests existieren im Web zahlreiche Tools. Mit wenigen Besuchern muss sehr lange auf erste Ergebnisse gewartet werden. Die Tests können daher auch abgekürzt werden und nur im Fall von signifikanten Ergebnissen weitergeführt werden.

Methode 2: Interviews mit potentiellen Benutzern

Bild: Müller / IHK Frankfurt

Um zu ermitteln, welche Erwartungen Benutzer an die Website haben, können Interviews durchgeführt werden. Dazu sind keine Seitenbesuche erforderlich. Gehen Sie strukturiert vor und erstellen Sie einen Leitfaden, um die Interviews miteinander vergleichen zu können. Für diese Methode gilt: Qualität geht vor Quantität. Mit einer kleinen Anzahl an Interviews lassen sich präzise Infos zu den Anforderungen ermitteln, die anschließend in die Praxis umgesetzt werden können. Allerdings sind diese nie allgemeingültig. Die ermittelten Anforderungen führen nicht zwangsläufig zu den korrekten Optimierungsmaßnahmen.

Methode 3: Usability Tests

Eine Methode, mit der sehr genaue Ergebnisse erzielt werden, sind Usability Tests. Dabei wird die Website mittels Benutzern aus der relevanten Zielgruppe live getestet. Diese Methode ermöglicht sehr spezifische Einblicke in die Motivationen und Wünsche der Benutzer. Für die Aufraggeber kann es unangenehm werden, live zu sehen, wenn die Usability ihrer Website Probleme bereitet. Zudem sind solche Testverfahren bei professioneller Durchführung durchaus zeit- und kostenintensiv. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Leitfaden „Usability und User Experience“.

Methode 4: User Session

Die Durchführung von User Sessions ist eine vereinfachte Form von Usability Tests. Bei dieser Variante wird das User-Verhalten auf der Website aufgezeichnet. Die Aufzeichnung sollte bestenfalls durch einen externen Dienstleister erfolgen, der mit einer entsprechenden Software ein Video der Session erstellt. Der Vorteil ist, dass die Methode jederzeit auch mit nur wenigen Website-Besuchern funktioniert. Allerdings besteht die Gefahr, dass das Material falsch interpretiert wird, da im Gegensatz zu klassischen Usability Tests parallel keine Nachfragen erfolgen können.

Methode 5: Technik checken

Bild: Müller / IHK Frankfurt

Die nächste Möglichkeit klingt äußerst banal, kommt aber dennoch selten zum Einsatz. Fehler sind häufig bereits Jahre lang vorhanden und den Usern bekannt, trotzdem kennt der Betreiber sie nicht. Aufgrund von Software-Updates oder im Rahmen der Weiterentwicklung von Seiten entstehen Fehler. Wichtig sind daher der regelmäßige Testdurchläufe mit sämtlichen Browsern und verschiedenen mobilen Endgeräten. Ausführliche Technikchecks sind selbständig durchführbar und können helfen, wesentliche Stolpersteine zu erkennen – eine einfache Aktion, mit der sich wesentliche Fehler aufdecken lassen.

Methode 6: Heuristische Analyse

Mittels einer heuristischen Analyse werden Websites von Experten systematisch und vollständig überprüft und überarbeitet. Die Maßnahme lässt sich zwar nicht ohne fachliche Hilfe durchführen, funktioniert aber ohne Besucher. Die Teste sind standardisiert und werden von Usability-Experten durchgeführt, die dabei auf ein Framework, also eine Rahmenstruktur, zurückgreifen. Der große Vorteil besteht, dass zugleich auch entsprechende Lösungen mitgeliefert werden.  

 

 

Die Werkzeuge

Fehler auf Websites sind ärgerlich und führen im schlechtesten Fall zum Abbruch durch den Besucher. Da wir jetzt sechs Methoden zur Ermittlung von Fehlern auf Websites kennen, kommen wir zur den konkreten Optimierungsmöglichkeiten. Unser Referent Tim Kaufmann hat sechs Werkzeuge vorgestellt, die Sie nutzen sollen, um aus Interessenten Käufern zu machen.

Das war das Wissens-Update zu Google Ads

Bild: Müller / IHK Frankfurt

Wir bedanken uns bei unseren beiden Referenten Marlen Voelkner und Tim Kaufmann für die spannenden Vorträge. Uns hat es großen Spaß gemacht.

Sie wollen mehr zum Thema Digitale Sichtbarkeit erfahren? Wir landen Sie herzlich zum dritten Teil unserer Veranstaltungsreihe ein. Im Seminar Social Search am 23. Mai dreht sich alles um Bewertungen im Web und YouTube – die zweitgrößte Suchmaschine. Melden Sie sich gleich hier an.

Autor

Lisa Bier

Die Welt der kleinen und mittleren Unternehmen lernte ich bereits im Studium der Betriebswirtschaft kennen, bevor ich praktische Erfahrung im Marketing von KMU gesammelt habe. Im Masterstudium der Sozial- und Kommunikationswissenschaften habe ich mich im Anschluss intensiv mit Unternehmenskommunikation beschäftigt.

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