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Webdesign – Wie anfangen?

27 Nov
Foto: BIEG Hessen

(27.11.2014) Arbeiten Sie an Ihren Website-Zielen! Diese sollten konkret und wertvoll für das Unternehmen sein, empfahl Tim Kaufmann, Geschäftsführer der Webagentur Taquiri (Hüttenberg) auf unserer Veranstaltung „Live-Websitecheck“ am 26. November in der IHK Fulda. „Konkret“ bedeutet, Sie müssen die Ziele auch messen können, also am besten quantifizieren. Nur so lässt sich der Website-Erfolg beurteilen. Ziele können Werte sein wie ausgefüllte Kontaktformulare, Bestellungen im Onlineshop oder abonnierte Newsletter.

Für den Aufbau der Webseite gilt die Faustregel „form follows function“. Machen Sie sich erst Gedanken um die Inhalte und Funktionen, bevor Sie an das Design gehen, rät Kaufmann. Die Inhalte sollten vollständig, aktuell, verständlich und einzigartig sein. Die meisten werden jetzt reflexartig sagen „Ja, sind sie“. Aber blicken wir doch mal genauer hin: Vollständigkeit bedeutet z.B. auch, Produktfotos oder Produktvideos anzubieten. Inhalte beschränken sich nicht auf Text! Bilder, Videos sind mittlerweile genauso selbstverständlich.

Gute Inhalte werden gerne von Besuchern geteilt. Wenn Sie sie dazu animieren und das Teilen erleichtern, erhöhen Sie die Chancen weiter. Kaufmann rät zu dem Einsatz des „Gefällt mir“-Buttons. Schließlich entspreche dieser dem Charakter des Internets als Empfehlungsplattform.

In der Anordnung der Websiteelemente rät der Experte, sich an gewohnte Muster zu halten. Damit bleibe der Fokus auf den Inhalten und nicht auf der Navigation. Konkret bedeute dies:

  • Platzieren Sie Ihr Logo links oben und verlinken Sie es mit der Startseite
  • Platzieren Sie die Navigation oben oder am linken Rand
  • Schrift kleiner als 16 Pixel ist schlecht lesbar
  • Kontrast: Graue Schrift auf weißem Hintergrund ist schwierig
  • Großbuchstaben sind ebenfalls schwierig
  • Lieber 1- oder 2-Spalten-Designs als 3-Spalten-Designs

Die Besuchersicht sei bei der Konzeption der Navigation besonders wichtig. Bilden Sie nicht Ihr Organigramm als Navigation ab und arbeiten Sie nicht mit generischen Begriffen (Produkte, Service, über uns). Fragen Sie sich stattdessen „Was kaufen die Kunden?“. Platzieren Sie dann die Top-4-Antworten auf Ihre Website und ergänzen einen Punkt „Alle Produkte“ als Navigation. In der Praxis klappt das ganz gut, erklärt Kaufmann und warnt: „Wenn Sie das Menü versauen, bekommen Sie das später nicht mehr hin.“

Ein großer Trend in der Webnutzung ist „mobil“. Websitebesucher kommen immer öfter mit Smartphone und Tablet daher. Anteile von 30-40 Prozent seien keine Seltenheit, berichtet Kaufmann. Insofern sollten Sie Ihre Website responsiv auslegen, damit sie sich der Gerätegröße anpassen kann. Und machen Sie nicht den Fehler, Informationen in der Websiteversion für die mobilen Endgeräte wegzulassen, warnt Kaufmann. Denn „mobil“ sei nicht mit „unterwegs“ gleichzusetzen. Der Besucher habe Zeit, weil er von der Couch aus surfe, und sei enttäuscht, wenn er nur eine abgespeckte Website zu sehen bekomme.

Zuletzt gehört zu einer gut gestalteten Website auch eine gute Auffindbarkeit. In dieser Hinsicht habe sich Google – als Einstiegstor ins Internet – verändert. Nur noch ein Bruchteil des sichtbaren Bereichs bestehe aus der eigentlichen Trefferliste. Der Hauptanteil sei bezahlte Werbung. Also nutzen Sie auch Google Adwords, um auf der Suchmaschine in Erscheinung zu treten. An der Stelle nochmal ein kleiner Schwenk zu „mobil“: Google schaut sich mittlerweile die Größe der Website-Knöpfe auf mobilen Geräten an, um Rückschlüsse auf deren Bedienbarkeit zu schließen und damit auch die Website für das Ranking zu gewichten.

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Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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