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Wie wird ein Newsletter gestaltet?

Der Ersteindruck

Jeden Tag treffen dutzende, wenn nicht hunderte erwünschte und unerwünschte E-Mails bei Ihren Kunden ein. Mit nur einem flüchtigen Blick trennt er die Spreu vom Weizen und verschiebt die unerwünschte Post in den Papierkorb. Bei einem Großteil der verbliebenen E-Mails handelt es sich um bestellte Werbung, also um Ihren Newsletter und seine Konkurrenten. Studien zufolge liest sich die bestellten Newsletter aber auch nur ein Viertel der Internetnutzer durch; die Hälfte der Nutzer überfliegt sie zumindest kurz, weitere 14% werfen nur einen Blick auf die Betreffzeile, bevor sie sie löschen. Sie haben also wenige Sekunden Zeit, um Ihrem Leser einen guten Grund zu vermitteln, noch ein paar Zeilen weiterzulesen.

Folgenden Ersteindruck sollte der Leser von Ihrem Newsletter erhalten:

  • Absender: Der Absender macht deutlich, wer Sie sind und was Sie im Postfach des Kunden zu suchen haben – „Newsletterservice xyx GmbH“ sollte dort bspw. stehen, nicht jedoch info@xyx-gmbh.de, und ganz bestimmt nicht „Hans Meier, PR“.
  • Betreff: Die Newsmeldung oder das Angebot mit dem größten Nutzwert für den Kunden gehört in den Betreff.
  • Länge: Halten Sie sich im Newsletter so knapp wie möglich, teilen Sie dem Leser nur das Nötigste mit – so dass der Empfänger sofort an der Länge des Scrollbalkens erkennt, dass er diesen Text innerhalb weniger Minuten lesen kann. Desto überzeugender der Ersteindruck, umso eher wird er beschließen, dass es sich lohnen könnte, weiterzulesen.

Der Inhalt

Damit ist die Arbeit jedoch noch nicht getan. Sie mögen den Leser zur Lektüre des Newsletters überredet haben, aber jetzt darf er sich nicht im Wörterdschungel verirren. Die Lesbarkeit wird nicht nur durch eine übersichtliche, simple Struktur erhöht, sondern auch durch eine unverschnörkelte Schrift (Arial, Tahoma) und einen größeren Zeilenabstand (15 pt.). Dank eines ausdrucksstarken Inhaltsverzeichnisses, in dem der Nutzwert der Meldungen hervorgehoben wird, und einer eindeutigen Gliederung kann der Leser sich nun sicher durch den Newsletter bewegen und schnell die gewünschten Informationen erreichen.

Rechtliches

Unterhalb der News folgen eine Abmeldemöglichkeit und ein Impressum mit allen Kontaktmöglichkeiten. Ein Link auf das Impressum der Website reicht rechtlich nicht aus, denn manche Abonnenten lesen ihre Newsletter offline oder drucken sie aus. Es handelt sich hierbei um Pflichtangaben, die bei Unvollständigkeit zu Abmahnungen führen können. Sie schaffen jedoch auch Vertrauen, denn nur Rechtskonformität vermittelt einen Eindruck von Seriosität.

Einheitlichkeit

Ein einheitliches, beständiges Erscheinungsbild steigert den Wiedererkennungswert Ihre Newsletters und minimiert den Arbeitsaufwand der zuständigen Mitarbeiter. Eine Vorlage für den Newsletter – ein sogenanntes Template, dessen Gestaltung eine Grafikagentur übernehmen kann – wird einmal entworfen und dann von Newsletter zu Newsletter mit neuen Informationen gefüllt. Das Erscheinungsbild des Newsletters sollte sich immer an Ihrem vorhandenen Marketingkonzept orientieren, denn es gilt das Prinzip des einheitlichen Marketings.

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Über die Autorin

Angelika Niere ist seit 2009 Referentin des Beratungszentrums BIEG Hessen. Als Bloggerin, Fachautorin, Redakteurin von Online-Marketing-Leitfäden und des BIEG-Blogs befasst sie sich insbesondere mit Storytelling, Content-Marketing und Social Media.

angelika.niere(at)bieg-hessen.de
www.bieg-hessen.de

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