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Einstieg ins Storytelling: Marketingtexte in Geschichten verwandeln

So erzählen Sie Geschichten!

Jeder Marketingexperte schreit es vom Dach: „Sie müssen Geschichten erzählen!“ Und das nicht grundlos: Denn kein Text ist wirkungsmächtiger als eine Geschichte, und als Unternehmen können Sie diese Macht nutzen – gerade, wenn Ihnen nur ein kleines Budget zur Verfügung steht. Storytelling ist jedoch erheblich leichter empfohlen als umgesetzt. Als Sie Ihr Unternehmen gegründet haben, hatten Sie ja wahrscheinlich nicht vor, Johann Wolfang von Goethe Konkurrenz zu machen.

Also: Wie erzählt man gute Geschichten? Oder noch grundlegender: Was unterscheidet überhaupt eine Geschichte von einem Sachtext und von Marketingprosa? Wie Sie ein Bündel Informationen in eine Geschichte verwandeln, erfahren Sie hier. 




Die Zutaten für eine Geschichte

Was verwandelt einen Text in eine Geschichte? Wenn Sie diese Frage einem Literaturprofessor stellen, hört er wahrscheinlich mehrere Stunden lang nicht auf zu reden. Für unsere Zwecke brechen wir die Antwort in drei Basisaspekte herunter:

  • In Geschichten geht es um Personen,
  • die in einen Konflikt verwickelt sind,
  • der in ihnen (und deshalb auch den Lesern) starke Gefühle weckt.


Storymarketer sprechen in diesem Zusammenhang gerne davon, dass sich Geschichten um Helden drehen müssen, die Abenteuer erleben. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern. Es gibt Antihelden, Bösewichte, Nebenfiguren – etliche andere Arten von Charakteren, etliche andere Arten von Geschichten.  Beschränken Sie sich nicht auf die eine – vor allem nicht, wenn Sie sich unter Helden und Abenteuern nichts vorstellen können.

Was Sie brauchen, sind ganz einfach Figuren, die motiviert sind, Probleme zu bewältigen. Aristoteles verrät uns, dass wir die Figuren in Geschichten lieben oder hassen müssen, um beim Lesen gefesselt zu werden.

Aber Achtung: Verkrampfen Sie sich nicht bei dem Versuch, diese drei Aspekte checklistenartig in Ihren Marketingtexten abzuarbeiten. Nehmen Sie den Storytellingansatz stattdessen als Inspiration sowohl strategisch fürs Marketing, als auch taktisch fürs Texten: Ein Text, der Charaktere oder einen Konflikt oder eine emotionale Komponente enthält, ist in der Regel immer noch ein besserer Text als der, in dem keiner dieser Aspekte zu finden ist. Sie müssen Goethe keine Konkurrenz machen; Sie brauchen ja gar keinen Roman.



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Cover des BIEG-Leitfadens Einstieg ins Storytelling

Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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