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Brennpunkt: Google Analytics

Das sehr beliebte Webanalyse-Tool Google Analytics ist zwar kostenlos, aber auch hier bezahlt man einen Preis – und zwar in Form der Datenweitergabe. Mit diesem Tool ist es möglich, ein umfassendes Nutzerprofil von Websitebesuchern anzulegen. Wenn die Besucher dabei in ihren Google-Account eingeloggt sind, kann das Nutzerprofil auch einer bestimmten Person zugeordnet werden. Informationen über die Websitebenutzung einschließlich der IP-Adresse werden an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.

Google verpflichtet die Websitebetreiber in seinen eigenen Nutzungs-bedingungen dazu, in der Datenschutzerklärung auf den Einsatz des Tools hinzuweisen. Da es sich bei IP-Adressen aber um personenbezogene Daten handelt, reicht es nicht aus, nur zu informieren.

Wer nicht auf den Einsatz von Google Analytics verzichten möchte, muss in den Code zumindest die Zusatzfunktion der IP-Adressenanonymisierung („_anonymizeIp()“) einbauen und die Websitebesucher in der Datenschutzerklärung darüber informieren. Durch diese Funktion werden nur verkürzte IP-Adressen gespeichert. Zusätzlich muss dem Besucher die Möglichkeit gegeben werden, über ein Opt-Out-Cookie die Erfassung seines Surfverhaltens zu deaktivieren.

Daneben gibt es auch noch weitere, allerdings kostenpflichtige Tools von anderen Unternehmen wie z.B. etracker, die IP-Adressen standardmä-ßig nur verkürzt speichern. Als Websitebetreiber sollte man auf diese Anonymisierungsfunktionen zurückgreifen, insbesondere zur Vermeidung teurer Abmahnungen.


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Gastautor

BIEG-Gastautor Dr. Volker Baldus
Dr. Volker Baldus

RA Dr. Volker Baldus arbeitet bei dem Online-Rechtsportal janolaw AG und betreut dort den AGB Hosting-Service. Er beschäftigt sich mit Rechtsfragen rund um den Onlineshop und sorgt dafür, dass Shopbetreibern immer preiswerte und aktuelle AGB, Datenschutzerklärung und Impressum zur Verfügung stehen.

http://www.janolaw.de

Letzte Aktualisierung: Februar 2018

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