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Brennpunkt: Social Plugins von Facebook

Wer als Websitebetreiber z.B. die „Gefällt mir“-(Like-) Buttons von Facebook einbaut, erhält dadurch zwar nicht selbst Informationen über die jeweiligen Seitenbesucher bzw. Nutzer des Buttons, sorgt aber für einen automatischen Datentransfer an das Unternehmen Facebook. Ist der Nutzer bei Facebook eingeloggt, wenn er eine Website mit Social Plugins besucht, kann Facebook zuordnen, welches seiner Mitglieder die Website besucht hat, und daraus beispielsweise die Interessen des Nutzers ableiten. Wird zusätzlich auch der „Gefällt mir“-Button angeklickt, wird diese Nutzervorliebe bei Facebook gespeichert.

Das Landgericht Düsseldorf hat in einem Urteil vom 9. März 2016 der Verbraucherzentrale Recht gegeben und entschieden, dass die Integration des „Like“-Buttons Datenschutzvorschriften verletzt. Es werden unter anderem IP-Adressen ohne ausdrückliche Zustimmung an Facebook weitergeleitet und  Cookies gesetzt, die eine spätere Identifizierung des Websitebesuchers ermöglichen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher eine reine Verlinkung auf die Facebook-Seite.


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Gastautor

BIEG-Gastautor Dr. Volker Baldus
Dr. Volker Baldus

RA Dr. Volker Baldus arbeitet bei dem Online-Rechtsportal janolaw AG und betreut dort den AGB Hosting-Service. Er beschäftigt sich mit Rechtsfragen rund um den Onlineshop und sorgt dafür, dass Shopbetreibern immer preiswerte und aktuelle AGB, Datenschutzerklärung und Impressum zur Verfügung stehen.

http://www.janolaw.de

Letzte Aktualisierung: Februar 2018

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