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Heimatbasis: Unter eigener Regie

Eigene Domain für Firma und Produkte

Kunden wünschen sich Konsistenz. Wenn name.de funktioniert, möchte ich Sie unter diesem Namen auch in Netzwerken wie Facebook und Twitter wiederfinden. Die Wahl eines Domainnamens kann daher beeinflusst werden von den zur Verfügung stehenden Namen in den anderen Netzwerken.

Heutzutage kommen viele Besucher nicht mehr über den Haupteingang (Ihre Webseite) zu Ihnen, sondern über Links via Facebook und Suchmaschinen. Solange alles sinnvoll vernetzt ist, spricht vieles dafür, spezielle Domains / Seiten für einzelne Produkte oder Dienstleistungen zu erstellen. Beispiel: Der Inhalt eines Flyers für ein besonders Angebot wird mit einer passenden Domain zur Landingpage. Anstatt den Besucher umständlich hinzulotsen, landet er direkt dort, wo er eh hinwollte.

Grundsicherung & nebenbei mitlaufen lassen

Wenn die Namen festgelegt sind, sollten Sie Grundsicherung betreiben: Belegen Sie Ihre Namen als Profile (evtl. Produktnamen nicht vergessen) auf allen relevanten Plattformen. Setzen Sie dann, wenn sinnvoll, automatisches Verteilen auf: Zum Beispiel automatisches Posten neuer Blogartikel oder Pressemitteilungen auf Twitter und Facebook. Das ist langweilig und bringt vermutlich keinen einzigen Kunden – aber das ist auch nicht Sinn und Zweck. Es geht vielmehr darum, diese Kanäle als aktiv zu kennzeichnen und Abschalten wegen Inaktivität zu verhindern.

Machen Sie das ruhig deutlich: „Momentan nur automatisch unsere neuen Pressemitteilungen“ bedeutet „Wir lesen hier nicht, sondern posten nur – aber vielleicht ändert sich das mal.“ Langfristig sollten Sie auch hier über wenigstens minimale Beteiligung nachdenken, aber kurzfristig geht es darum, Ihre Namen zu sichern – bevor es jemand anderes tut.

Durch das Nebenbei-Mitlaufen-Lassen bauen Sie außerdem im Laufe der Zeit Informationen auf, die Sie später auswerten / nutzen können. Diese Grundsicherung ist meist eine einmalige Tätigkeit und kann deswegen gut extern vergeben werden.

„Schwere Maschinen, nicht für Kinder geeignet“

Achten Sie unbedingt darauf, dass nur vertrauenswürdige Personen Zugang erhalten, und legen Sie Rollen fest. Beispiel: Der Admin-Zugang zu den Webmastertools in Google ist vergleichbar mit Ihrer Kreditkarte – Pin inklusive. Nur weil die junge Generation mit dem Internet aufgewachsen ist, bedeutet es nicht, dass sie auch weiß, wie man dort richtig handelt und agiert. Klare Verantwortungen und Zielvorgaben helfen, Peinlichkeiten und Probleme zu verhindern. Wenn Dienstleister miteingebunden werden, achten Sie darauf, dass diese den notwendigen Zugang erhalten, und überprüfen Sie den Account regelmäßig. Das gilt auch für ausscheidende Mitarbeiter.

Soziale Netzwerke verändern Unternehmen, wie sie bereits unsere Gesellschaft verändert haben. Das ist grundsätzlich nichts Bedrohliches - von dem allzu menschlichen Reflex abgesehen, Veränderungen zunächst argwöhnisch zu betrachten.

Webseite

Ihre Webseite ist der Haupteingang zu all Ihren Online-Aktivitäten und immer noch Dreh- und Angelpunkt Ihres Internetauftritts. Sie ist das virtuelle Äquivalent zum Ladengeschäft. Besucher kommen mehr oder minder absichtlich zu Ihnen, einige wollen sich nur umsehen, andere kommen mit einem bestimmten Zweck. Hier präsentieren Sie generell Ihren Kunden, wer Sie sind und was Sie zu bieten haben. Seit Facebook und Twitter kommen Besucher häufig durch den „Lieferanteneingang“, schauen sich nur eine einzige Seite an und verschwinden wieder. Es ist Ihre Aufgabe, das Interesse dieser flüchtigen Kunden zu wecken und ihnen mehr zu zeigen.

Pressebereich und Social Media Newsroom

Journalisten und andere Multiplikatoren sind keine normalen Besucher. Sie möchten auf Bilder und Texte (möglichst druckfähig) zugreifen, bzw. schnell einen Ansprechpartner finden. Hier stellen Sie Informationen plus Multimedia-Material bereit, das auf genau diese Personen ausgerichtet ist. Ziel: Jemand sollte einen ganzen Artikel über Sie schreiben können, ohne nachfragen zu müssen.

Zu einem Social Media Newsroom wird das Ganze durch Ergänzung mit Multimedia, häufig auch mit Kanälen wie Twitter, Facebook, etc. Das Angebot wird zusätzlich um „online“ ergänzt, z.B. um Bilder auch im webgerechten Format. Pressemitteilungen mit Multimedia-Angeboten nennt man auch häufig „Social Media Releases“.

Newsletter und Feeds

Ein Newsletter ist ein klassisches Online-Marketing-Tool, aber sehr „hochschwellig“: Der Abonnent muss Ihnen eine Mailadresse geben. Und Sie müssen die Inhalte regelmäßig pflegen und erstellen.

Stattdessen sollten Sie alle Informationen (auch) als Feed anbieten. Feeds sind speziell aufgebaute Dateien, die Website-Meldungen und Blogposts sammeln, und werden von den meisten Content-Management- und Blog-Systemen automatisch erstellt. Stellen Sie sich einen öffentlichen zugänglichen, immer gleich aufgebauten Ticker vor.

Multiplikatoren und Journalisten können so per Feedreader einfach und schnell auf diese Informationen zugreifen; diverse Dienste im Netz erlauben die intelligente Weiterverarbeitung von Inhalten, wenn sie als Feeds vorliegen. Bekannte Beispiele sind Zeitschriften-Apps für mobile Endgeräte – wenn Sie Feeds haben, können Ihre Besucher die Inhalte einfach dort lesen.

Das Blog

Ihre Webseite als Unternehmensbroschüre,  ein Pressebereich, eventuell Newsletter – all diese Bausteine haben eine bestimmte Ansprache und Zielgruppe. Ein Blog ist quasi professionelle Kaffeeküche und Schwarzes Brett in einem. Die Sprache ist dort informeller als im Pressebereich, häufig geschrieben als „Wir / Ich“ und kann gerne einen Einblick in die Firma bzw. Ihren Alltag geben. Sie gehen zu einer Veranstaltung? Das ist einen Artikel wert, genauso wie einen Bericht hinterher („Das fanden wir besonders gut …“). Dabei können Sie – guter Inhalt vorausgesetzt - Links von anderen Seiten einsammeln, wichtig für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seiten. Sie können sich auch als Person vom Fach präsentieren („Diese Links sind gut: ...“, „Mein Beitrag zu aktuellem Thema XYZ“, „So arbeiten wir“, „Damit arbeiten wir auch“). Devise ist immer: Persönlich, nicht privat – zeigen Sie, dass Sie ein Mensch sind, aber vermeiden Sie zu private Informationen.

Unterschätzen Sie dabei nicht: So ein Blog erzeugt Aufwand. Bei vernünftiger Content-Planung ist es aber fast immer möglich, wenigstens zwei- bis dreimal im Monat etwas mit Mehrwert zu posten. Schauen Sie sich ruhig bei anderen um, und Sie werden schnell feststellen: Mit etwas Planung und Taktik ist das überhaupt kein Problem. „Hm. Was blog ich denn heute?“ hingegen funktioniert auf keinen Fall.

Achtung: Das Blog sollte dem Besucher einen Mehrwert bieten und dazu motivieren, regelmäßig wiederzukommen, idealerweise als Abonnent (siehe Feed). Viele machen hier den Fehler, „irgendwas“ zu posten, nur um eine vermeintliche Quote zu erfüllen. Das geht schief, bringt keine Besucher und keine Verlinkungen. Wenn „Kann ich das woanders auch bekommen?“ mit „Ja - und vermutlich besser!“ beantwortet wird, gilt es, zurück zur Planung zu gehen.
Blogs dienen nur selten dem Verkauf, sondern viel häufiger der Vertrauensbildung, Darstellung von Optionen und als Plattform für Veröffentlichungen, häufig ergänzt durch „Social Sharing“-Funktionen (Gefällt mir, Tweet, Empfehlen - achten Sie auf das Problem Datenschutz beim Einbinden dieser Widgets). Stellen Sie z.B. Ihre Präsentation von einer Messe den Teilnehmern zur Verfügung, posten Sie Ihr neues Produktvideo, usw. Statt Ihre Firma aufwendig wie Sauerbier anzubieten, kann man auf Sie zukommen und Sie als Fachperson einladen. Schließlich „kennt“ man Sie schon durch Ihr Blog.

Multimedia-Inhalte einbinden

Man kann aktiv auf Social-Media-Plattformen unterwegs sein, häufig werden sie jedoch nur als Service verwendet: Youtube oder Vimeo für Ihre Videos, Slideshare für Dokumente und Präsentationen, Flickr für Bilder usw. Interaktionsmöglichkeiten wie die Sharing-Buttons zu Facebook, Twitter, Google Plus und Co. gehören auch dazu: Klickt jemand auf diese Buttons, wird Ihr Inhalt auf dessen Profil allen Freunden dieser Person angezeigt („Hat einen Link geteilt“) anstatt nur der begrenzten Anzahl Fans auf Ihrer Fanseite.

Sie wollen, dass Besucher diese Art von Likes (also „Gefällt mir“, Tweet, +1) nutzen – das bringt Ihnen viel mehr. Sie wollen, dass andere Ihre Videos und Präsentationen anderswo einbinden und so die Nachrichten verteilen.

Warum Text immer noch wichtig ist

Firmen wie Google arbeiten daran, automatisch auch Audio und Video durchsuchbar zu machen, aber Text ist immer noch das Mittel der Wahl, wenn Sie gefunden werden wollen. Sorgen Sie immer dafür, dass ausreichend Text zur Verfügung steht und planen Sie dafür Ressourcen ein. Sie möchten, dass jemand aus Ihrem Video zitiert und das weiterverbreitet? Stellen Sie diese Zitate bereit – oder glauben Sie, dass die andere Seite das selbst mitschreiben möchte? Gerade Multiplikatoren haben wenig Zeit, und auch normale Nutzer möchten gerne wissen, warum sie für Audio oder Video Zeit aufwenden sollen. Das kann eine einfache Zusammenfassung sein, eine stichwortartige Beschreibung, ganz egal: Was nicht als Text verfügbar ist, kann (noch) nicht gefunden werden.

Jobs- / Karriere- / Ausbildungs-Seiten

Diese Seiten werden häufig in ihrer Reichweite unterschätzt. Richten Sie auch hierfür einen Feed ein, oder nutzen Sie einen der preiswerten / kostenlosen Services – es gibt diverse Job-Metasuchmaschinen. Ihre Bewerber besuchen nicht 100 Firmenseiten, sondern gehen gleich zu einer dieser Suchmaschinen. Mit richtig aufbereiteten Inhalten landen Sie dort automatisch und kostenlos.

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