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Der Microbloggingdienst Twitter hat sich längst in den Alltag seiner Nutzer eingeschlichen: Meldet der Dorfbahnhof Verspätungen, zücken sie das Smartphone, um nachzusehen, ob der RMV eine Streckenstörung getweetet hat. Ebenso wenden viele sich am Flughafen anklagend mit einem „Was jetzt?“ an den Twitter-Account der Lufthansa, wenn der Flug abgesagt wird. Die Bundeskanzlerin twittert, die Medien twittern, der US-Präsident macht Politik über Twitter. Aber vor allem: Ihr Kunde twittert vielleicht auch. Und da fast 80% der Twitternutzer angeben, dass sich ihr Eindruck von einem mittelständischen Unternehmen verbessert hat, seit sie auf Twitter mit ihm interagiert haben, sollten gerade kleine und mittlere Unternehmen den Einsatz der verhältnismäßig unaufwendigen Social-Plattform als Marketingmaßnahme in Betracht ziehen. Natürlich müssen sie ihn sorgfältig vorbereiten. Und richtig umsetzen. Und verstehen, wann und wie Twitter ihnen überhaupt nützen kann.



Wie funktioniert Twitter?

Twitter ist eine Microblogging-Plattform, die es Ihnen ermöglicht, Kurznachrichten mit einer maximalen Länge von 280 Zeichen öffentlich zu posten. Diese Tweets können Sie auch von anderen Nutzern übernehmen und auf Ihrem eigenen Profil „retweeten“, oder Sie können mittels eigenem Tweet darauf antworten. Auch Videos (bis 512 MB und 140 Sekunden Länge) und Bilder (maximal 4 pro Post, 5 MB pro Bild) können Sie tweeten. Indem Sie Ihren Tweets sogenannte Hashtags hinzufügen – mit # gekennzeichnete Schlagwörter –, machen Sie sie für Nutzer auffindbar, die sich alle Tweets eines bestimmten Hashtags anzeigen lassen; diese Funktion wird auf Twitter erheblich aktiver genutzt als beispielsweise auf Facebook. Idealerweise sammeln Sie auf Twitter viele interessierte Follower, die sich Ihre Tweets in ihrem Feed anzeigen lassen.

Twitter als Marketingplattform

Twitter ist eines der größten sozialen Netzwerke – es wird von 330 Millionen Personen aktiv genutzt, darunter rund 12 Millionen Deutsche, Tendenz nach wie vor steigend. Es ist auch eine der schnelllebigsten Plattformen: Innerhalb von Minuten kann sich ein Tweet verbreiten oder versacken.

Die große Stärke von Twitter besteht in der Kundennähe, im direkten Kontakt und in den Networking-Möglichkeiten. Sie können sich Ihren Followern mit Ihrem Expertenwissen und mit Ihren Services anbieten: Entweder als direkte Kontaktmöglichkeit für Bestandskunden oder durch mehrwertige Informationen, die Sie auf 280 Zeichen komprimiert – eventuell mithilfe von weiterführenden Links – der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen oder Hilfesuchenden auf Eigeninitiative anbieten.

Einzelne Tweets sollten sorgfältig formuliert und optimiert werden, die Twitter-Aktivitäten zudem täglich überwacht – am besten rund um die Uhr via Handy-Benachrichtigungen. Doch der Zeitaufwand hält sich im Vergleich mit anderen Plattformen in dem Moment deutlich in Grenzen, in dem Sie eine klare Vorstellung von Ihren Twitter-Maßnahmen haben – idealerweise in Form eines Redaktionsplans – und systematisches Monitoring betreiben. Durch Management-Tools wie die kostenfreie Hootsuite fällt es leichter, Tweets vorzuplanen, relevante Accounts und Hashtags zu verfolgen und Retweets oder Klicks auf Links zu tracken. Hinweise auf neue Beiträge im Unternehmensblog oder Produktaktualisierungen im Shop können in aller Regel automatisiert werden. Doch Vorsicht: Rein automatisierte Accounts werden nicht gut angenommen und verspielen Twitters großes Sympathiepotential.


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Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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