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Mit Google AdWords werben Sie genau dort, wo potentielle Kunden nach Ihren Produkten und Leistungen suchen – in Googles Trefferliste. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Entwicklung Ihrer ersten Anzeigenkampagne.

AdWords, das sind rechteckige Anzeigen, die Suchenden über und unter Googles Trefferliste angezeigt werden. Der Anzeigentext hat in etwa die Länge einer SMS, konkret 140 Zeichen. Ein Klick auf die Anzeige führt den Suchenden zu einer vom Werbetreibenden festgelegten Seite. Diese sogenannte Landing Page gehört üblicherweise zur Website des Werbetreibenden.



Grundlagen

Welche Anzeigen eingeblendet werden, entscheidet Google anhand der vom Suchenden verwendeten Stichwörter. Wer nach „Herrensocken“ sucht, der sieht Anzeigen, die für Begriffe wie „Herrensocken“, „Socken” oder „schwarze Herrensocken“ gebucht wurden. Die Einblendung einer Anzeige ist grundsätzlich kostenfrei. Erst ein Klick auf eine Anzeige kostet Geld, den sogenannten Klickpreis (CPC).

Google AdWords sind für Werbetreibende interessant, weil sie auf Grundlage von Suchbegriffen die präzise Abstimmung von Kampagnen auf die Interessen von Suchenden erlaubt. Außerdem bieten sie detailreiche Auswertungsfunktionen. Mit deren Hilfe wird der Weg des Suchenden von der Auswahl der Suchbegriffe über den Klick auf die Anzeige bis hin zur Konversion auf der Landing Page transparent. Das erlaubt eine präzise Optimierung der Werbemittel.


Such-Netzwerk und Display-Netzwerk

Grundsätzlich blendet Google Anzeigen nicht nur in der eigenen Trefferliste ein. Google selbst betreibt zahlreiche weitere Websites (zum Beispiel YouTube) und stellt seine Suchfunktion auch anderen Unternehmen zur Verfügung. Z.B. steckt Google auch hinter der Suchfunktion auf T-Online.de. Google bezeichnet dieses Konglomerat als Suchnetzwerk. Auch mobile Apps, in denen Google AdWords erscheinen, gehören dazu.

Über die AdWords-Oberfläche können Sie wählen, ob eine Kampagne nur in Googles Trefferliste oder im gesamten Suchnetzwerk ausgespielt werden soll. Außerdem bietet Google via AdWords die Schaltung von Anzeigen im so genannten Displaynetzwerk an. Dabei handelt es sich um Anzeigeflächen auf publikumsstarken Online-Magazinen, themenspezifischen Blogs etc. Die Vorgehensweise bei der Entwicklung von Displaynetzwerk-Kampagnen unterscheidet sich wesentlich von der Vorgehensweise im Suchnetzwerk und ist deshalb nicht Teil dieses Leitfadens. Trotzdem verdient sie Aufmerksamkeit, denn hier sind flexiblere Anzeigenformate bis hin zu Videoanzeigen möglich.



AdWords selbst schalten

Grundsätzlich können Sie AdWords selbst schalten und benötigen dafür lediglich ein kostenloses Google-Benutzerkonto. Geht es nach der Google-Werbung, dann sind AdWords ein Kinderspiel, zumal Funktionen wie AdWords Express den Einstieg erleichtern. Hier schrumpft die komplexe Bedienoberfläche auf die wichtigsten Funktionen zusammen. So erstellte Kampagnen zeigen aber typische Mängel wie:

  • Es werden wenige, zu allgemeine Suchbegriffe beworben („Herrenmode“, um in unserem Beispiel zu bleiben). Dadurch erreichen Kampagnen nicht die richtigen Nutzer.
  • Anzeigentexte und Suchbegriffe werden nicht ausreichend aufeinander abgestimmt. Anzeigen erscheinen, aber kaum einer klickt sie an.
  • Die Startseite der eigenen Website dient als Landing Page. Ein großer Teil der Besucher kehrt direkt zu Google zurück.


Hinzu kommt, dass Google die Kampagnen in der Grundeinstellung beschleunigt ausspielt, statt sie gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Das führt zum raschen Verbrauch des Werbebudgets und macht
die systematische Optimierung der Kampagnen unmöglich.

In der Summe entsteht dann häufig der (meistens falsche) Eindruck, dass AdWords „zu teuer sind und wenig nutzen“. Es ist deshalb ratsam, dass Sie zumindest in der Anfangszeit externe Experten hinzuziehen. Empfehlenswert ist ein Zeitraum ab sechs Monaten, denn Kampagnen müssen nicht nur aufgesetzt, sondern auch anhand des von Google gelieferten Datenmaterials optimiert werden. Erst dann rechnen sie sich.

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Gastautor

BIEG-Autor Tim Kaufmann
Tim Kaufmann
Taquiri GmbH

Tim Kaufmann ist Geschäftsführer der Webagentur Taquiri GmbH, Referent und Fachautor. Seit 1996 realisiert er Websites für kleine und mittlere Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet und Mittelhessen. Taquiri setzte als eine der ersten deutschen Agenturen bei Kundenprojekten Responsive Webdesign ein.

http://www.taquiri.de

Letzte Aktualisierung: Februar 2018

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