GESCHRIEBEN VON

Dr. Angelika Niere
Marketing Managerin
Von 2009 – 2021 war Dr. Angelika Niere Referentin und Content Managerin des BIEG Hessen. Heute ist sie Marketing Managerin des Hofheimer Big-Data-Dienstleisters Palturai. Die Spezialität der Marketing-Allrounderin und promovierten Germanistin sind Storytelling und die einfache Präsentation komplizierter Sachverhalte. Sie hat über 200 Fachartikel zu allen Themen des Online-Marketing geschrieben.

Online-Marketing für Existenzgründer: die absoluten Must-haves

Geschrieben von Angelika Niere

Unsere zwei großen Jahresevents für Existenzgründer liegen hinter uns: die AUFSCHWUNG-Messe in der IHK Frankfurt, sowie der IHK-Gründertag 2018, ausgerichtet von der IHK Offenbach. Wir sind seit vielen Jahren bei beiden Veranstaltungen als Aussteller dabei. Eine gute Gelegenheit für einen Post speziell für Existenzgründer und junge Unternehmen!

Im Team haben wir uns zusammengesetzt und die Frage beantwortet: Was sind denn die Must-haves für neugegründete Unternehmen, wenn es ums Online-Marketing geht? Alle können wir natürlich nicht abbilden. Aber hier sind ein paar:

3 Must-haves: Onlinestrategie

Wer ohne Strategie im Internet aktiv wird, hat heute, im Zeitalter hochprofessionellen Online-Marketings, im Prinzip keine Chance mehr. Logisch, dass wir mit diesem Thema beginnen müssen.

1. Definieren Sie für Ihre Onlinestrategie konkrete und messbare Ziele. Zum Beispiel: 10 Kontaktgespräche/Monat generieren via Social Media-Kampagne. Oder 20 neue Newsletter-Abonnenten/Monat via Websiteformular gewinnen.

2. Kommunizieren Sie online vor allem Ihre Stärken und Alleinstellungsmerkmale. Der Kunde möchte wissen, was Ihre Marke ausmacht und warum Sie die richtige Adresse für sein Anliegen sind.

3. Wenn Sie im Team keinen online-affinen Mitarbeiter haben, sollten Sie über eine strategische Partnerschaft mit einer Webagentur oder bei kleineren Vorhaben mit einem Online-Marketing-Freelancer nachdenken.

3 Must-haves: Website

Die eigene Website bildet in den meisten Fällen nach wie vor das Herzstück der eigenen Internetaktivität. Verschwenden Sie hier nicht die erheblichen Potentiale gelungener Selbstpräsentation.

1. Ihren Websiteerfolg können Sie nur steuern, wenn Sie ihn auch messen. Installieren Sie gleich von Anfang an ein sogenanntes Webanalysertool, um Besucherzahlen, Klickpfade und vieles mehr zu tracken.

2. Viele Webseiten machen den Fehler, dass sie nicht kommunizieren, wer sie sind, was sie anbieten und warum sie der richtige Lösungsanbieter für den Kunden sind. Nennen Sie auf Ihrer Startseite Ross und Reiter!

3. Optimieren Sie Ihre Website nicht nur für den eigenen Monitor! Achten Sie darauf, dass Ihre Website auf allen aktuellen Browsern wie Chrome, Safari, Firefox und Explorer korrekt dargestellt wird, sowohl auf Desktop und Tablet, als auch auf dem Handy.

3 Must-haves: Sichtbarkeit

Die schönste Webpräsenz stirbt in Schönheit, wenn sie nicht gefunden wird. Werden Sie überall dort sichtbar, wo Ihre Kunden im Internet surfen – in der Suchmaschine, auf themenverwandten Plattformen und Branchenportalen.

1. Die Suchmaschine kann nicht sicher wissen, ob sich hinter „Mustermann Werke“, „Mustermann GmbH“, „Mustermann GmbH und Co. KG“ dasselbe Unternehmen verbirgt, ob die „069 2197 …“ dieselbe Telefonnummer sein soll wie die „069/2197…“. Legen Sie einmal verbindlich die Schreibweise für Namen, Adresse und Telefonnummer fest und verwenden Sie sie überall.

2. Optimieren Sie Ihre Texte und die Links auf Ihren Webauftritt primär für den Mensch, nicht für die Suchmaschine. Platzieren Sie nur dann Verweise auf Ihr Unternehmen, wenn realistisch wäre, dass darüber echte, menschliche Interessenten zu Ihnen finden.

3. Halten Sie, was Sie versprechen: Stellen Sie sicher, dass die Personen, die Sie mit einem Link oder Suchmaschineneintrag auf Ihre Website ziehen, dann dort auch die angekündigten Informationen finden.

3 Must-haves: Social Media

1. Bevor Sie beginnen, fragen Sie sich WAS Sie erreichen wollen. Ziele können beispielsweise Steigerung des Bekanntheitsgrades, erhöhte Kundenbindung oder die Einrichtung eines zusätzlichen Servicekanals sein.

2. Klären Sie Ihre Ressourcen ab: zeitlich, personell und auch monetär. Social Media ein bisschen nebenher zu betreiben funktioniert nicht.

3. Tanzen Sie nicht auf allen Hochzeiten. Entscheiden Sie sich für einen Kanal und versuchen Sie diesen mit allen Möglichkeiten zu bedienen. Nicht vergessen: Erst durch Analyse und Auswertung Ihrer Maßnahmen erfahren Sie welche Kanäle und Inhalte wirklich funktionieren.