11.02.2026

Das Instagram ABC: Grundlagen für einen strukturierten Auftritt

Instagram hat sich als Plattform längst zu einem festen Bestandteil im Marketing-Mix entwickelt. Richtig eingesetzt, bietet es Unternehmen die Möglichkeit, langfristig im Kopf der Zielgruppe zu bleiben und eine treue Community aufzubauen.

Der Einstieg wirkt jedoch oft komplex. Viele Unternehmen wissen, dass sich ihre Zielgruppe auf Instagram bewegt, sind sich aber unsicher, wie sie den Kanal sinnvoll nutzen können. Fragen nach passenden Inhalten, dem zeitlichen Aufwand oder der richtigen Struktur führen häufig dazu, dass Accounts entweder gar nicht erst gestartet oder nach kurzer Zeit wieder aufgegeben werden.

Der Vortrag zeigt, dass Instagram kein Kanal für Perfektionismus oder Dauerpräsenz ist, sondern vor allem Planung und realistische Ziele erfordert.

YouTube:
Klicken um das Video auf YouTube zu sehen

Hier sind die wichtigsten 8 Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Vortrag:

1. Instagram ist für Unternehmen ein relevanter Marketingkanal

Instagram ist kein reiner Unterhaltungsraum mehr. Viele Nutzer informieren sich dort gezielt über Unternehmen, Angebote und Leistungen. Für kleine und mittlere Unternehmen bietet die Plattform die Chance, Authentizität zu zeigen und mit ihrer Zielgruppe in einen Austausch zu gehen. Die Devise lautet: Vertrauen aufbauen.

  • Instagram dient als digitale Visitenkarte
  • Inhalte wirken dauerhaft und unabhängig von Öffnungszeiten
  • Sichtbarkeit entsteht durch Wiederholung und Klarheit

2. Häufige Vorurteile halten Unternehmen vom Start ab

Viele KMU zögern, weil Instagram als zeitintensiv wahrgenommen wird. Oft entsteht der Eindruck, man müsse mehrmals posten oder perfekt produzierte Inhalte liefern. Es zeigt sich jedoch, dass diese Annahmen in der Praxis meist nicht zutreffen. Entscheidend ist nicht der Umfang, sondern die Struktur.

  • Tägliches Posten ist keine Voraussetzung
  • Perfektion ist kein Erfolgsfaktor – die Menschen bevorzugen nahbare Inhalte
  • Auch kleine Accounts können Wirkung entfalten

3. Die richtige Grundlage: der Business-Account

Ein professioneller Auftritt beginnt mit der richtigen Account-Einstellung. Der Business-Account ermöglicht es Unternehmen, ihre Inhalte auszuwerten und strategisch weiterzuentwickeln. Bereits beim Profilaufbau sollten KMU darauf achten, klar zu kommunizieren, was sie anbieten und für wen.

  • Business-Account ermöglicht Reichweiten- und Interaktionsanalysen
  • Profilname und Bio helfen bei der Auffindbarkeit
  • Impressum muss leicht erreichbar sein

4. Ein klar aufgebautes Profil spart Zeit und schafft Orientierung

Ein übersichtlich gestaltetes Profil beantwortet zentrale Fragen, noch bevor jemand den ersten Beitrag sieht.  Es soll bei potenziellen Kunden Klarheit schaffen, das Angebot schnell einzuordnen und die Botschaft des Unternehmens zu verstehen.

  • Klare Beschreibung von Leistung und Zielgruppe
  • Eindeutige Handlungsaufforderung
  • Sinnvolle Verlinkung zu Website oder Kontakt

5. Gezielte Content-Formate > alles gleichzeitig nutzen

Instagram bietet viele Formate, doch nicht jedes Unternehmen muss alle nutzen. Für KMU ist entscheidend, Formate zu wählen, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Beiträge und Karussells eignen sich besonders gut für Inhalte mit Mehrwert, während Stories Nähe schaffen. Reels können Reichweite bringen, erfordern aber etwas mehr Aufwand.

  • Beiträge und Karussells für erklärende Inhalte
  • Stories für Einblicke und Aktualität
  • Reels nur dann, wenn Zeit und Ressourcen vorhanden sind

6. Planungstools nutzen, um Zeit zu sparen

Ein häufiger Grund für abgebrochene Instagram-Aktivitäten ist Zeitmangel und die stagnierende Motivation. Planungstools helfen dabei, Inhalte zu bündeln und im Voraus zu organisieren. So muss Social Media nicht täglich betreut werden.

Für KMU eignen sich vor allem einfache und kostengünstige Lösungen.

  • Meta Business Suite für kostenfreies Planen von Beiträgen
  • Metricool oder SocialBee für kanalübergreifende Planung
  • Redaktionspläne in Excel, Google Sheets, Notion oder Trello

7. Themenbereiche definieren

Eine klare Themenstruktur nimmt viel Druck aus der Content-Erstellung. Statt ständig neue Ideen zu suchen, arbeiten erfolgreiche KMU mit wiederkehrenden Themenbereichen. Diese orientieren sich idealerweise am Arbeitsalltag und an typischen Kundenfragen.

  • häufige Fragen aus Beratung oder Verkauf
  • Einblicke in Prozesse und Arbeitsweise
  • Haltung, Werte und Besonderheiten des Unternehmens

8. Hilfreiche Tools nutzen

Häufig verirrt man sich im Tool-Dschungel, dabei soll es vor allen Dingen zwei Sachen kombinieren: Geringe Kosten und ästhetische Endprodukte liefern. Zu den Inhalten selbst lässt sich sagen, am Anfang muss nicht alles perfekt sein, poste einen Beitrag, auch wenn es nicht 100% der Idee in deinem Kopf gleichkommt. Und bei den Tools gibt es ein paar Klassiker, die gerne genutzt werden und sich bewiesen haben.

  • Canva für Grafiken, Karussells und einfache Videos
  • Edits für Reels direkt am Smartphone
  • CapCut für einfachen Videoschnitt mit Untertiteln
  • Inhalte in verschiedenen Formaten erneut aufgreifen

Bildrechte

© Alexandra Labus