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Schon wieder ein neues Netzwerk im Social-Media-Dschungel? Noch mehr Inhalte generieren, online stellen und auswerten? Eine zusätzliche Plattform macht zwar Arbeit, aber sie erschließt auch ein neues digitales Spielfeld. Das Besondere an Pinterest: Es handelt sich um eine Suchmaschine mit Merkfunktion. Die überwiegend jungen und weiblichen Nutzerinnen suchen dort nach Themen anstelle einzelner Keywords und sammeln die gefundenen Inhalte auf entsprechenden „Pinboards“.

Entdecken Sie den Nutzen von Pinterest als Marketingkanal für Ihr Unternehmen! In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Argumente  für den Einsatz von Pinterest sprechen und wie Sie den Suchdienst richtig bespielen.



Pinterest bringt Traffic auf Ihre Website

Wenn Sie Pinterest gezielt und sinnvoll einsetzen, wird das die Aufrufe auf Ihrer Website deutlich erhöhen. Das bedeutet automatisch mehr Sichtbarkeit für das Unternehmern. Selbstverständlich erhöhen andere Social-Media-Kanäle ebenfalls die Anzahl der Aufrufe. Doch Instagram, Twitter und inzwischen sogar Google versuchen zunehmend, die Nutzer auf der eigenen Plattform zu halten, anstatt sie auf externe Websites zu schicken. Posts mit direkter Verlinkung auf fremde Seiten werden beispielsweise bei Facebook oder YouTube seltener angezeigt. Zudem muss häufig Geld in die Hand genommen werden, wenn auf diesen Kanälen messbare Erfolge erzielt werden sollen. Auf Pinterest ist das nicht der Fall. Die gefundenen Pins führen den Nutzer auf direktem Weg auf die verlinkte Seite. Das sorgt für mehr Traffic auf den Websites.

Streng genommen ist Pinterest daher kein soziales Netzwerk. Die Plattform bezeichnet sich selbst als „Maschine für visuelle Entdeckungen“. Es handelt sich vielmehr um eine nutzergenerierte Suchmaschine, mit der Inhalte gespeichert werden können. Die Mechaniken entsprechen zwar typischen sozialen Netzwerken – es geht darum, Inhalte zu teilen und im Ranking der Suchergebnisse zu steigen. Auf Pinterest steht allerdings nicht die Community im Vordergrund. Die Möglichkeit, Privatnachrichten an andere User zu schicken, wird nur selten genutzt.

Pinterest ist deutlich langlebiger als Facebook und Co.

Die Halbwertzeit eines Pinterest Pins liegt durchschnittlich bei 3,5 Monaten. Bedeutet: Er verliert erst nach dieser Zeit 50 % seiner Aktivität. Im Vergleich dazu kommt ein Facebook-Post auf 90 Minuten. Auf Twitter sind es gerade mal 24 Minuten. Das heißt, dass Inhalte auf Pinterest wesentlich langlebiger sind.

Pinterest-Nutzer sind Käufer

Pinterest wird von den Usern nicht nur für die Recherche genutzt. Die Suche ist oft sehr konkret. Wenn ein Nutzer das richtige gefunden hat, gibt er meist überdurchschnittlich viel Geld für die in den Pins gezeigten Produkte aus. Warum? Weil Pinterest-Nutzer durchschnittlich hoch gebildet sind und folglich auch über ein hohes Durchschnittseinkommen verfügen. Das Umsatzpotenzial über Pinterest ist deshalb im Vergleich deutlich höher.


Nutzergruppe

Pinterest veröffentlicht im Gegensatz zu Facebook und Co. keine offiziellen Nutzerstatistiken. Mithilfe von Umfragen können Marketingexperten aber eine gute Einschätzung über die Zielgruppen geben:

Weibliche Nutzer in der Mehrzahl

Aktuell gibt es auf Pinterest noch die Besonderheit, dass der Großteil der Nutzer weiblich ist. Im Vergleich: Auf Social-Media-Plattformen liegt die Verteilung bei 50:50, aber es kommen immer mehr männliche Nutzer hinzu. Das Potenzial an Content für männliche Nutzer liegt vor und es ist eine große Chance an dieser Stelle einzusteigen. Männliche Nutzer interessieren sich auf Pinterest für andere Themen. Dies sind vor allem Technologie, Essen & Trinken, Handwerk und Humor.

Hohe Wachstumsrate unter Millennials

Im Vergleich mit sozialen Kanälen ist Pinterest unter Millennials eine der am schnellsten wachsenden Plattformen. Unter den 18- bis 29-jährigen steigt die Akzeptanzrate besonders schnell. In den USA überbietet die Anzahl der Nutzer-Accounts inzwischen fast Instagram.

Generation X auf Pinterest-Vormarsch

Das Durchschnittsalter von Pinterest-Nutzern liegt aktuell bei 40 Jahren. Das ist besonders interessant für Unternehmen, die ihre eigene Zielgruppe über herkömmliche Social-Media-Kanäle schwieriger erreichen.


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Cover des BIEG-Leitfadens Pinterest

Autor

Lisa Bier

Die Welt der kleinen und mittleren Unternehmen lernte ich bereits im Studium der Betriebswirtschaft kennen, bevor ich praktische Erfahrung im Marketing von KMU gesammelt habe. Im Masterstudium der Sozial- und Kommunikationswissenschaften habe ich mich im Anschluss intensiv mit Unternehmenskommunikation beschäftigt.

Stand: November 2019

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