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„Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, große in neun Monaten.“ Und Sünden gibt es jede Menge… vor allem auf Webseiten. Das Tragische: Website-Sünden bestraft auch der Besucher! Wir stoßen in unseren Website-Checks immer wieder auf die gleichen Fehler: mangelnde Relevanz, unklare Navigation und Charakterlosigkeit. Dabei werden Marken heute online geführt, und Webseiten stehen im Zentrum der Außendarstellung. Schlechte Website – schlechtes Unternehmen! Die Eindrücke vom Website-Besuch – der sogenannten User Experience – übertragen Kunden 1:1 auf das Unternehmen. Und wer möchte nicht als professionell, sympathisch und vertrauenswürdig wahrgenommen werden? Es ist also Zeit für die Beichte!



1. Schlechter Ersteindruck

Es ist wie im echten Leben: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Mit Webseiten verhält es sich genauso. Es geht alles ganz schnell, Experten sprechen von 50 bis 250 Millisekunden, bis die Meinung steht. Zum Lesen von Texten bleibt keine Zeit, sondern nur für den visuellen Schnell-Check: Sieht es professionell aus? Harmonieren Farben und Formen? Fühle ich mich hier wohl?

Damit Sie beim ersten Eindruck ordentlich punkten, müssen Sie Ihren Kunden betrachten: In welcher Stimmung besucht er Ihre Website? Was sind seine wahren Kaufgründe? Sucht er Sicherheit, weil er seine Finanzanlage plant, oder Inspiration für sein nächstes Abenteuer?

In beiden Fällen ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an das Webdesign, in Form von Farb- und Formwelten. Zum Beispiel wäre im ersten Fall ein seriöses Blau in klaren Strukturen passend, während es im zweiten etwas verspielter in der Formensprache und knackiger in der Farbauswahl aussehen darf.

 

  • Unterschätzen Sie nicht den Faktor Mensch: Gesichter, Blicke und Lächeln erzeugen Aufmerksamkeit, schaffen Sympathie und Nähe. 

  • Große Stimmungsbilder eignen sich hervorragend zur Emotionalisierung.

  • Überlegen Sie sich, ob Sie von der Norm abweichen und etwas Unerwartetes in Ihrer Bildsprache präsentieren. Auch das erzeugt Aufmerksamkeit. Zum Beispiel müssen es im Finanzbereich nicht immer die langweilige Frankfurt Skyline oder der abgenutzte Händeschüttler sein. Seien Sie kreativ und punkten Sie mit eigenen Fotos.

  • Damit Fotos, Farben und Formen auch ein stimmiges Ganzes ergeben, brauchen Sie einen Fachmann. Ohne Webdesigner oder Webgrafiker wird hohe Qualität schwierig. Und die brauchen Sie. Bei Webseiten gilt: Slider machen Leute!

 

 

2. Mangelnde Relevanz

Kennen Sie das? Sie landen auf einer Webseite und haben keinen blassen Schimmer, wo Sie sich befinden, was Sie dort tun können und ob Sie überhaupt richtig sind. Frustriert klicken Sie auf Zurück und versuchen es bei Google mit dem nächsten Treffer. Chance vertan, der Kunde ist weg, womöglich für immer.

Nennen Sie Ross und Reiter! Und zwar bereits auf der Startseite, in Ihrem prominenten Online-Schaufenster. Wer sind Sie, was bieten Sie an und was macht Sie besonders? Am schnellsten lässt sich das mit einer klaren, eindeutigen Bildsprache kommunizieren. Denn Bilder verarbeitet das Gehirn 70.000 mal schneller als Text.

  • Ergänzen Sie Ihre Fotos mit kurzen Textaussagen, um die Bildsprache zu befeuern. So entstehen weniger Missverständnisse. Denn nicht immer lassen sich Produkte und Dienstleistungen so abbilden, dass sie vom Kunden verstanden werden.

  • Texten Sie konkret und auf den Punkt, ohne Blähdeutsch und Marketingprosa.

  • Besonders hilfreich ist es, wenn Sie in räumlicher Nähe zu Ihrem Logo, vielleicht sogar als dessen Bestandteil, erklären, was Sie tun oder worauf Sie sich spezialisiert haben. Auf unserem Logo heißt es: Neutrale Online-Marketing-Beratung. Natürlich bieten wir noch weitere Leistungen an. Aber an dieser Stelle brauchen Sie Mut zur Lücke. Sie wollen den Besucher ja nicht erschlagen.



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Cover des BIEG-Leitfadens Die 7 Website-Suenden

Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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