Influencer Marketing

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Was ist Influencer Marketing?

Influencer sind die neuen Celebrities: Sie haben auf YouTube, Instagram oder Snapchat so sehr mit ihren spannenden Beiträgen von sich reden gemacht, dass die Anzahl ihrer Follower weit über den Durchschnitt hinausgeht. Viele von ihnen sind „normale“ Leute, die ursprünglich nur in den sozialen Netzwerken aktiv waren, weil sie über ein Hobby sprechen wollten. Doch mittlerweile gibt es zahlreiche professionelle Influencer, die ihr Geld über Kooperationen mit Unternehmen und Werbeanzeigen verdienen. Beim Influencer Marketing arbeiten Sie mit Influencern zusammen, die zu Ihrem Thema passen, und machen sich die hohe Reichweite der populären Accounts zunutze.

Nora Hartel
Influencer-Marketing gehört in den Marketing-Mix eines modernen Unternehmens.
Nora Hartel, Beraterin BIEG Hessen

So funktioniert Influencer Marketing

Nach ersten Studien über die noch neue Disziplin des Influencer Marketings liegen beeindruckende Zahlen über seine Effektivität vor. Es zeigt sich nämlich, dass Social-Media-Nutzer um ein Vielfaches gewillter sind, der Produktbewertung eines Influencers zu glauben und der Kaufempfehlung zu folgen, als sie es nach dem Ansehen einer Werbeanzeige wären. Wer über Wochen oder Monate hinweg die Aktivität z. B. eines YouTubers verfolgt, hat das Gefühl, dass er ihn als Mensch persönlich kennt und einschätzen kann. Deshalb haben Empfehlungen von Influencern einen Stellenwert ähnlich der Empfehlung von Bekannten aus dem Freundeskreis.

Ihnen stehen beim Influencer Marketing verschiedene Optionen offen. Im klassischen Fall stellt der Influencer Ihr Produkt in einem Video kurz vor, oder er benutzt es während eines Videos und stellt einen Kauflink bereit – zum Beispiel der Fitnesscoach, der zwischen zwei Übungen seinen Energy Drink in die Kamera hält. Für Zuschauer ist diese Empfehlung hochrelevant. Sie glauben ja dem Fitnesstrainer bereits, dass seine Methode funktioniert, also kann das Getränk nicht schlecht sein. Andere Unternehmen arbeiten aber auch für Image-Kampagnen mit Influencern zusammen, gehen gemeinsame Projekte an oder beziehen sie in ihre Produktentwicklung ein. Die Preise für diese Kooperationen schwanken je nach Reichweite und Schwerpunkt des Influencers, Dauer und Art der Zusammenarbeit natürlich erheblich.

Wie finde ich den richtigen Influencer?

Bevor Sie sich auf die Suche nach Influencern begeben, lohnt sich die Erarbeitung einer Strategie. Sie müssen wissen, was für einen Menschen Sie sich als Markenbotschafter Ihres Unternehmens vorstellen können, was für eine Zusammenarbeit Sie anstreben, welche Ziele Sie mit der Kooperation verfolgen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und so weiter.

Dann haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie können sich auf die Suche nach einem Influencer begeben, der diesen Kriterien entspricht – mittels eigener Recherche in den Netzwerken ihrer Wahl, mithilfe einer Marketingagentur oder einer Influencer-Suchplattform. Oder Sie können sich an die Königsdisziplin wagen und sich als Führungskraft an den Aufbau einer eigenen Influencer-Präsenz machen. Womöglich gibt es ja auch unter Ihren Mitarbeitern Influencer, von denen Sie noch gar nichts wissen?

Mithilfe von Online-Tools wie hypeauditor oder socialblade können Sie sich einen Eindruck davon verschaffen, welchen „Net Worth“ ein Influencer hat (d. h. was er kostet), ob die Follower eines Influencers echt oder gekauft sind und was für Personen ihm typischerweise folgen.

Micro-Influencer – Influencer Marketing für begrenzte Budgets

Die Kooperation mit einem Influencer, der Millionen Follower sein eigen nennt, hat riesiges Potential, ganz klar. Sie kostet aber auch einen Haufen Geld. Gerade für kleinere Unternehmen ist das oft nicht erschwinglich. Die Antwort kann aber in diesem Fall die Zusammenarbeit mit sogenannten Micro Influencern sein. Dabei handelt es sich um Influencer mit einem sehr engen Themenschwerpunkt und ebenso engen Followerkreis (gemäß Definition 5000 bis 100000). Ihr „Net Worth“ ist entsprechend geringer. Sie erhalten weniger Kooperationsanfragen. Dafür ist die sogenannte Engagement Rate in ihrer Community aber oft besonders hoch – das ist die Zahl der Follower, welche die Beiträge nicht nur lesen oder anschauen, sondern auch Kommentare hinterlassen oder in anderer Weise aktiv dabei sind. Das bedeutet, sie werden als besonders authentisch und ehrlich wahrgenommen. Zudem sind sie häufig an langfristigeren Bindungen zu Unternehmen interessiert.