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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

21 Sep

(21.09.2016) Denken Sie kurz an Ihren letzten Urlaub. Was fällt Ihnen ein? Bilder. Vom Panorama, vom Ausblick, von Einheimischen, von den Sehenswürdigkeiten. Vielleicht erinnern Sie sich noch an spezielle Düfte oder einen besonderen Geschmack. Sie erinnern sich jedoch wahrscheinlich nicht an einen Text.

Bilder funktionieren in der Kommunikation deutlich effektiver als Texte. In Sekundenbruchteilen hat der potenzielle Kunde das Bild erkannt und eingeordnet. Und augenblicklich stellt sich eine Emotion ein. Sympathische Emotionen wie Freude oder Interesse verstärken den Wunsch nach mehr Details. Bei Abneigung widmet sich der Nutzer rasch neuen Themen.

Texte zu lesen ist mühsamer. Lesen erfordert uneingeschränkte Aufmerksamkeit und höhere Konzentration. Bilder betrachten zählt hingegen eher zur Entspannung.

Umso wichtiger ist es für Sie, Ihr eigenes Angebot an Waren oder Dienstleistungen mit aussagekräftigen Bildern zu transportieren. Dabei kommt es nicht nur auf Schärfe und Farbgestaltung an, sondern vor allem auf die Wirkung. Was passiert beim Betrachter? Bekommt er Lust auf Ihr Angebot? Möchte er Sie jetzt gerne anrufen, um zu kaufen?

Nutzen Sie die folgenden zehn Tipps, um Ihr eigenes Angebot besser abzubilden:


1. Verwenden Sie authentische Bilder

Online-Bilderdienste wie Fotolia, Shutterstock, istockphoto oder andere bieten Ihnen scharfe und brillante Fotos zu allen möglichen Themen. Das sind hervorragende „Beispielfotos“, aber keine „Beweisfotos“. Die Glaubwürdigkeit macht den Unterschied aus. Nur authentische Bilder schaffen Vertrauen und bilden damit die Basis für eine Kontaktaufnahme. Also nehmen Sie lieber ein aktuelles Handyfoto als das makellose Bild aus der Konserve. Am besten ist natürlich ein scharfes Bild eines Profis.

2. Ein Bild - ein Thema

Nutzen Sie ein Bild mit einer Aussage. Mehrere Aussagen in einem Bild verwirren den Betrachter und verwässern die Wirkung. Zeigen Sie einen Cocktail, und der Betrachter bekommt Durst. Zeigen Sie eine Bar mit verschiedenen Cocktails, reduziert sich die Wirkung, der Durst lässt nach.

Beispielbild
Ein Aussichtsturm von unten wirkt eher langweilig.
Bei diesem Bild steht die Aussichtsplattform des Turms im Fokus. Sicher ein Detail, das viel mehr Leute reizt, den Turm zu besuchen und die Plattform zu besteigen.



Beispielbild
Eine Oldtimer-Ausfahrt im Park mit vielen Zuschauern wirkt viel spannender, wenn man...
Beispielbild
… sich auf ein einzelnes Fahrzeug konzentriert und das formatfüllend abbildet.

3. Achten Sie auf ruhigen Hintergrund

Sorgen Sie für einen klaren und ruhigen Hintergrund, um den Blick nicht von Ihrem Motiv abzulenken. Während der Aufnahme konzentrieret man sich vor allem auf das Motiv und nimmt den Hintergrund nicht so intensiv wahr. Vor einem unruhigen Hintergrund verzichten Sie auf mehr als die Hälfte der Wirkung.

Beispielbild
Eine spannende Spielszene wird wertlos, wenn im Hintergrund die Zuschauer fehlen. Die Autos und Wohnhäuser lenken vom Spiel ab und reduzieren die Bildwirkung.
Beispielbild
Dieselbe Szene, aber ohne störenden Hintergrund. Der Betrachter kann sich auf die Spielszene konzentrieren und die Dynamik ungestört genießen.

4. Passen Sie das Format Ihrem Motiv an

In der klassischen Fotografie arbeitet man oft mit dem 3:2-Format, quer oder hoch. In der digitalen Fotografie kommt auch das 4:3 Format und in Panoramen auch das 16:9 Format vor. Facebook und XING lieben es quadratisch. Auf Ihren eigenen Webseiten sind Sie in der Regel frei in der Wahl des Formats. Nutzen Sie diese Freiheit, um das Format passend zu Ihrem Motiv zu wählen. Den Sportwagen im Horizontalpanorama, den Cocktail im 3:2-Format hochkant.

5. Nutzen Sie die vorhandene Fläche aus

Ihr Motiv sollte formatfüllend abgebildet sein. Beispiel: Zwei Personen beim Handshake. Hier reichen die Oberkörper bis zur Hand. Die Beine sind unwichtig. Und rings um die Personen brauchen wir auch keinen „Rahmen“. Das verkleinert nur die Abbildung der Personen und reduziert die Wirkung.

Häufig hält der Urheber einen Sicherheitsabstand zu seinem Motiv. Das führt zu einem breiten Rahmen mit unwichtigen Bildinformationen. „Näher ran“ lautet daher eine Standardregel für gute Fotos.
Auf identisch großer Fläche sind die bildwichtigen Bestandteile nun mehr im Vordergrund. Alles andere war für die Bildaussage nicht entscheidend und sollte daher eliminiert sein.

6. Wählen Sie die richtige Aufnahmeposition

Moderne Kameras werden häufig mit einem Zoom-Objektiv betrieben. Der Nutzer stellt sich auf und regelt den Bildausschnitt dann mit dem Zoomring. Profis wissen, dass ein Teleobjektiv die Situation verdichtet, während ein Weitwinkel die Objekte vor der Kamera auseinander schiebt. Wählen Sie also je nach Thema erst Ihr Objektiv bzw. Ihre Zoomeinstellung und dann Ihren Aufnahmestandpunkt.

7. Testen Sie verschiedene Perspektiven

Fotografieren Sie Ihr Motiv mit verschiedenen Einstellungen, aus verschiedenen Richtungen und mit unterschiedlichen Beleuchtungen. Dann haben Sie die Möglichkeit, das Bild mit der besten Wirkung zu nutzen. Kein Profi macht nur ein Foto und ist fertig.

8. Halten Sie die Kamera gerade

Partyaufnahmen wirken oft mit ungewöhnlichen Perspektiven. In den meisten Situationen ist jedoch eine gerade Haltung für die optimale Wirkung wichtig. Am schlimmsten sind Fotos vom Strand, auf denen im Hintergrund der See oder das Meer „ausläuft“, da der Horizont schief ist.

9. Verzichten Sie auf Effekte und übertriebene Farben

Moderne Software kann jedes Foto entstellen. Problemlos lassen sich Farben verändern, Bereiche weichzeichnen und außergewöhnliche Effekte erzielen. Fraglich bleibt jedoch, wie diese Effekte auf den Betrachter wirken. Ihr Bild sollte authentisch wirken, um Ihre Glaubwürdigkeit zu unterstützen.

10. Blitzen Sie indirekt

Ein direkter Blitz auf das Motiv erzeugt hässliche Schlagschatten, bei Personen manchmal auch rote Augen. Das Bild wirkt langweilig. Helle Flächen in der Nähe sind schnell überstrahlt. Richten Sie den Blitz besser gegen die Decke oder die Wand neben dem Motiv oder die Wand hinter sich. Dadurch wird das Licht diffuser und das Motiv wirkt besser.

 

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps in Ihrem Business helfen. Im Zweifel fragen Sie einfach unbeteiligte Personen, was ihnen beim Betrachten der Fotos in den Sinn kommt. Wichtig ist, dass Sie Fotos nutzen, um Ihre Angebote darzustellen. Bilder sind immer besser als keine Bilder.



Gastautor

Hans Rodewald

Hans Rodewald macht seit mehr als 30 Jahren Fotos für Unternehmen, Agenturen, Zeitungen und Magazine. Er studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Münster und an der Hawaii Pacific University. Derzeit bilden großformatige Bilder für Hotels, Gaststätten, Büro- und Konferenzräume sowie Kliniken und Arztpraxen den Schwerpunkt seiner Arbeit.

http://www.KonferenzRaumBilder.de

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