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Contentbrocken der Woche: Fünf Tipps für bessere Google AdWord-Texte

05 Nov

(05.11.2014) AdWords - das sind die kleinen Anzeigen, die bei Google auf der Ergebnisseite rechts neben und oberhalb der organischen Suchergebnisse angezeigt werden. Sie sind im Gegensatz zu den Positionen in der Trefferliste für das Unternehmen kostenpflichtig, und die Anzeige muss für Google vollständig bereitgestellt werden. Während unser Leitfaden Google AdWords für Einsteiger Ihnen den vollständigen Weg zur ersten AdWord-Anzeige erklärt, geht es im heutigen Contentbrocken darum, wie man eine AdWords-Anzeige geschickt formuliert, damit sie von möglichst vielen potentiellen Kunden angeklickt werden.

Aus diesen Bestandteilen setzt sich Ihre AdWords-Anzeige zusammen:

  • Eine Überschrift mit maximal 25 Zeichen
  • Eine Anzeigen-URL mit maximal 35 Zeichen
  • Textzeile 1 mit maximal 35 Zeichen
  • Textzeile 2 mit maximal 35 Zeichen

Insgesamt stehen Ihnen also 130 Zeichen zur Verfügung - fast genauso viele wie in einer SMS -, wobei sich die Zeichen allerdings auch entsprechend auf die einzelnen Zeilen verteilen müssen. Die angezeigte URL ist Teil Ihrer Anzeige und muss nicht der eigentlichen Ziel-URL entsprechen: Lediglich die Domain muss dieselbe bleiben. Würde das BIEG also eine Anzeige schalten, müsste ihre Anzeigen-URL mit www.bieg-hessen.de/ beginnen, doch nach dem Slash kann ein beliebiger Text eingegeben werden. Hier ist also gleich Platz für ein paar geschickt eingesetzte Keywords.

Joseph Willkommer nennt in seinem Artikel Texten für Google Adwords folgende journalistische Rahmenbedingungen, die Sie beim Verfassen von AdWords unbedingt befolgen sollten, da Google sie sonst gegebenenfalls deaktiviert:

  • Max. ein Ausrufezeichen in der gesamten Anzeige
  • Keine Wörter in reinen Großbuchstaben (z.B. KOSTENLOS)
  • Keine unnötigen Wortwiederholungen
  • Richtiger Einsatz von Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Abkürzungen
  • Keine beleidigenden oder anstößigen bzw. illegalen Inhalte
  • Verwenden Sie Superlative oder Vergleiche nur, wenn sie klar und unabhängig belegbar sind
  • Preise, Angebote und Rabatte müssen innerhalb von zwei Klicks erreichbar sein
  • Keine direkte Weiterleitung aus dem Anzeigentext zur URL (z.B. Muster kostenlos hier anfordern: URL)

Hier fünf weitere einfache Tipps für die Gestaltung Ihrer AdWords:

1. Keywords verwenden

Sie buchen Ihre Anzeigen für bestimmte Keywords, die von potentiellen Kunden in die Google-Suche eingetippt werden. Diese Keywords sollten sich unbedingt in der Anzeige wiederfinden, denn der Suchende, der ja wegen diesen Keywords auf der Seite ist, wird Ihre Anzeige dann schneller bemerken. Besonders aufmerksamkeitsstark ist die Überschrift der Anzeige: Hier ergibt die Verwendung von Keywords also besonders viel Sinn.

In diesem Zusammenhang bietet Google auch die Option der sogenannten Dynamic Keyword Insertion. Mithilfe dieser Funktion können Sie das genaue vom Suchenden eingegebene Keyword in Ihre Anzeige einbinden. Wenn Sie beispielsweise Anzeigen für alle Keywords schalten, die die Zeichenfolge "Schuhe" beinhalten, könnte Ihre Anzeige neben der Trefferliste eines Suchenden erscheinen, der "Herrenschuhe" in die Anzeige eingetippt hat. Google würde dann den konkreten Suchbegriff "Herrenschuhe" in Ihre Anzeige einbinden. Doch Vorsicht: Stellen Sie sicher, dass Sie dadurch nicht versehentlich unsinnige Anzeigentexte  kreieren. Wird im Text {Keyword} in unserem Shop kaufen das Keyword "Schuhe kaufen" hinzugefügt, darf Ihre Anzeige nicht Schuhe kaufen in unserem Shop kaufen lauten. Sie können solche Missgeschicke vermeiden, indem Sie Ihre Keywords genau in den Einstellungen definieren.

 

2. Vorteile nennen

Nennen Sie den Vorteil, den der Kunde erhält, wenn er in Ihrem Shop kauft oder Ihre Website besucht. Weisen Sie Ihre Produkte als besonders günstig, hochwertig oder elegant aus. Werden Sie konkret: Weisen Sie auf Rabatte und Sonderangebote hin und nennen Sie dabei die Zahlen: Damenblusen ab 35€ oder 15% Frühbucherrabatt. Niemand wird auf Ihre Anzeige klicken anstatt einer anderen, wenn Sie ihm keinen Grund geben, sie auszusuchen.

3. Call To Action

Jede Anzeige sollte mit einer Handlungsaufforderung enden, denn der potentielle Kunde muss verbal abgeholt und beim Klick an die Hand genommen werden. Günstig kaufen! oder Jetzt bestellen! Vielleicht auch Jetzt kostenlos testen! Werfen Sie einen Blick auf die Beispiele im Bild auf der linken Seite und lassen Sie den Call to Action auf sich wirken. Was weckt den stärkeren Kaufimpuls?

4. Stimmen Sie Anzeige und Landing Page aufeinander ab

Für jedes AdWord geben Sie natürlich auch einen Link zu einer Unterseite an, auf die Sie den zukünftigen Kunden weiterschicken. Dort sollte genau das angeboten werden, was auch in der Anzeige steht. Wenn Suchende eines falschen Versprechens wegen auf Ihre Anzeige klicken und das Gesuchte auf der Website nicht finden, haben Sie für einen Klick bezahlt, der Ihnen überhaupt nichts genützt hat. Betrachten Sie Ihre AdWord-Anzeige als ein Mittel, um Suchende auf effizientere Weise an den Ort zu führen, an dem sie von vorneherein sein wollten.

5. A/B/C-Tests

Google erlaubt Ihnen, mehrere Anzeigenvarianten für das gleiche Keyword zu schalten und so im Livetest herauszufinden, welche Anzeige besser "zieht". Schalten Sie deshalb stets mehrere Anzeigen zugleich und beobachten Sie die Erfolgsraten genau. Das ermöglicht Ihnen, erfolglose Anzeigen abzustellen und neue optimierte Varianten zuzuschalten, um dann auch sie im Vergleich mit den erfolgreichen Anzeigen zu testen. Denn kleine Optimierungen und Verbesserungen können einen erheblichen Unterschied machen.

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Am 13. November können Sie für 30€ pro Person auf unserem Nachmittagsseminar lernen, wie sich Ihre AdWords-Kampagnen noch weiter verbessern lassen. Die beiden Referenten Bernd Weidmann (WIV GmbH) und Eckart Backofen (WinLocal GmbH) erklärten fortgeschrittenen AdWords-Nutzern, an welchen Stellschrauben Sie drehen müssen. Melden Sie sich an.

Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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