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Sichtbarkeit im Internet: Was heißt das eigentlich?

16 Apr
Grafik zum Thema Suchmaschinen
(c) Rawpixel - Fotolia.com

(16.04.2015) Eine besonders große Herausforderung beim Online-Marketing besteht darin, vor Ort zu sein, wenn der potentielle Kunde sich im Internet gerade mit dem Problem beschäftigt, das das Unternehmen mit seinem Produkt für ihn lösen könnte. Folge: mehr Websitebesucher für das Unternehmen. Deshalb hat sich in den vergangenen beiden Jahren unter Online-Marketern für den Umgang mit dieser Herausforderung das Schlagwort "Sichtbarkeit" verbreitet. Früher wäre an dieser Stelle von Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing die Rede gewesen; heute versteht man diese beiden Themenbereiche als nur zwei von einer Vielzahl an Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit, auch wenn sie immer noch zentrale Bedeutung haben.

Denn der wichtigste Knotenpunkt, den Internetnutzer meistens beim Surfen passieren, ist nach wie vor die Suchmaschine Google. 95% aller Deutschen nutzen sie. Auf der Suchergebnisseite von Google laufen verschiedene Googlekanäle zusammen: In der "organischen" Suchergebnisliste werden Ergebnisse der Text-, Bild-, News- oder Videosuche dargestellt. Daneben erscheinen Treffer auf der Google Map, häufig genau auf den Standort des Nutzers abgestimmt. Für spezielle Suchanfragen gibt Google Direktantworten aus, die es bspw. von Wikipedia oder im Falle von Anfragen über Personen und Unternehmen direkt aus dem eigenen sozialen Netzwerk Google Plus zieht. Hinzu kommen kostenpflichtig geschaltete Google AdWords-Anzeigen. Marketingexperten sprechen deshalb nicht mehr von der Suchmaschine Google, sondern vom Google-Universum. Unternehmen können und müssen viele verschiedene Maßnahmen ergreifen, um auf dieser bunten Ergebnisseite in Erscheinung zu treten. Wer nur auf der zweiten oder dritten Seite abgebildet wird, existiert im Internet effektiv nicht.

Sichtbarkeit messen

Mithilfe von Webanalysetools kann Sichtbarkeit messbar gemacht und objektiv ausgewertet werden. Beim Einsatz von Webanalyse auf der eigenen Website können Sie nicht nur herausfinden, wie viele Besucher Ihre Website besucht haben (hohe Nutzerzahlen sind natürlich an sich ein erster Hinweis auf große Sichtbarkeit), sondern auch,

  • woher diese Besucher stammen (Google, Social Media, Links auf anderen Websites),
  • welche Keywords sie gegebenenfalls auf Google eingegeben haben, um Sie zu finden,
  • welche Endgeräte und Browser sie nutzen (werden Sie vielleicht bei der lokalen Suche auf dem Handy besonders sichtbar? Oder gar nicht?),
  • ob sie die Website zum wiederholten Male besuchen
  • und was sie auf der Website angesehen haben.

Je nachdem, welches Ziel Sie als Unternehmen im Internet verfolgen, werden andere Kennzahlen für Sie relevant. Möchten Sie Ihre Sichtbarkeit erhöhen und damit letztendlich den Traffic auf Ihrer Website steigern, so werten Sie die Anzahl der Besucher von verschiedenen Quellen im Internet aus und arbeiten daran, Ihre Sichtbarkeit dort zu steigern und zu optimieren, wo noch Nachholbedarf besteht. Stimmt mit der Sichtbarkeit alles, aber die vielen Besucher verschwinden alle wieder, ohne zum Kunden zu werden, dann müssen Sie stattdessen Ihre Website optimieren.

Unser Leitfaden Web-Analytics - Messbares Online-Marketing für KMU bietet einen Einstieg in das Thema Webanalyse.

Die richtigen Keywords und Themen

Egal ob organische Suche, AdWords oder zusätzliche Google-Features: Sie erscheinen immer nur dann in der Google-Suchergebnisliste, wenn Google glaubt, dass Sie das sein könnten, was der Nutzer gerade sucht. Deshalb müssen Sie herausfinden, für welche Suchanfragen Sie gefunden werden wollen. Der Trend bewegt sich weg von der Konzentration auf einzelne Schlagwörter und hin zu der Frage, welche Themenfelder Sie besetzen wollen. Dennoch wertet Google letztendlich den Text auf Ihrer Website aus und muss Übereinstimmungen zwischen Ihren Inhalten und den Suchanfragen der Nutzer feststellen können. Sie müssen die Sprache der Nutzer sprechen und verstehen, welche Fragen und Probleme sie bewegen, wenn Sie als Unternehmen Ihnen weiterhelfen können.

Einen ersten Überblick gibt unser Leitfaden Keywords finden und optimieren

Sichtbarkeit in den Social Media

Natürlich können Sie auch an anderen Stellen im Internet sichtbar werden, nicht nur auf Google. Besonders wichtig sind die sozialen Netzwerke, Preissuchmaschinen und Bewertungsportale. Man erkennt allerdings die Bedeutung von Google daran, dass Aktivitäten auf diesen Portalen wiederum von Google ausgewertet werden und die Sichtbarkeit bei Google beeinflussen. "Social Signals", also Unternehmensbewegungen in sozialen Netzwerken, geben Google bspw. Hinweise darauf, welche Inhalte Nutzer interessieren. Andersherum generiert hohe Sichtbarkeit bei Google jedoch auch mehr Aktivität auf diesen anderen Plattformen und Portalen. Die erste Frage beim Einstieg in die Welt der Social Media: Wo bewegen sich Ihre potentiellen Kunden? Welche Plattformen sind deshalb für Sie besonders relevant?

Zum ersten Einstieg in das große Thema Social Media: der BIEG-Leitfaden Social Media Marketing - Welche Plattform brauche ich? 

Sichtbarkeit im Internet beim SEO-Seminar in der IHK Frankfurt am Main

Wo geht es hin beim großen Thema Sichtbarkeit? Damit befasst sich am 23. März unsere Veranstaltung Suchmaschinenoptimierung 2017. Für 69 Euro pro Person können Sie sich dort kompakt an einem Nachmittag über alles von den aktuellen Rankingfaktoren bis hin zu Local SEO und dem Einsatz von Storytelling für den Linkaufbau informieren. Melden Sie sich an!


Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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