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56 Online-Marketing-Tipps für Feiertagsverweigerer

19 Dez

Sie gehören zu den Unglücklichen, die bis knapp vor Weihnachten und gar zwischen den Jahren arbeiten müssen? Oder vielleicht mögen Sie Weihnachten (und Hanukkah und Kwanzaa) einfach nicht. Oder vielleicht ist Ihre Liebe zum Online-Marketing so unbändig, dass Sie auch die glitzrigste Christbaumkugel auf der Welt nicht vom Browsen abhält. Was immer davon zutrifft – dieser Beitrag ist für Sie: Im weihnachtlichen Schnelldurchlauf gibt es heute – wie immer im letzten Post des Jahres – die wichtigsten Online-Marketing-Tipps aus (fast) jedem unserer Seminare dieses Jahr.

Als Bonus genießen Sie den Blick auf ein paar Winterlandschaften - und zwar ganz feiertagsneutral. :-)

Digitale Trends 2019 (am 30. Januar, Alte Wagnerei in Mühlheim)

  • Künstliche Intelligenz oder künstliche Dummheit? Speaker Thomas Winzer (Inosoft AG) erklärte, dass es lange noch keine KI gibt, die dem menschlichen Gehirn gleichkommt. Seine Empfehlung für kleine Unternehmen: Für die langfristige Perspektive den Trend im Auge behalten, für die kurzfristige hintenanstellen.

  • Die Zukunft gehört den Sprachassistenten! Schätzungen zufolge werden bis Ende 2020 bereits 85% (!) aller Kundenservice-Interaktionen via Chatbot stattfinden. Jochen Breunig (Sitewards GmbH) warnte: Keinesfalls dürfen Sie diese Technologie ignorieren.

  • „Facebook ist jetzt die Plattform, auf der sich die Eltern herumtreiben“, so Nemo Tronnier (Social DNA GmbH) in seinem Vortrag über Social-Media-Trends. „Das neue Facebook für die jungen Leute heißt TikTok.“ Unternehmen sollten neben Social-Werbung auch in Influencer Marketing und Employee Advocacy investieren.

  • Michael Kirmes (Zukunftsinstitut Workshop GmbH): „Jede Innovation ist eine Kombination davon, was technisch machbar ist, von den Menschen gewünscht wird und wirtschaftliche Erträge erzielt.“ Wer digitale oder gesellschaftliche Trends verstehen will, müsse zuerst die großen Trends unserer Zeit verstehen – so wie Gender Shift und Globalisierung –, um sie richtig einordnen zu können.

  • Und der wichtigste Rat, den alle Experten an diesem Abend gaben: Nichtstun ist keine Alternative. Fast ein Jahr liegt unsere Veranstaltung zurück. Wer sich mit diesen Themen jetzt noch nicht beschäftigt hat, hinkt bedenklich hinter den anderen her.

Hier der vollständige Nachbericht.



IT-Sicherheit

  • Jedes Unternehmen muss sich darüber Gedanken machen, wo und wie es von seiner IT abhängig ist und wie groß der Schaden wäre, wenn sie nicht mehr funktioniert. Nur so bekommen Sie einen Eindruck davon, welche Schäden Sie bei einem Sicherheitsvorfall erwarten könnten.

  • Führen Sie ein Meldewesen in Ihrem Unternehmen ein: Alle Mitarbeiter müssen darüber informiert werden, woran sie merken, dass ein Angriff auf die IT stattgefunden hat und an wen sie diese Beobachtungen weitergeben sollen. Viele Cyberangriffe gelingen nur, weil die Mitarbeiter sich nicht trauen, (vermeintliche) Fehler zu melden.

  • Legen Sie zumindest für Ihre Worst-Case-Szenarios fest, was im Falle eines Sicherheitsvorfalls geschehen muss. Viele Gefahren lassen sich auch bereits mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßigen Backups abwehren.

Hier Speaker Alexander Dörsam (Antago GmbH) im Interview.

Update Internetrecht (am 13. Februar in der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern)

  • Die ePrivacy-Verordnung sollte eigentlich schon gemeinsam mit der neuen Datenschutzgrundverordnung 2018 in Kraft treten. Ein Vortrag unseres Seminars war ihr gewidmet. Mittlerweile können Unternehmer, die sich im Dschungel der neuen Verordnungen nicht orientieren können, aber erst einmal aufatmen: Sie haben noch eine Weile Zeit. Dem derzeitigen Stand kommt die gefürchtete neue Regel erst Ende 2021.

  • Bei der Datenschutz-Grundverordnung gilt der Grundsatz, dass eine Verarbeitung personenbezogener Daten für Unternehmen nur rechtmäßig ist, wenn eine Rechtsgrundlage dafür vorliegt – das heißt, es wurde ausdrücklich vom Gesetzgeber erlaubt. Dies kann entweder auf eine Einwilligungserklärung hinauslaufen oder durch einen gesetzlichen Erlaubnistatbestand bzw. ein Spezialgesetz ermöglicht werden (bspw. „gerechtfertigte Interessen“ der Unternehmen bei der Webanalyse).

  • Bei der DSGVO gelten die sogenannten Grundsätze der Datensparsamkeit, Zweckbindung, Rechtmäßigkeit und Transparenz. Das heißt: Sie dürfen nur so viele Daten erheben wie notwendig; die Erhebung darf nur im Rahmen eines berechtigten Zwecks erfolgen; Sie müssen sich dabei an die anderen Gesetze halten, und Sie müssen jederzeit offenlegen, was mit den erhobenen Daten geschieht.

Hier der vollständige Nachbericht – aber denken Sie daran: Die dortigen Informationen zur ePrivacy-Verordnung sind bereits verjährt.



Google Ads und Conversion-Optimierung (am 15. April in der IHK Frankfurt)

  • Marlen Voelkner, Online-Marketing-Managerin bei Bloofusion Germany: Nutzen Sie das Empfehlungsdashboard in ihrem Google-Ads-Account, um sich einen strategischen Überblick über die Werbesituation zu verschaffen und Ihre Ads zu optimieren.

  • Aber Achtung: Die dortigen konkreten Empfehlungen seien dennoch mit Vorsicht zu genießen, auch da sie oft auf eine Erhöhung Ihres Budgets hinauslaufen.

  • Google Ads enthalten seit diesem Jahr die Möglichkeit, einen dritten Anzeigentitel einzupflegen, doch diese dritte Zeile wird beim Ausspielen der Ad nicht immer angezeigt. Nutzen Sie sie daher nicht für notwendige Informationen.

  • Google bietet mit den Responsiven Suchanzeigen ein automatisiertes Anzeigenformat. Darin werden mehrere Bausteine hinterlegt und Google erstellt anhand dieser Informationen eine völlig normale Textanzeige. Vorteil: Es ist jetzt möglich, mehr Titel und Beschreibungstexte zu hinterlegen und Google ermittelt automatisch verschiedene passende Kombinationen. Geeignet ist diese Funktion zum Testen von Anzeigen und für den Fall, dass nicht genau ermittelt werden konnte, welche Anzeigentexte die Nutzer am meisten ansprechen.

  • Mittels der automatischen Standorterweiterung verknüpft Google Ihr My-Business-Konto mit Ihren Ads. Die Standorte werden dann automatisch in die Anzeigen integriert und entsprechend beworben, was für lokale Händler von großen Nutzen sein kann. Für Unternehmen ohne festen Standort ist diese Funktion weniger sinnvoll. Generell gilt daher auch hier, dass die Automatik auf jeden Fall regelmäßig überprüft werden sollte.

Hier der vollständige Nachbericht zum ersten Veranstaltungsteil.

 

  • Besonders für kleine und mittelgroße Unternehmen besteht häufig ein großes Optimierungspotential der Konversionsrate auf der Website (der Anzahl an Besuchern, die zum Nutzer oder Kunden wird).

  • Experte Tim Kaufmann (Taquiri) rechnet vor: Wer zuerst die Konversionsrate optimiert und danach erst in Suchmaschinenoptimierung investiert, erzielt durch die Maßnahmen doppelt so viel Gewinn wie der, der andersherum vorgeht.

  • Der Einsatz von A/B-Tests ermöglicht es, jeweils der Hälfte der Besucher eine andere Version der Website anzuzeigen und auszuwerten, welche dieser Versionen bessere Resultate erzielt. Für die Durchführung dieser Tests gibt es im Internet zahllose Tools / Softwares mit unterschiedlichem Funktionsumfang und Preis.

  • Oder Sie beginnen damit zu ermitteln, welche Erwartungen Ihre Besucher an die Website haben. Das gelingt mit einfachen Interviews oder durch Nachfragen im persönlichen Kontakt. In der Folge können sie überprüfen, ob Ihre Website diese Anforderungen erfüllt.

Hier geht es zum vollständigen Nachbericht zum zweiten Veranstaltungsteil.

 



Facebook (am 8. Mai in der IHK Fulda)

  • Ist Ihr Facebook-Content informativ, transparent, emotional, relevant und hilfreich? Posten Sie in regelmäßigen Abständen? Nach Laura-Jane Freutel (Hapag Lloyd AG) sind das die wichtigsten Erfolgsfaktoren auf der Plattform. Sie erklärte: „Jeder Content im Web muss eine gewisse Qualität haben.“ Content ist dann gut, wenn die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt werden.

  • Generell gilt: Kein Post ohne Visualisierung. Postings ohne Visualisierung sind ein No-Go und werden von den Nutzern kaum wahrgenommen. Jeder Post sollte mindestens ein Bild enthalten.

  • Ein Video auf Facebook sollte maximal 30 Sekunden dauern. Halten Sie Ihre Inhalte kurz und knackig.

  • Verwenden Sie hilfreiche Tools wie movavi oder iMovie, um mit wenig Aufwand Ihr Video professionell aufzuarbeiten.

  • Videos müssen direkt starten. Verschwenden Sie die wichtigsten ersten Sekunden nicht mit Einblendern. Im ersten Moment muss direkt etwas Aufregendes passieren.

  • „Nicht nur Bilder und Fotos, sondern jede Form, jedes Video, jede Grafik und jeder Text ist urheberrechtlich geschützt.“, erinnerte IT-Fachanwalt Dr. Thomas Lapp. Bei Verwendung von fremden Inhalten wird daher empfohlen, immer schriftlich ein Nutzungsrecht zu vereinbaren.

Hier der vollständige Nachbericht.



Social Search (am 23. Mai in der IHK Frankfurt)

  • Google-Suchergebnisse mit guten Rezensionen stechen besonders positiv ins Auge. Wichtig: Achten Sie darauf stets Ihren Google-My-Business-Eintrag zu pflegen. Aktuelle Öffnungszeiten, Telefonnummer und Fotos gehören zu den Pflichtangaben.

  • Sie sind stationärer Dienstleister? Sehen Sie sich Yelp und GoLocal genauer an. Hier finden sich Bewertungen aller Arten stationärer Dienstleister von Bäcker bis Kfz-Werkstatt.

  • Recherchieren Sie doch einmal, ob es für Ihre Branche eine spezielle Bewertungsplattform gibt! Nischenplattformen wie z.B. www.strandbewertung.de gibt es wie… naja… Sand am Meer. ;-)

  • Verhalten bei der Antwort auf Onlinebewertungen: Stellen Sie sich vor. Das Eingehen auf Kritik sollte keine Praktikantenaufgabe sein. Ein Gast fühlt sich vor allem wertgeschätzt, wenn seine Kritik auch von der richtigen Stelle beantwortet wird. Schreiben Sie also auch unbedingt, welche Position Sie innehaben.

  • Das kleine Vorschaubild in der YouTube-Suchergebnisliste (Thumbnail) ist ein wahres Conversionwunder. Ist es optimiert, klicken bis zu 20% mehr Nutzer auf Ihr Video. Hier gilt: Erstellen Sie das Thumbnail selbst, verwenden Sie keinen zufälligen Ausschnitt Ihres Videos.

  • Transkription: Jedes Video braucht Untertitel! YouTube erstellt sie schnell und unkompliziert automatisch. Achten Sie für den Suchalgorithmus darauf, dass Ihr Hauptkeyword im Untertitel vorkommt, auch wenn im Dialog eine Umschreibung genutzt wird.

Hier geht es zum vollständigen Nachbericht.

Instagram (am 7. Juni in der IHK Frankfurt)

  • Gero Pflüger zeigte im Seminar an einem realen Beispiel anhand eines Usermitschnitts, wie die relevante Zielgruppe im Newsfeed scrollt. Dabei ist uns klar geworden: Es geht schnell. Innerhalb von 1,7 Sekunden muss der Content erfasst sein, sonst funktioniert er nicht. Interessant für die Nutzer sind dabei vor allem einfache und gleichzeitig emotionale Inhalte.

  • Stellen Sie häufig aktuelle Inhalte online. Neue Beiträge werden häufiger angezeigt. Arbeiten Sie an Ihrem „Community Management“, indem Sie häufig mit den Followern interagieren und engere Beziehungen aufbauen. Sarah Sunderbring (L’Osteria) erklärt, dass das die einzigen Faktoren sind, mit denen Sie beeinflussen können, wie oft Sie im Newsfeed der Follower erscheinen.

  • Gero Pflüger verriet: „Wir brauchen nicht besonders viele Follower, wir brauchen die richtigen Follower.“ Doch wie gelangen Instagrammer an diese „richtigen“ Follower? Die Antwort auf so vieles im Web trifft ebenso auf Instagram zu: guter Content. Mit den richtigen Inhalten können passende Follower erreicht werden. Der Content sollte dabei nützlich, informativ und unterhaltsam sein. Werbung gilt es zu vermeiden. Niemand ist auf Instagram, um Werbung zu sehen.

  • Ein Standard-Set an Hashtags, auf das immer wieder zurückgegriffen wird, ist sinnvoll und sollte mit konkreten bildbeschreibenden Suchbegriffen ergänzt werden. Dabei gilt: Die Anzahl der Hashtags pro Beitrag sollte 30 nicht überschreiten. 15 sind sinnvoll. 

Hier der vollständige Nachbericht.



Kunden gewinnen (am 15. August in der IHK Offenbach)

  •  Neuroselling-Spezialistin Anna Lena Marwedel (evobrain): Wer gestresst ist, wird seltener seine Meinung ändern, weniger Angebote wahrnehmen, weniger kaufen und dabei auch weniger Geld ausgeben. Wer sich gerade freut, schätzt Produkte positiver ein, erhöht seine Konsum- und Zahlungsbereitschaft, agiert aber auch weniger risikofreudig, wenn die Möglichkeit eines Verlustgeschäfts besteht. 

  • Von Unternehme(r)n mit Expertenstatus wird schneller gekauft. Bereits das Tragen eines Anzugs oder Laborkittels (je nach Branche auch ein Fitnessanzug o.ä.) erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Verkäufer Erfolge verzeichnet – ein kleiner Trick, den Sie u.a. bei der Arbeit mit Bildern und Videos im Hinterkopf behalten können. Sehen die Personen darauf wie Experten aus?

  • Wenn es vielen Personen gefällt, muss es gut sein. Bereits so-und-so-viele Unternehmen nutzen Ihre Software? In Google-Rezensionen wurden Sie mit 4,9 Sternen bewertet? Auf Amazon rangiert Ihr Produkt unter den Top-10 seiner Kategorie, und auf Instagram haben sich über tausend Personen über das zugehörige Hashtag unterhalten? Derartiger „Social-Proof“ gehört in die Angebotsbeschreibung.

  • In den allermeisten Fällen sind Unternehmen sich bei Weitem nicht aller möglichen Blickwinkel auf das eigene Angebot bewusst, so Online-Marketing-Experte Karl Kratz. Er empfiehlt die exzessive Lektüre von Produktrezensionen, von Forendiskussionen, Erörterungen, Umfrageergebnissen, von Support-E-Mails und den Präsentationen ähnlicher Produkte durch andere Anbieter. 

Hier der vollständige Nachbericht.

Die digitale Zukunft im Einzelhandel (am 17. September in der IHK Wiesbaden)

  • Eva Gancarz (Handel ist Wandel) machte klar, dass Händler leider zu oft noch nicht dort sind, wo Kunden sie erwarten: online. Neben der Website seien die wichtigsten Kanäle, um sich digital zu platzieren, Google My Business, Facebook, Instagram, Pinterest und Google Ads.

  • Digitalisierung wird zwar immer wichtiger, ist aber nicht alles. Der Großteil der Kunden informiert sich vor einem Ladenbesuch online und kommt dann offline ins Geschäft. Was können Händler machen, um offline besser zu werden? Sie können ein Erlebnis am Point of Sale schaffen, z. B. durch erlebnisorientierte Angebote und emotionale Ansprache. Mit den Millennials ist eine neue Kundengruppe mit einem anderen Konsumverhalten auf den Markt gekommen. Ladengeschäfte wie Nespresso oder Buchhändler mit Wohnzimmer-Atmosphäre werden zum dritten Ort, zum neuen Zuhause. 

  • E-Commerce-Enthusiast Dr. Matthias Schu sieht voraus: Momentan stellt Amazon noch die größte Marktmacht in Deutschland dar. Doch Händler müssen auch den asiatischen Markt im Auge behalten. Die Alibaba Group wächst. Schon jetzt erreichen uns 43 Prozent der Warenströme aus China. Behalten Sie diese Entwicklung im Auge, um nicht unvorbereitet von ihr überrollt zu werden.

  • Internationaler Handel steigert Reichweite und Umsatz. Aber welcher Markt passt? Die Auswahl des richtigen Auslandsmarktes ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Internationalisierung. Diese Entscheidung sollte daher mit Sorgfalt und Bedacht vollzogen werden. Unternehmen wählen gerne Märkte, in denen E-Commerce bereits eine gewisse Größe erreicht hat, jedoch besteht auf diesen Märkten häufig nicht genug Wachstumspotential. Wichtig sind aber u.a. auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Logistik-Performance im Ausland.

  • Dr. Dominik Benner, Gründer der Plattform Schuhe24 rät kleineren Unternehmen den Weg über Marktplätze, die sich auf bestimmte Nischen spezialisiert haben, wie Airbnb oder Uber. Schuhe24 selbst spezialisiert sich auf Angebote von Schuhen für Damen über 40, um dem Konkurrenzdruck von Zalando zu entgehen.

Hier der vollständige Nachbericht.



XING & LinkedIn für KMU (am 29. August in der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern)

  • Das Stichwort für den Vertrieb via Social Media lautet „Social Selling“. Darunter versteht man die Kunst, Social Media-Netzwerke dazu einzusetzen, Interessenten zu finden, zu kontaktieren, zu verstehen und diese Kontakte zu pflegen. Unternehmen können so signifikante Beziehungen zu potenziellen Kunden aufbauen, die sie und ihre Marke im Bewusstsein halten. Ziel ist, zur ersten Anlaufstelle für kaufwillige Interessenten zu werden.

  • Experte Bernd Pitz gab den Tipp: Nutzen Sie die erweiterte Suche auf XING, um gezielt Interessenten zu identifizieren (ab Premium Mitgliedschaft möglich). Entwerten Sie Kontakte nicht durch Quantität. Achten Sie auf die Qualität Ihres Netzwerkes.

  • Und Experte Holger Steitz zu LinkedIn: Gehen Sie aktiv auf Menschen zu, um Leads, Interessenten oder potentielle Kunden zu gewinnen. Bleiben Sie bei der direkten Ansprache freundlich, aber hartnäckig. Nutzen Sie den Sales Navigator, um Ihren LinkedIn-Auftritt für den Vertrieb zu optimieren.

Hier geht es zum Nachbericht.



Social Media Day (am 14. November in der IHK Wiesbaden)

  • Social-Media-Berater Jan Bechler: Trauen Sie sich für etwas einzustehen, Ihre Nische zu finden und durch die Verknappung Ihrer Produkte, durch den konsequenten Einsatz von authentischem Content (z.B. über Instagram Storys) oder durch die Kooperation mit anderen Marken aus dem Nest von Marken und Botschaften auszubrechen!

  • Joachim Rumohr, XING-Experte Nummer 1 in Deutschland wies auf die Potentiale von Kaltakquise auf XING und LinkedIn vor allem im B2B-Sektor hin:  Mit XING und LinkedIn haben Sie die Möglichkeit Ihre Zielgruppe zu definieren (zu filtern), beispielsweise nach Position im Unternehmen, Branche oder Region. Das verschafft Ihnen den Vorteil direkt die richtigen Ansprechpartner, z.B. den Einkäufer, zu identifizieren. Schicken Sie Ihrer definierten Zielgruppe aber keine „Wischiwaschi“-Kontaktanfragen. Wichtig sei es verbindlich zu sein, den Nutzen einer möglichen Zusammenarbeit herauszustellen und den Angesprochenen über den weiteren Verlauf zu informieren.

  • Denken Sie daran, dass Influencer nicht gleich Influencer ist, so Sarah Kübler von der Mainzer Agentur HitchOn. Etablierte Big Player mit großer Reichweite wie Gronk oder Bibis Beauty Palace sind für kleinere Unternehmen häufig unerschwinglich. Microinfluencer haben hingegen durch ihre Spezialisierung auf Nischenthemen besonders großen Einfluss auf ihre kleine Gefolgschaft. Halten Sie auch Ausschau nach Up'n'Coming-Influencern, die momentan noch außerhalb ihrer Zielgruppe nicht sehr bekannt sind, aber rasant wachsen.

  • Die organische Reichweite (Gratisreichweite) auf Facebook und Instagram geht immer stärker zurück. Das bedeutet für Unternehmen, dass Social Media nur noch mit dem Einsatz eines festen Werbebudgets sinnvoll ist. Grundvoraussetzung für eine strategische Vorgehensweise ist Sven-Olaf Peeck zufolge der Einsatz des Facebook Business Managers.

  • Cookies, Audiences und Targeting – alles verboten oder was? Anwalt Dr. Carsten Ulbricht konnte bei vielen Themen Entwarnung geben. Klar sei aber, dass das Social Web kein rechtsfreier Raum ist und Unternehmen auch hier die Gesetze zu befolgen haben. Grundlagen, die immens wichtig sind, aber immer noch vernachlässigt werden: Impressum, Urheberrechte, Rechte am eigenen Bild und Datenschutz. Unternehmen sollten zuallererst hier prüfen, ob alles im grünen Bereich ist. 

Hier der vollständige Nachbericht.



Erfolg messen (am 21. November in der IHK Offenbach)

  • Datenanalyse-Fachfrau Anisa Boumrifak, Geschäftsführerin von M8 performance warnt davor, Webanalyse als Projekt zu betrachten, das irgendwann abgeschlossen wird. Vielmehr müsse es als ein fortwährender Kreislauf aus Planen – Tracken – Analysieren und Bewerten behandelt werden.

  • Mit der Webanalyse ist es ein bisschen wie mit der Auto-Navi: Sie liefert nur dann gute Informationen, wenn die Ziele klar, erreichbar und messbar formuliert sind. Je nach Geschäftsmodell können das mehr Bestellungen, Profit oder Umsatz, ein höherer durchschnittlicher Bestellwert, mehr Registrierungen, Downloads oder auch Seitenansichten sein.

  • Um aus Daten Erkenntnisse zu gewinnen, braucht es sogenannte Key Performance Indikatoren (KPI). Diese zeigen, wie erfolgreich die Website in Bezug auf die Zielsetzung ist. Laut Frau Boumrifak fassen „gute KPI“ relevante Daten zusammen und veranlassen Aktionen. Beispiele: durchschnittliche Warenkorbgröße, die Rate wiederkehrender vs. neuer Besucher oder der Umsatz in bestimmten Segmenten.

Hier der vollständige Nachbericht.

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

Das BIEG wünscht Ihnen gute Erholung vom Unternehmerstress, ob Sie nun feiern oder nicht. Lehnen Sie sich zurück, trinken Sie einen Glühwein und genießen Sie Ihren Lieblingsabsatz in der Jahresbilanz. Und wer sich noch durchs Weihnachtsgeschäft quält: Sie schaffen das schon. Zumal Sie jetzt 58 Tipps gelesen haben, die Ihr Leben erleichtern!

Das passiert im BIEG als nächstes (ohne ausgebucht zu sein):

Bis dahin!

Autor

Angelika Niere
Referentin

Nach einem Studium der Literaturwissenschaft wurde ich 2009 Referentin des BIEG Hessen. Dort betreue ich unsere Leitfäden und unseren Blog. Meine Schwerpunkte sind Content-Marketing und Storytelling.

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