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Website-Checks in Offenbach – eine bunte Mischung an Empfehlungen

25 Jul
Bild: good idea - designcoo - pickupimage.com

(27.07.2016) In Offenbach war es wieder so weit: Am 13. Juli gab es einen Tag lang nur Websitechecks! Nein, es war nicht Freitag, der 13., auch wenn es sich stellenweise so anfühlte. ;-) Sechs Unternehmenswebseiten wurden nacheinander unter die Lupe genommen. Anwesend waren meine Wenigkeit und Sebastian Fritzsche (Pixelstein GmbH & Co. KG). Der Rahmen war neutral und das Format kostenfrei. Spannend sind diese Termine für uns Berater schon allein deshalb, weil wir immer wieder auf unterschiedliche Geschäftsmodelle stoßen und Einblicke in die jeweiligen Branchen erhalten. Auch diesmal war wieder eine bunte Mischung kleiner Unternehmen vertreten.

 

Im ersten Termin lag der Schwerpunkt unseres Gesprächs auf den Freiheitsgraden in der Gestaltung einer Website. Inwieweit sollte sich der Betreiber an gewohnte Strukturen halten und inwieweit darf und kann er davon abweichen? Wir vergleichen das gerne mit der Bedienung eines Autos: neue Marke, neues Modell und trotzdem kann ich es sofort bedienen! Mit Webseiten sollte sich das ähnlich verhalten. Mit Kreativität punkten heißt nicht, dass ich gewohnte Bedienkonzepte über den Haufen schmeißen muss. Ein sichtbares Menü mit aussagekräftigen Begriffen ergibt schon Sinn! Ebenso ein an der richtigen Stelle positioniertes Logo: nämlich oben links. Verständliche Ikonografen und auf der Startseite Bild- und Textbotschaften, die mir etwas über den Auftrag der Seite verraten.

 

Bei der nächsten Website fiel uns sofort auf, dass hier ein Prospekt als Vorlage diente. Das ist ja nicht weiter schlimm, sofern die digitale Transformation gelungen ist. Im vorliegenden Fall war das leider nicht so: Keine Interaktionsflächen auf der Website, keine Führung mit Actionbuttons, viel zu viel Textwüsten.

 

Website Nr. 3 hatte ein hochemotionales Produkt im Angebot: ein Abenteuer-Event für Mitarbeiter. Erwartet hätten wir eine stark visuell geprägte Website mit großen Bildwelten, viel Videomaterial und Emotionen. Leider waren die Bilder in kleine Gucklöcher eingepfercht und es kam nicht so richtig Lust auf den Event auf. Bei dem danach folgenden Onlineshop gefiel uns die Trennung von Website und Shop nicht. Sie hatten unterschiedliche Designs und der Besucher musste zwischen beiden Seiten hin und herspringen. In solchen Fällen hilft der Vergleich mit der realen Welt: Wie würden Sie sich als potenzieller Käufer in einem Ladengeschäft fühlen, wenn Ihnen das Personal sagt: „Wenn Sie das Produkt kaufen möchten, müssen Sie in das Ladengeschäft um die Ecke gehen!“?

 

Der zweite Shop an diesem Tag hatte zwar nicht dieses Problem. Allerdings fehlten auf den Produktseiten etliche Produktfotos. Die Branche war Fashion und insofern waren die Anforderungen an das Bildmaterial hoch. Um das haptische Produkterlebnis aus dem stationären Handel nachzubilden, wären mehr als ein Produktfoto pro Kleidungsstück notwendig gewesen. Zum Beispiel ein zweites oder drittes Foto, auf dem die Faserung und die Details an der Naht zu erkennen gewesen wären. Oder ein Foto mit dem Kleidungsstück in Aktion – also getragen von einem Modell. Zusätzliche Informationen über Schnitt usw. dürfen natürlich auch nicht fehlen.

 

Der letzte Termin war insofern etwas problematisch, da nach Aussagen des Betreibers kaum Budget für Veränderungen zur Verfügung stand. Und die waren dringend notwendig, da die Website insgesamt etwas verstaubt wirkte. In einem solchen Fall sollte grundsätzlich nochmal über den Stellenwert der Website und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg nachgedacht werden. Eine Website ist immer eine Investition. Klar, die muss sich auch irgendwann amortisieren. Im Idealfall kann die Website zum neuen Vertriebsmitarbeiter werden und sollte in der Investitionsplanung auch entsprechend Berücksichtigung finden.

Nächster Website-Check: 13. September

Sie wollen sich mit Ihrer Website dem unverblümten Feedback unserer Berater stellen? Der nächste Website-Check des BIEG findet am 13. September in der IHK Frankfurt am Main statt, und noch sind Plätze frei. Melden Sie sich an!

 

 

Autor

Daniel Weichert
Fachlicher Leiter

Seit über 10 Jahren berate ich kleine und mittlere Unternehmen für mehr Erfolg im Internet. In den bislang knapp 1.500 Beratungsfällen lag der thematische Schwerpunkt bei Onlinemarketing-Strategien und Website-Konzepten. Studiert habe ich BWL und E-Commerce an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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